„Unendlich traurig“

„Tatort“-Schauspielerin gestorben - Sie war kürzlich erst in der ARD-Reihe zu sehen

Die Theater- und Filmbranche trauert. Am 3. März ist Schauspielerin Katharina Matz gestorben. Sie wurde 90 Jahre alt. Zuletzt spielte sie im Berliner „Tatort“.

München / Berlin - Die Schauspielerin Katharina Matz ist am Mittwoch (3. März) im Alter von 90 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Das bestätigte das Deutsche Theater unter Berufung auf das Umfeld der Schauspielerin. „Das Deutsche Theater Berlin trauert um eine Kollegin, Weggefährtin und Freundin“, hieß es. Noch im Oktober 2020 war Matz in der Berliner „Tatort“-Folge „Ein paar Worte nach Mitternacht“ zusammen mit den Ermittlern Rubin und Karow zu sehen.

Deutsche Schauspielerin Katharina Matz gestorben

Die im böhmischen Haindorf - dem heute tschechischen Hejnice - geborene Matz war nach einer Schauspiel-Ausbildung in Magdeburg zunächst in Greifswald engagiert. Von 1954 an gehörte Matz für zunächst vier Jahre zum Ensemble des Deutschen Theaters.

Katharina Matz (2.v.l.) auf einem Foto aus dem Jahr 2011 bei Dreharbeiten zum ZDF-Film „Die Erlöser AG“.

Die Theaterchefin Ida Ehre konnte Matz Ende der 50er Jahre nach Hamburg verpflichten, wo sie zunächst an den Kammerspielen wirkte und dann zum Thalia Theater wechselte. Dort arbeite sie mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Leander Haußmann, Stephan Kimmig oder Andreas Kriegenburg zusammen, der sie im „Urfaust“ in der Titelrolle besetzte.

Katharina Matz gestorben: Sie spielte im „Tatort“ mit - „Wir vermissen sie schon jetzt“

Am Deutschen Theater in Berlin spielte sie seit 2012 regelmäßig als Gast, zuletzt probte Matz kurz vor Ausbruch der Pandemie 2020 noch für die Uraufführung von „Das Herz der Krake“ von Nis-Momme Stockmann.

„Sie hatte einen trockenen Humor und ein helles Lachen. Und sie lachte gern und oft. Katja Matz war trotz ihrer 90 Jahre jung im Herzen“, schrieb Intendant Ulrich Khuon in einem Nachruf. Das Verhältnis zu vielen Kolleginnen und Kollegen, Regisseurinnen und Regisseuren beschrieb er als „geradezu innig“. „Katja Matz hatte die Fähigkeit Wege mitzugehen, nicht Bescheid zu wissen, einfach neugierig zu bleiben, auch auf Menschen. [...] Wir vermissen sie schon jetzt und müssen doch loslassen.“

Auf der Social-Media-Plattform Facebook bekundeten viele Fans ihre Trauer. So schrieb ein Facebook-User: „Sehr traurig, wollte noch nach Berlin fahren um Sie im Deutschen Theater zu sehen, Corona kam dazwischen.“ Eine andere Userin schrieb: „Unendlich traurig!“

Neben der Bühne war die Schauspielerin auch in Filmen und TV-Produktionen zu sehen. In den 50er Jahren wirkte sie in Defa-Filmen wie „Carola Lamberti - Eine vom Zirkus“ oder „Hotelboy Ed Martin“ mit. Im Westen stand sie später unter anderem mit Hildegard Knef und Hansjörg Felmy vor der Kamera. Das Fernsehpublikum konnte Matz zuletzt in der SWR-Serie „Der letzte Wille“ erleben. (dpa/mbr)

Zuletzt war die Trauer um einen „Verbotene-Liebe“-Star groß. Er machte sein Leiden zuvor nicht öffentlich.

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