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„Muss die Sprache korrigieren“: Roland Kaiser hat eine klare Meinung übers Gendern

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Von: Lisa Klugmayer

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Roland Kaiser will nicht „sturköpfig und starr“ werden und ist deswegen fürs Gendern offen. Mit dieser Aussage überrascht der Schlagerstar nun. Er spricht sich dafür aus, die deutsche Sprache zu „korrigieren“.

Dresden -  Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I: Gendern oder nicht? Das Thema beschäftigt seit Jahren nicht nur den Stammtisch im Wirtshaus um die Ecke, sondern auch die Politik. Dabei sind sich die Deutschen nicht wirklich einig und diskutierten hitzig. Nun mischt sich auch Schlager-Star Roland Kaiser ein und überrascht mit einer doch sehr modernen Haltung.

„Muss die Sprache korrigieren“: Roland Kaiser hat eine klare Meinung zum Gendern

Während viele seiner berühmten Kollegen öffentlich gegen das Gendern schimpfen, es sogar wie Didi Hallervorden „Vergewaltigung der Sprache“ nennen, findet Roland Kaiser das Binnen-I recht sinnvoll. Im Interview mit t-online verrät der 70-Jährige jetzt, dass er dieses Bewusstsein von seinen Kindern habe: „Ich will nicht starrköpfig und stur werden. Durch den Diskurs mit meinen Kindern bleibe ich neugierig und jung“.

Roland Kaiser bei der Aufzeichnung der NDR Talk Show im NDR Fernsehstudio Lokstedt. Hamburg, 09.09.2022 (Fotomontage)
Roland Kaiser will nicht „sturköpfig und starr“ werden und ist deswegen fürs Gendern offen. Mit dieser Aussage überrascht der Schlagerstar nun. (Fotomontage) © IMAGO/Future Image &

„In der sprachlichen Entwicklung steckt eine Menge Toleranz und Reflexion. Man muss die Sprache korrigieren“, so Roland Kaiser weiter. „Manche Begriffe und Redewendungen sind Hunderte von Jahren alt. Das ist nicht immer zeitgemäß“, merkt der Schlagersänger an. „In der Sprache entwickelt sich ein neues Bewusstsein, und wir müssen uns dieser Entwicklung stellen“.

Die Mehrheit der Deutschen lehnt Gendern ab

„Sprache schafft Wirklichkeit“, so das XY. Wer sprachlich unterrepräsentiert ist, verliert an Bedeutung. Deswegen sei eine gendergerechte Sprache wichtig. Trotzdem lehnen rund zwei Drittel der wahlberechtigten Deutschen laut Meinungsumfragen das Gendern ab. Durch Gendern werde das Geschlecht überbetont, so ein Gegenargument. Dadurch könnten Unterschiede noch mehr in den Vordergrund treten.

„Habe das schon immer so gemacht“: Roland Kaiser gendert seit Jahren

Dabei geht Roland Kaiser, einer der größten deutschen Schlagerstars aller Zeiten, mit gutem Beispiel voran. „Ich sage beispielsweise ‚Schülerinnen und Schüler‘ oder ‚Zuschauerinnen und Zuschauer‘“. Auch wenn das Gendern eine aktuelle Debatte sei, habe der Schlagerstar „das eigentlich schon immer so gemacht“. Bestimmte Dinge, wie diese Pause, muss man noch dazulernen.

Auch beim ZDF-Fernsehgarten ist Gendern immer wieder ein Thema. Vor wenigen Wochen kündigte Andrea Kiewel einen deutschen Musiker an. Dabei achtet die ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin genau darauf, gendergerecht zu sprechen und erklärt, sie müsse das tun. Später äußert sich das ZDF zur Wortwahl von Andrea Kiewel. Verwendete Quellen: t-online & Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

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