Legenden zu Gast in der Olympiahalle

Sting und Paul Simon: Zwei alte Hasen lassen’s krachen

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Giganten im Doppelpack: Sting (63) und Paul Simon (73) begeistern das Publikum.

München - Zwei Legenden, eine Bühne: In der ausverkauften Olympiahalle präsentierten sich Sting und Paul Simon im Doppelpack.

Nach dem desaströsen Münchner Auftritt von Art Garfunkel vor anderthalb Wochen mochte sich mancher gefragt haben, ob das gut gehen würde. Doch siehe da: Das Gipfeltreffen der Giganten geriet zu einem unvergesslichen Konzert voller magischer Momente. Und das Publikum tobte vor Begeisterung.

Rein optisch erinnern die beiden Ausnahmekünstler an Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito in Twins: Der 63-jährige Hüne Sting zeigt sich durchtrainiert mit hautengem T-Shirt und Hipster-Vollbart; sein angeranzter E-Bass scheint eher gealtert als er selbst; seine angeraute, volltönende Stimme erreicht nach wie vor mühelos himmlische Höhen. Der rundliche, zehn Jahre ältere und einen Kopf kleinere Simon wirkt mit seinem Filzhut neben seinem kraftstrotzenden Kollegen wie ein linkischer Intellektueller, wärmt aber die Herzen der Zuhörer mit der samtigen Melancholie seines noch immer glasklaren Gesangs.

Was den Langen und den Kurzen eint, sind ihre überragenden Songschreiber-Qualitäten – und eine schier unbändige Spiellust. Fast drei Stunden lang zaubern sie unsterbliche Klassiker aus fünf Jahrzehnten Popgeschichte auf die Bühne. Mal singen sie gemeinsam, mal allein, mal ihre eigenen Lieder, mal die des anderen. Hut ab vor der Leistung des Soundmixers: Weil die beiden Ausnahmekünstler ihre Bands verbandelt haben, stehen bis zu 17 virtuose Vollblut-Musiker gleichzeitig auf der Bühne. Und wenn Paul Simon, untermalt von gedämpften Trompeten-Tupfern, Stings Fragile singt, sorgt er damit ebenso für Gänsehaut wie Stings emotionale Interpretation des Simon-&-Garfunkel-Hits America. Was der Englishman und der New Yorker für wunderbare Brücken zueinander gebaut haben, zeigt schon der sensationelle Zugaben-Block: Da atmen sie etwa gemeinsam Every Breath You Take, singen Bridge Over Troubled Water. Danach bieten die beiden noch den Everly-Brothers-Song When Will I Be Loved? als intimes Duett, begleitet nur von den akustischen Gitarren der Protagonisten: der bescheidene Abschluss eines grandiosen Abends.

Marco Schmidt

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