Steffen Kuchenreuther ist tot

Krebs! Der Ball verliert seine Seele

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Steffen ­Kuchenreuther hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

München - Steffen Kuchenreuther wollte unbedingt beim Jubiläum des Filmballs dabei sein. Doch am Ende reichte die Kraft nicht mehr, er verlor den Kampf gegen den Krebs: "Mr. Filmball" ist tot.

Die schönsten Film­momente sind die, in denen alle Emotionen aufeinandertreffen – Liebe, Lust, Leiden. In denen das Schicksal alle Fäden zusammenführt und der Zuschauer im dunklen Saal seinen Tränen freien Lauf lassen kann. Der ehemalige Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), Steffen Kuchenreuther, hat sich zu seinen Tränen im Kino stets bekannt. Denn am Ende war ja alles nur auf Celluloid erdacht. Beim 40. Deutschen Filmball aber ließ das Schicksal seine ­Fäden unbarmherzig im wahren Leben spielen – und jetzt ist Steffen ­Kuchenreuther (65) tot.

16 Mal war er Gastgeber des Filmballs – ein 17. Mal wollte er es am Samstag sein. Denn auch nach seinem Rücktritt als SPIO-Präsident vor einem Jahr blieb er „Mr. Filmball“ und wollte Münchens aufregendstes gesellschaftliches Ereignis organisieren. Nicht einmal seine Krankheit konnte ihn bremsen. Im Frühjahr hatte ihn mitten im Leben die Schockdiagnose getroffen: Lungenkrebs!

Und obwohl er immer schwächer wurde und für die Ausstellungseröffnung 40 Jahre Deutscher Filmball vor zehn Tagen schon alle Kräfte zusammennehmen musste – beim Jubiläumsfilmball wollte Kuchenreuther unbedingt dabei sein und ihn zusammen mit der neuen SPIO-Präsidentin ­Manuela Stehr eröffnen. Unbedingt. Dafür hatte er in den letzten Wochen hart und noch härter gegen die erbarmungslose Krankheit ­gekämpft.

Am Samstagmittag musste er zurück in die Klinik

Und dafür hatte er mit seiner Frau Soo Leng im ­Hotel Bayerischer Hof schon Zimmer bezogen. Doch mit jeder Stunde wurde der Lebens­faden dünn und dünner, und schließlich reichte die Kraft bis zum Abend nicht mehr. Steffen Kuchenreuther musste Samstagmittag zurück in die Klinik.

Während seine Frau Soo Leng, die Liebe seines Lebens, an seiner Seite wachte und weinte, applaudierten die 1000 Gäste im Festsaal des Bayerischen Hofes noch einmal dem Filmmann ­Steffen Kuchenreuther – mit Tränen in den Augen, wie bei Filmförderchef Dr. Klaus Schaefer und Gattin Gabi, Schauspielerin Ulrike ­Kriener, Radio-Boss ­Georg Dingler oder Hitkomponist ­Ralph Siegel mit Gattin Kriemhild, ­Susanne ­Porsche und ­Xaver Schwarzen­berger – alles enge Freunde. Die Lücke am Tisch tat weh.

SPIO-Präsidentin Manuela Stehr, Staatsminister Thomas Kreuzer und Alt-Ministerpräsident ­Edmund Stoiber würdigten Kuchenreuthers Verdienste um die Branche, den Ball und den Film­standort München und beschrieben ihn als Menschen, der stets das verbindliche Wort suchte und das ­Leben zu lieben und zu feiern wusste.

Keine 24 Stunden später war dieses Leben zu Ende. Der Krebs hatte den Faden des Lebens endgültig zerfressen. Am Sonntag um 15.40 Uhr kam für Steffen Kuchenreuther der Frieden, und seiner Soo Leng, seiner Mutter und seinen Geschwistern hat es das Herz zerrissen.

Ulrike Schmidt

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