Strafe abgesessen

Was macht eigentlich Karsten Speck?

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Karsten Speck ist wieder da - und engagiert sich für eine Charity-Aktion für Schüler.

München - Seine Schulden trägt er noch ab, seine Strafe hat er abgesessen: Karsten Speck ist wieder da. Im tz-Interview erzählt er, wie es ihm geht und warum er viel ernster geworden ist.

fit4future – so heißt die Initiative, mit der die Stiftung von Ex-Metro-Finanzchef Hans-Dieter Cleven ­Schüler in Bewegung bringen will, um sie fit für ihre Zukunft zu machen. In eine neue Zukunft ist auch der Schauspieler, Musiker und Entertainer Karsten Speck (53, Hallo Robbie!) gestartet, der mit seinem Freund Oliver Kegel den fit4­future-Song geschrieben und mit acht Münchner Kids eingesungen hat.

Speck hat seine Strafe abgesessen, die Schulden trägt er noch ab – und das Fernsehen hat ihn wiederentdeckt! Drei Produktionen sind abgedreht – u. a. Das Traumschiff –, in Stuttgart präsentiert Karsten Speck ab 12. September die Varieté-Show V­isionen, im Winter spielt er wieder Theater in Braunschweig und er schreibt an einem eigenen musikalischen Bühnenprogramm. tz-Kolumnistin ­Ulrike Schmidt gab er eines seiner heute sehr selten gewordenen Interviews:

Also – alles wieder okay?

Karsten Speck: Ja, es geht mir gut. Für das, was passiert ist, habe ich hart bezahlt. Speck is back.

Wie haben Sie die vergangenen zehn Jahre verändert?

Speck: Ich bin fokussierter geworden.

Sie wirken aber auch sehr viel ernster als früher ...

Speck: Es stimmt, ich bin nicht mehr ganz so leicht, aber ich habe mein Lachen wiedergefunden. Ich gehe heute an manche Sachen mit mehr Tiefe ran. Früher konnte mich jeder anfassen, das ist jetzt nicht mehr so. Ich bin auch längst nicht mehr so vertrauensselig.

Sie waren jahrelang vom Bildschirm verschwunden, erst letzten Herbst kamen wieder Angebote. Sie haben aber immer Theater gespielt – was bedeutet Ihnen das Comeback im TV?

Speck: Wenn man an einem Abend Millionen erreichen kann, ist das natürlich auch was anderes, als wenn es nur ein paar Hundert im Theater sind, obwohl ich die Bühne natürlich sehr liebe. Der Großteil meines Publikums ist mir treu geblieben – ich habe auch in meinen düstersten Zeiten Fanpost bekommen.

Speck: "Ich habe ein Herz wie eine Kuh"

Und jetzt helfen Sie Kindern, fit zu werden ...

Speck: Ich habe immer Charity gemacht und ein Herz wie eine Kuh, auch wenn ich nicht darüber gesprochen habe. Geteiltes Glück war und ist für mich immer doppeltes Glück. Die Idee für den Song kam mir auf dem Berliner Funkturm, als ich da oben einen Flügel stehen sah. Ich hatte sofort die Melodie und den Refrain im Kopf: „fit4future ist nur ein kleiner Schritt und alle machen mit“.

Sie haben doch schon als kleines Kind mit dem Klavierspiel angefangen ...

Speck: Ja, ich hab jeden Tag eine Stunde geübt. Aber erst kamen die Hausaufgaben – und nach der Musik auch der Sport. Sport war immer wichtig für mich – Leichtathletik, Zehnkampf, auch viele Ballsportarten. Ich sitzte übrigens gerade auf dem Spinning-Rad, während wir telefonisch das Interview führen. Ich halte meinen Puls auf 120 ...

Und diese Begeisterung wollen Sie jetzt Kindern vermitteln?

Speck: Die Kids heute haben ja nur noch das Handy in der Hand oder sitzen vor dem Laptop. Wer spielt denn noch draußen?

Wie sieht das Ihr 17-jähriger Sohn Konstantin?

Speck: Er macht viel Sport – auch die Kampfkunst Wing Chun. Wir machen auch viel gemeinsam: Fitness- und Konditionstraining. Er hat eine unglaubliche Disziplin und kann sich auch mal nur in seinem Zimmer sportlich beschäftigen: eine Dreiviertelstunde nur Liegestütze und Klimmzüge. Das fehlt vielen Kindern heute – es fehlt ihnen ja meistens auch das Vorbild. Übrigens auch beim gesunden Essen.

Können Sie denn auch kochen?

Speck: Ja. Ich kann gut asiatisches Essen – Hühnchen, Reis, Nudeln. Aber es gibt auch ganz einfache Gerichte, die gesund sind: Quark und Kartoffeln zum Beispiel. Konstantin achtet sehr auf seine Ernährung. Man kann ja auch mal Süßigkeiten essen, aber eben nicht nur und gleich in der Früh. Ich zum Beispiel liebe meine Weißwürste und Thüringer Klöße – und davon kann man auch mal viel essen, wenn man sich danach wieder bewegt.

­Ulrike Schmidt

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