Rapper ist enttäuscht von Kandidaten

"The Voice of Germany": Sido bricht wütend die Regeln - Mark Forster geschockt

Sido ist von seinem Battle-Duo enttäuscht und feuert zwei Kandidaten. Das gab es noch nie bei "The Voice of Germany"

  • Bei „The Voice of Germany“ starteten am Sonntag (13.10.2019) die Battles.
  • Dabei treten zwei Kandidaten gegeneinander an: Duell eins gegen eins.
  • Sido fand die Leistung von zwei Kandidaten richtig schlecht - mit drastischen Konsequenzen.

Köln - Mark Forster (35) konnte es kaum fassen: „Gilt das denn?“, fragte der „Chöre“-Star die Moderatorin Lena Gercke (31). Denn Forsters Coach-KollegeSido (38) hatte in der Show am Sonntagabend gerade den absoluten Knaller gebracht: Weil er beim Auftritt seines Battle-Duos sowohl von Tyrone (22) als auch von Janet (28) enttäuscht war, feuerte er kurzerhand einfach beide. „Ich glaube ernsthaft, dass ihr beide keine Chance habt weiter in dieser Sendung. Und ich nehme keinen von euch“, so das harte Urteil des früheren Masken-Rappers. „Das ist hart!“, entfuhr es Jury-Mitglied Alice Merton (26), die Anfang des Jahres ihr Album „Mint“ veröffentlicht hat. Kein Wunder - eine doppelte Abfuhr gab es noch nie bei „The Voice of Germany“!  Ex-GNTM-Kandidatin Sally flog ebenfalls nach einem Diss von Sido aus der Show.

Absage von Rapper Sido - Unverständnis bei anderen Juroren

Dabei hatten die beiden mit ihrer Performance zumindest das Publikum mitgerissen - und auch die anderen „The Voice of Germany“-Coaches konnten die Total-Absage von Rapper Sido nicht nachvollziehen. Deswegen nutzten zwei von ihnen auch den „Steal Deal“ und holten sich die beiden in ihre Teams - Tyrone wechselte zu Rea Garvey (46), Janet zu Mark Forster. Während Rapper Tyrone damit für die „Showdown“-Runde eine neue Chance bekommen hat, war die kurze Erleichterung für Sängerin Janet kurz darauf auch schon wieder hin: denn Mark Forster, der 2018 Gastgeber bei der Vox-Show „Sing meinen Song - das Tauschkonzert“ war, klaute sich beim nächsten „Steal Deal“ eine andere Sängerin - und somit ist die Show für Janet endgültig vorbei.

„The Voice of Germany“: Sido nennt Tyrone „anfängermäßig“, Janet schlechter als in den Proben

Auf Instagram stieß Sidos Ansage auf geteilte Reaktionen. Doch was genau störte Sido denn so sehr an den beiden? Tyrones Rap nannte Sido „anfängermäßig“. Irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, wie übergriffig der „Mein Block“-Star anfangs gewesen war, um Tyrone in sein Team zu holen - und sich dafür eine Schimpftirade von Mit-Juror Mark Forster, der ein FC-Bayern-Spiel als Co-Kommentator begleitet, anhören musste. Tyrone hatte bei der „The Voice of Germany“-Blind Audition mit „Mockingbird“ von Eminem überzeugt und konnte danach sogar frei sein künftiges Team wählen. Ob er mittlerweile bereut, sich für den knallharten Sido, der mit Charlotte Würdig verheiratet ist und zwei Kinder hat, entschieden zu haben?

Zum Finale: Claudia Emmanuela Santoso ist die Gewinnern der diesjährigen "Voice of Germany"-Staffel. Die 19-Jährige, die in München studiert, bekam mit großem Abstand die meisten Stimmen der Zuschauer.

„The Voice of Germany“: Schlechte Songauswahl schuld?

Janet wiederum hatte den geläuterten Skandal-Rapper noch bei den Proben mehr überzeugt als Tyrone - aber beim Auftritt auf der großen „The Voice of Germany“-Bühne zeigte sie ihr Talent seiner Meinung nach nicht. Allerdings war es schon bei den Proben zu Ärger zwischen den beiden gekommen. Wie bild.de berichtet, war Janet, die im ersten Durchgang mit „Dance with my Father“ von Luther Vandross überzeugt hatte, von Sidos Songauswahl für ihr Battle überhaupt nicht begeistert. „What‘s my Name“ von Rihanna und Drake wollte der Rapper von ihnen hören - für Janet war die diese Entscheidung „wie ein Schlag ins Gesicht“. Die Balladen-Spezialistin war wohl der Meinung, ihre Talente bei diesem raplastigen Song nicht zur Geltung bringen zu können.

Am Sonntag gab Sido, der zuletzt mit Kool Savas das Album „Royal Bunker“ veröffentlichte, sogar zu, dass in seinem Herzen mehr Platz für Rap ist als für Gesang: „Wärt ihr beide gleich gut gewesen, hätte ich mich für den Rapper entschieden. Aber ihr wart beide für mein Verständnis gleich schlecht.“ Auf Instagram stieß Sidos Ansage auf ein geteiltes Echo: „Völlig unverständlich“, schreibt eine Userin, ein anderer ist anderer Ansicht: „Endlich mal ein Coach der Tacheles redet und ehrlich seine Meinung sagt und auch dazu steht.“

„Voice of Germany“: Rea Garvey findet Sidos Entscheidung richtig - und klaut trotzdem Tyrone

Coach Rea Garvey zollte Sido für seine umstrittene Entscheidung Respekt: „Das ist die richtige Einstellung. Du willst mit diesen Personen weiterkommen und wenn du nicht den Glauben hast, dann solltest du auch nicht mit denen arbeiten.“

Rea Garvey glaubt offenbar an seine Kandidaten: Ex-DSDS-Teilnehmer Erwin Kintop singt im Finale mit einem Mega-Star, wiemannheim24.de* berichtet.

The Voice of Germany“ wird seit 2011 bei Pro Sieben und Sat.1 ausgestrahlt. Drei Millionen Menschen schalteten im vergangenen Jahr bei Staffel 8 ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass der ehemalige „Aggro Berlin“-Rapper Sido bei „The Voice of Germany“-Kandidaten vor den Kopf stößt: Nachdem der zuvor gescheiterte Kandidat Domenico die letzten Momente im Rampenlicht noch nutzen wollte, um seiner Freundin Vanessa auf der großen Bühne einen romantischen Heiratsantrag zu machen, unterbrach Sido die beiden unsanft und scheuchte sie von der Bühne - was bei den anderen Jury-Mitgliedern gar nicht gut ankam.  

Das sind die neuen Juroren bei „The Voice of Germany“

Und auch die Fehde zwischen Sido und Mark Forster ist den „The Voice of Germany“-Zuschauern schon länger bekannt - sie stritten nicht nur um Tyrone, sondern auch um Sänger Bastian. Dabei verließ Sido sogar ohne Erklärung die Sendung - um kurz darauf „verkleidet“ als Mark Forster wieder aufzutauchen. Der spielte allerdings mit und tauschte sogar sein Shirt mit dem Rapper. Ob das Ganze nur Spaß ist oder einen ernsten Hintergrund hat, wurde den Fans bei diesem Hin und Her nie so ganz klar.

"The Voice of Germany" scheint 2019 nicht so erfolgreich zu werden wie in den Vorjahren. Das verrät ein Blick auf die Einschaltquoten. Bereits jetzt ist die Show im jungen Publikum bei ProSieben auf einen Marktanteil von 16,7% gerutscht

Am Ende siegte eine 19-jährige Münchnerin bei The Voice of Germany. (tz.de)*

*tz.de und mannheim24.de sind Teil des budnesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © SAT.1/ProSieben/André Kowalski

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