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Sophia Thiel spricht über ihre Diagnose als „Todesstoß“ und rechnet mit der Fake-Welt auf Instagram ab

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Sophia Thiel geschminkt im roten Kleid.
Sophia Thiel präsentiert sich heute ganz anders auf Instagram. © Screenshot Instagram/Sophia Thiel

Sophia Thiel spricht nach ihrer Diagnose über ihre Therapie und wie sie die Fake-Welt auf Instagram empfindet.

München - Sophia Thiel war lange von der Bildfläche verschwunden, kam letztes Jahr wieder zurück auf Social Media. In mehreren YouTube-Videos erzählte sie ihre Geschichte, was in der Zwischenzeit passiert war und stellte der Community auch ihren Freund vor. Die Fitness-Influencerin geht seitdem offen mit ihrer Diagnose „Bulimia nervosa“ um. Dabei handelt es sich um eine Essstörung, bei der Betroffene unter plötzlichen Essanfällen leiden und sich danach zwanghaft übergeben.

Sophia Thiel zeigt sich auf Instagram authentisch - auch an schlechten Tagen

Auf Social Media zeigt sich Sophia Thiel seitdem losgelöst und offen, auch mal in Tränen, schreibt Bildunterschriften wie: „Momentan fühle ich mich gar nicht nach lachen… und das schon die letzten Tage eigentlich nicht.“

Sophia Thiel erzählt von Moment, in dem sie in Therapie ging

In einem Interview mit der Zeitung Augsburger Allgemeine erzählt die 26-Jährige aus Rosenheim: „Ich bin immer und immer wieder an mir selbst gescheitert, habe nicht mehr ab-, sondern nur zugenommen. Mein Körper funktionierte nicht mehr so, wie ich es wollte.“ Auch an den Moment, als sie 2020 ihre Therapie begann, erinnert sich Sophia Thiel noch genau: „Ich habe 2020 meinen Freund kennengelernt. Als er mich auf frischer Tat bei einem Essanfall ertappt hat, musste ich ihm die Wahrheit erzählen. Dann habe ich begonnen, eine Therapie zu machen.“

Sophia Thiel empfang Diagnose als „Todesstoß“

Die Diagnose habe sich für Sophia Thiel damals „angefühlt wie der Todesstoß“. Sie erklärt gegenüber der Zeitung: „Ich hatte vorher viele Hemmungen und Vorurteile. Ich dachte, ich bin stark genug, so etwas brauche ich nicht, was werden die anderen denken?“ Und weiter: „Aber schon in den ersten Sitzungen habe ich gemerkt, dass es mir besser geht. Ich konnte endlich ein normaleres Verhältnis zu meinem Essen haben, das hätte mich in den Jahren zuvor in schiere Panik versetzt.“ Sie ist heute deswegen der Meinung: „Eine Therapie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.“

Sophia Thiel rechnet mit der Fake-Welt auf Social Media ab: „Mich regt es auf“

Ein guter Einklang mit dem Körper ist Sophia Thiel heute auch in dem wichtig, was sie ihren Fans mitgeben möchte. Ob in ihrem Buch, neuen Trainingsprogramm oder auf Instagram. „Ich wollte endlich öffentlich über die Essstörung und die Therapie sprechen, weil ich es wirklich nicht verstehe, warum diese Themen in der Öffentlichkeit so totgeschwiegen werden. Mich regt es auf, dass jeder nur die schönen Seiten von sich im Internet präsentiert und nie seine Schwächen. Mich regt es auf, dass Influencer sich als unfehlbar zeigen und dadurch einen wahnsinnigen Druck ausüben auf die Menschen, die ihnen folgen. Man vergleicht sich und wird so unglücklich, weil man diesem Ideal niemals gerecht werden kann“, so Sophia Thiel.

Für sie steht fest: „Ich will kein Fitness-Erklärbär mehr sein und ich will auch nicht mehr die Sophia von damals sein.“ (jh)

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