Clubhouse-App in der Kritik

Sophia Thomalla total außer sich: „Die haben jetzt meine Handynummer inklusive Kontakte“

Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla postet ein Fahrstuhl-Selfie auf ihrem Instagram-Account
+
Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla postet ein Fahrstuhl-Selfie auf ihrem Instagram-Account

Sophia Thomalla ist unter anderem auch dafür bekannt, ihre Meinungen öffentlich kund zu geben. Ein ehrliches Statement gibt sie zu der neusten App „Clubhouse“ ab.

  • Schauspielerin Sophia Thomalla äußert sich zu der „Clubhouse“-App.
  • Die 31-Jährige bittet Unternehmer Frank Thelen um Hilfe.
  • Die Nachteile der „Clubhouse“-App: Experten warnen vor Risiken.

Berlin - Sophia Thomalla nimmt in vielen Situationen kein Blatt vor den Mund. Die Schauspielerin und Moderatorin steht offen und ehrlich zu ihrer Meinung, ob in Talkshows oder in den sozialen Netzwerken. Seit knapp zwei Wochen gibt es in der App-Szene einen riesigen Hype. Die „Clubhouse“-App zieht derzeit Millionen User an. Es ist wie eine Art Live-Podcast, bei der Gruppen erstellt werden und mehrere Leute über bestimmte Themen reden können. Von „Wie werde ich ein guter Redner?“, bis hin zu „Die gesunde Morgenroutine“, es gibt unzählige Gruppen, bei der sich User einfach rein- und durchklicken können. Die App können sich derzeit nur iOS-Nutzer herunterladen. Für Android-User gibt es die App noch nicht. Für Sophia Thomalla ist „Clubhouse“ ein Grund, ihre Meinung mit der Öffentlichkeit zu teilen - denn ganz glücklich ist sie mit dem Download der App nicht.

Sophia Thomalla äußert ihre Meinung über die „Clubhouse“-App: „Erstmal Frank Thelen fragen...“

„Ja wer von euch hat denn Clubhouse schon? Der nächste Social Media Hype, der uns regelrecht überrollt hat. Auch ich habe es ausprobiert. Was halte ich davon? Obwohl mich noch keiner gefragt hat, sag ich es trotzdem: NIX! Für mich ein Möchtegern hyperelitäres Medium für Pseudo-Intellektuelle. Sorry, aber ich brauche kein 3.500 seitiges Handbuch für Jogginghosen oder die tägliche Morgenroutine. Ich stehe einfach auf und mache mir ein Kaffee. Punkt. Damit ist die Thematik für mich erledigt. Es sei denn, ich habe morgens 2 Stunden Zeit um mir anzuhören, was andere morgens von Meditation halten oder ob die Kaltdusche besser ist als die Warme. Erklärt mit 500 Fachbegriffen. Hab ich aber nicht“, verkündet die 31-Jährige in einem Posting auf ihrem Instagram-Account.

Sophia Thomalla auf Instagram: Die Schauspielerin ist wütend über den Datenschutz der „Clubhouse“-App

Sie ist sich sicher, dass die App keinen langen Hype mehr haben wird: „Und auch wenn Clubhouse-Fans das nicht hören wollen, der Hype um Clubhouse wird spätestens dann verfliegen, wenn Prominente oder viele Influencer (für einige ist sprechen ohne Filter eh nicht gedacht) sich von der Plattform wieder verabschieden. Und wann werden sie sich davon wieder verabschieden? Wenn sie fürs Sprechen wieder bezahlt werden, sobald der Lockdown wieder vorbei ist“, fährt die Moderatorin fort. Doch ein ganz pikantes und wichtiges Details macht Thomalla am meisten sauer. Sie hofft dabei eventuell sogar auf die Hilfe von Unternehmer Frank Thelen: „Wer mir aber jetzt zuhören möchte, muss warten bis er mich wieder im Fernsehen und in einer Talkshows sitzen sieht, ansonsten dürfen meine Freunde mich auch gerne anrufen. Auch Clubhouse. Die haben ja Dank der tollen Datenschutzbestimmungen jetzt meine Handynummer inklusive Kontakte. Wie schön. Erstmal Frank Thelen fragen, wie man das wieder rückgängig machen kann!“.

„Clubhouse“-App für iOS-Nutzer: Experten warnen vor den Risiken der App

Die 31-Jährige hat mit ihren Aussagen zur „Clubhouse“-App dabei gar nicht so Unrecht. Der Grund: Verbraucherschützer werfen „Clubhouse“ Verstöße gegen Datenschutzregeln vor, berichtet das Online-Portal n-tv.de. Sobald der User registriert ist, möchte die App auf die eigenen, gespeicherten Kontakte zugreifen. „So besteht die Gefahr, dass Schattenprofile erstellt und zu Werbezwecken genutzt werden“, warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Laut der Datenschutz-Grundverordnung sei dieser Vorgang aber unzulässig, da die Betroffenen über eine Nutzung der persönlichen Daten vorab nicht informiert werden. Die „Clubhouse“-App bleibt weiterhin ein neuer Hype in 2021 - doch in der Kritik wird sie trotzdem erstmal bleiben.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare