500 echte Bayern im Augustinerkeller

Symposium Bavaricum: So eine Riesen-Gaudi!

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Ein Blick in den Saal.

München - Nach einem Jahr trauriger Pause ist es am Samstag wieder geschehen und 500 geladene Gäste, die meisten in fescher Tracht, strömten am Samstagvormittag in den Augustinerkeller in der Arnulfstraße, um sich bei politisch gewürzter und geistreicher Unterhaltung beim Symposium ­Bavaricum zu amüsieren.

Seit 30 Jahren veranstaltet Orthopädie-Professor Dr. Wolfgang Pförringer den Kongress bayerischer Lebensart – die letzten zehn Jahre zusammen mit Dr. Jannik Inselkammer, Mitinhaber der Augustiner-Brauerei. Doch durch den tragischen Tod des Brauerei-Bosses im Frühjahr 2014 wurde das Symposium auf Eis gelegt. Zur großen Freude aller hat sich Nicole Insel­kammer entschlossen, dieses Lieblingsprojekt ihres Bruders mit Prof. Pförringer weiterzuführen.

Was das Symposium ist? „Ein Kongress der multifaktiorellen Chronozytologie alienogener nonbavaresker monosynaptischer Tetrapoden“ – oder auch kurz „Mia san mir“.

Freuten sich übers Wiedersehen: die Schauspieler und Kabarettisten Monika Gruber und Andreas Giebel.

Auf jeden Fall ist es eine Mischung aus Kabarett und bayerischem Nonsens. Mit Spannung erwarteten die Gäste den Vortrag von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der zum Thema Liberalitas Bavariae – das bayerische Lebensgefühl referieren wollte. Doch die Griechen hatten etwas gegen diesen Auftritt – kurzfristig wurde zur Kabinettssitzung gebeten. Spontan sprang Kabarettist Wolfgang Krebs für Seehofer ein und schlüpfte grandios in die Rolle des Ministerpräsidenten. Als solches ließ er wissen, dass er als Ministerpräsident nicht alle Fehler selber machen müsse: „Ich gebe auch anderen eine Chance.“ Immerhin, die Monstertrassen seien weg und an der Schuldenfreiheit bis 2030 müssen wir weiter arbeiten. „Wenn ich gewusst hätte, dass ein Börsengang mehr bringt als deutsche Ingenieurskunst, wäre ich mit Söder schon lange an die Börse gegangen“, versicherte er den begeisterten Gästen,

Auch Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel hatte zur Gaudi etwas beizutragen, sie amüsierte die Gäste mit Episoden über durchgeknallte VIPs: „Wir müssen die nicht wie die NSA abhören, die erzählen uns alles von selbst.“

Wolfgang Krebs in der Rolle des Horst Seehofer mit der echten Karin Seehofer.

Der Saal tobte vor Begeisterung, als der beliebte und reichlich unkonventionelle Stadtpfarrer Rainer M. Schießler aufs Podium stieg. Er stellte sich unter großem Beifall erst einmal als ein Mann von 93 Kilo und geballter Erotik vor. Dann rief er zum Gebet: „Herrgott ist des ­Bayernland schee, brauchst a lebdag lang, bist es verstehst“, fuhr er mit seinem hoch intellektuellen Vortrag fort. „Von Kindesbeinen an haben die Bayern ein tolles Selbstbewusstsein mit ihrer Sprache und Frömmigkeit“, lobte er. „Sie reden recht gerne im Konditional, sagen nicht ,I hab durscht‘, sondern ,Kannt sei, dass i Durscht hab‘. Nicht jeder kann damit umgehen, aber eins haben Bayern und Christen gemeinsam: die Grundfreude zum Feiern. Prost!“

Für Wirte-Napoleon Richard Süßmeier blieben nur seine berühmten und witzigen Sprüche, denn er hatte sein ganzes humoristisches Konzept dieses Jahr auf Horst Seehofer aufgebaut und der war nicht gekommen.„Das war wieder einmal einfallsreicher, anspruchsvoller Humor!“, lobte Kabarettist Andreas Giebel den Kongress.

Die Bavaricum-Gastgeber Prof. Dr. Wolfgang ­Pförringer und ­Nicole Inselkammer – im Bild mit Dr. Dominik ­Pförringer (re.)

Beibayerischen Schmankerl amüsierten sich u.a.: Isartaler-Holzhaus-Boss Gustl Inselkammer und Gattin Susi, Uschi Prinzessin zu Hohenlohe und Ehemann Peter, Argenta-Chef Dr. Helmut Röschinger mit Eva ­Müller, Innenarchitekt Heino Stamm und Gattin Christina, Unternehmer Viktor Erdmann mit Gattin Sandra, Mercedes-Benz-Statthalter Ulrich ­Kowalewski, Monaco-Konsul Prof. Dr. Alexander Liegl und Gattin Isabelle, Christian Graf von Pfuel, Anwältin Sabina Frowitter sowie Finanzexperte Franz Wamsler und Ehefrau ­Susanne.

Linda v. Beck

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