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Star-Geiger David Garrett auf der Suche nach neuer Freundin: So will er sie kennenlernen

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David Garrett in der tz-Redaktion.

Was macht ein Star-Geiger, wenn er nicht Geigespielen kann? David Garrett musste wegen einer Verletzung lange pausieren. Der tz verrät er, wie er sich ablenkte.

München - Welcher Künstler hat mit gerade mal 38 Jahren schon ein Best-of-Album? David ­Garrett, der unerschrockene Stargeiger mit den XL-Tattoos, er hat eines! Garrett mixt kühn Klassik und Rock und macht damit von Fans von acht bis 80 glücklich. Sein ­Mega-Erfolg (seine Platten haben sich weltweit millionenfach verkauft) ist freilich auch schwer erarbeitet. 

Zehn Jahre wechseln sich durchgetaktete Welttourneen und neue Albumeinspielungen ab. Bis zum Frühjahr 2018 geht das so – da zwingt ein Bandscheibenvorfall David zum Stillstand – keine Geige, keine Auftritte, nur Physiotherapie. Eine Zeit, die ihn sehr verändert hat:

Hand aufs Herz – spielen Sie noch so gut wie früher nach der langen Pause?

David Garrett: Das Geige spielen ist wie Fahrradfahren. Gut, man kann nicht gleich die Tour de France machen, aber nach vier Wochen hat man wieder ein sehr gutes Gefühl dabei, dann dauert’s noch ein paar Wochen, und jetzt bin ich wieder da, wo ich sein möchte.

An der Spitze. Wie haben Sie es ohne OP und Medikamente geschafft?

Garrett: Ich habe sechs Monate lange jeden Tag Reha gemacht. In Spanien gibt es eine Spezialklinik, die sich auf Bandscheibenvorfälle bei Musikern spezialisiert hat. Die Übungen wurden auf mich und mein Krankheitsbild angepasst.

Haben Sie das alles allein durchgestanden? Eine Frau gibt es ja nicht an Ihrer ­Seite...

Garrett: Meine Mama hat mir sehr geholfen. Sie war es auch, die, kurz nachdem ich die Diagnose bekommen habe, mich überredet hat, eine Ayurvedakur zu machen. Sie hilft mir auch nach wie vor bei meinen Physioübungen.

Von hundert Prozent auf null – wie haben Sie das verkraftet?

Garrett: Der Tag hat sich bei mir ja immer zu 100 Prozent um Musik gedreht: üben, reisen, Konzerte spielen, Promotion machen. Ich musste erst mal für mich herausfinden, was mache ich denn jetzt, außer Netflix gucken? So nach und nach fing ich an, Sachen zu machen, die ich viele Jahre vernachlässigt habe, wie Spazierengehen, spontan ins Museum, oder einfach mal in Ruhe Mittagessen. So ganz normale, banale Alltagsdinge.

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David Garrett wandert zu Weihnachten aus - in die USA

Maria Zsolnay und Teresa Winter mit David Garrett.

Was machen Sie wirklich gern, wenn Sie nicht üben?

Garrett: Ich geh’ wahnsinnig gern ins Fitnessstudio und stell’ mich eine Stunde auf ein Cardiogerät und guck Netflix.

Was schauen Sie da an, geht es quer durch die Genres?

Garrett: Ich glaub’, es gibt nicht viel, was ich noch nicht gesehen habe (lacht).

Wie hat sich Ihr Leben jetzt verändert?

Garrett: Ich lerne jetzt gerade, meinen Körper nicht überanzustrengen. Ich hab jetzt auch mal ein freies Wochenende für mich. Ich habe zwar einen kleinen Dämpfer bekommen, aber es ist nicht von Nachteil, wenn ich mir mehr Zeit nehme. Ich empfinde auch auf der Bühne mehr Freude.

Und wie sieht Weihnachten im Hause Garrett aus?

Garrett: Mein Bruder hat die ganze Familie nach New York eingeladen – meine Mama, meine Schwester, mein Neffe ist da, und ich hoffe, mein Papa schafft es auch zu kommen.

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„Ohne meinen Vater hätte ich mit Geigespielen aufgehört“

Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Vater?

Garrett: Sehr gut. Mittlerweile habe ich auch eine Gelassenheit entwickelt gegenüber dem, was in der Vergangenheit passiert ist. Wir haben viel in diesen letzten Monaten gesprochen – auch über die Zeiten, in denen mein Papa vielleicht etwas zu viel Druck aufgebaut hat. Und dann höre ich von ihm, dass wohl nicht alles in Ordnung war. Das ist dann der Moment, wo man mit der Vergangenheit abschließt.

Sind Sie Ihrem Vater dankbar für die Zeit?

Garrett: Ja. Denn ich muss fairerweise sagen, ich hätte aufgehört mit dem Geigespielen. Aber das ist wohl normal für Kinder und Jugendliche, dass sich Interessen beim Heranwachsen verändern.

Würden Sie es bei Ihren Kinder auch so machen?

Garrett: Ich würde sie natürlich unterstützen, aber keinen Druck aufbauen. Aus eigener Lebenserfahrung weiß ich, wie unangenehm ich das empfunden habe.

Und weil Sie nie für etwas Zeit hatten, wie zum Beispiel eine Freundin?

Garrett: Zeit hätte ich jetzt schon (lacht). Ich hoffe, da wird sich bald mal wieder ein Kennenlernen ergeben, vielleicht beim Spazierengehen in New York.

Das Interview führten Maria Zsolnay und Teresa Winter

Mit seinem neuen Album Unlimited – Greatest Hits geht David Garrett im kommenden Mai auf große Crossover-Tournee – am 29. Mai spielt er in der Münchner Olympiahalle.

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