„Das Leben war ja immer gefährlich“

Thomas Gottschalk verwirrt im TV-Talk mit kuriosem Corona-Vergleich

TV-Urgestein Thomas Gottschalk war beim WDR im Talkformat „Die letzte Instanz“ zu Gast. Ein Thema: Corona-Sünder und Corona-Denunzianten.

  • Thomas Gottschalk ist bekannt für seine lockere Zunge.
  • In einem WDR-Talk irritiert er jedoch mit einem komischen Corona-Vergleich.
  • In der Show ging es unter anderem an Denunzianten, die Corona-Sünder anschwärzen.

Düsseldorf - Entertainer Thomas Gottschalk war und ist nie um einen flotten Spruch verlegen. Das war schon zu seiner Zeit als „Wetten, dass..?“-Gastgeber so. Am Montagabend (9.11.) war der mittlerweile 70-Jährige mal wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Und zwar in der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ von Moderator Steffen Hallaschka. Mit dabei neben Gottschalk: Autor und Moderator Micky Beisenherz, die Tatort-Schauspielerin Christine Urspruch sowie die Hamburger Szenegröße Kalle Schwensen.

Ein Thema der Sendung waren Corona-Denunzianten. Die Frage an die Gäste lautetet: „Ist es okay, Regelbrecher zu melden?“ Hintergrund ist, dass die Stadt Essen Denunziantentum wieder salonfähig macht. In einem Einspielfilm der WDR-Show heißt es : „Wer in Essen einen Corona-Sünder in flagranti erwischt, füllt einfach auf der Hompage der Stadt Essen ein Formular für Profispitzler aus. Beweisfoto-Upload inklusive.“

Thomas Gottschalk mit kuriosem Corona-Vergleich - „Das Leben war ja immer gefährlich“

Eigentlich waren sich die vier Gäste der Show von Beginn an einig: Anschwärzen geht gar nicht! Moderator Hallaschka konfrontiert Micky Beisenherz mit einem fiktiven Beispiel, dass sich in anderer Form aber genau so abgespielt haben soll: „Wenn du erfährst, dass die Kita-Erzieherin deiner Tochter am Wochenende auf einem illegalen Rave war, am Montag aber wieder fröhlich pfeifend in der Schmetterlings-Gruppe aufschlägt. Wie würdest du dich verhalten?“

Die Antwort des Autors: Es brauche in diesem Fall Rückgrat. Er würde die Kita-Erzieherin jetzt nicht zur Polizei zerren, aber durchaus damit konfrontieren. „Meinst du, dass lässt sich mit deinem Job als Kita-Erzieherin vereinbaren?“, würde Beisenherz an sie appellieren. Zustimmung folgt von allen Seiten - wobei nicht ganz. Thomas Gottschalk redet sich bei diesem Thema fast schon in Rage.

Thomas Gottschalk irritiert in WDR-Show mit Corona-Vergleich

„Das Leben war ja immer gefährlich“, beginnt die TV-Größe. „Kinder in Kitas konnten von Wespen gestochen werden, tausend Dinge konnten passieren. Wenn ich mein Kind in die Kita schicke, muss ich billigend in Kauf nehmen, dass irgendetwas passiert, was ich nicht beeinflussen kann. Und dass ein besoffener Lehrer meine Tochter beißt oder eine Rave-Kita-Tante in irgendeiner Form, das ist ein Risiko, das muss ich in der heutigen Zeit, seitdem wir Corona haben, eben in Kauf nehmen“, so Gottschalk.

Selber sei er nie einem Risiko aus dem Weg gegangen, schließt der 70-Jährige sein Kurz-Plädoyer ab: „Sonst wäre ich ja heute gar nicht da.“ Gottschalks Meinung dürfte sicher nicht von jedem in Deutschland geteilt werden. Einen Wespenstich mit einer möglichen Corona-Infektion gleichsetzen? Naja. In der Runde herrscht aber unisono Zustimmung. Besonders Micky Beisenherz hatte große Freude daran mit Thomas Gottschalk zu talken, wie es scheint. Auf Instagram schreibt er: „Thomas Gottschalk zu treffen ist für jemanden meiner Generation so etwas wie eine bessere Papst-Audienz. Und dann hat der Mann mir sogar noch zweimal Recht gegeben.“

Rubriklistenbild: © Screenshot WDR-Mediathek

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