„Ich bin queer!”

Hollywood-Star Tilda Swinton outet sich mit 60 Jahren

Tilda Swinton
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Tilda Swinton klärt auf

Tilda Swinton outet sich als queer. In einem Interview spricht sie nun beiläufig und zum ersten Mal über ihre sexuelle Orientierung.

  • Tilda Swinton plaudert aus ihrem Liebesnähkästchen und outet sich dabei als queer.  
  • Schon immer habe sich die schottische Schauspielerin queer gefühlt. 
  • Schauspielerin wollte Swinton zunächst eigentlich nicht werden. 

Inverness – Tilda Swinton überrascht mit einem Outing. Im Interview mit der britischen Vogue geht es um die in Erfüllung gegangen Lebensziele der Schauspielerin und natürlich wird in einem Interview mit der Modebibel, auch das Thema Mode und Fashion beleuchtet. Dabei sprach sie über ihre wunderbare Verbindung zu dem verstorbenen Karl Lagerfeld und die besondere und inspirierende Beziehung zu Chanel. Doch dann nimmt das Gespräch Kurs auf ein ganz anderes, viel interessanteres Thema. Die zweifache Mutter outet sich beiläufig so eben mal als queer. Es ist das erste Mal, dass die Oscar-Preisträgerin, die vergangenen November ihren 60. Geburtstag feierte, offen über ihre Sexualität spricht. Doch Swinton verrät, dass sie sich schon immer queer gefühlt habe. Sie habe nur nach ihrem queeren Zirkus gesucht, der zu ihr passt. Und nun, da sie ihre queere Welt gefunden habe, sei es ihre Welt, offenbart die Schauspielerin.

Für die Darstellerin sei die Definition des Wortes queer außerdem nicht auf nur das Geschlecht oder die Sexualität beschränkt, es habe viel mit Sensibilität zu tun, so Swinton. Und auch ein Blick auf ihre Filmrollen verraten: Auf einen spezifischen Geschlechtertyp, hat sie sich nie festgelegt. Denn vor der Kamera zeigte Tilda, dass sich ihre Figuren nur selten in klare Kategorien einteilen lassen.

Tilda Swinton ist in ihrem Leben angekommen

Der kreative Weg der Schauspielerin fing jedoch ein bisschen holprig an. Nachdem sie sich in den 80er Jahren in Cambridge eingeschrieben hatte, um einen Abschluss in Sozial- und Politikwissenschaften zu machen, war neben dem Studium zu der damaligen Zeit ihre große Leidenschaft das Schreiben. Allerdings stellte sie fest, dass sie nicht wirklich gut darin war - ein vermeintlicher Misserfolg, der sie schließlich zum Theater führte. Vor ein paar Jahren traf Tilda ihre damalige Tutorin wieder, als ich nach Cambridge zurückkehrte, um dort die Film- und Medienschule zu eröffnen. Sie sei so neidisch gewesen, weil es zu ihrer Zeit keine Kurse in Kino gab, erzählt sie. Doch glücklicherweise tat das ihrem Werdegang nicht viel ab.

In dem Gespräch ging es auch um ihre Lebensziele aus Kindertagen. Ihre einzigen Ambitionen seien es gewesen, in einer Familie zu leben, Freunde zu haben, die sie zum Lachen bringen und über ihre Witze lachen und in den schottischen Highlands zu leben, am See, mit vielen Hunden und einem Gemüsegarten, so die Schottin. All das sei in Erfüllung gegangen. 

Swinton ist Mutter der 23-jährigen Zwillinge Honor Xavier. Seit 2004 ist sie mit dem deutschen Künstler Sandro Kopp liiert und lebt mit ihrer Familie nordöstlich der schottischen Stadt Inverness.

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