Provokativ, polarisierend, umjubelt

Till Lindemann und Rammstein – von den Anfängen bis heute

Till Lindemann (l-r), Paul H. Landers,  Richard Kruspe, Oliver Riedel und Christoph Schneider der Band Rammstein.
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Till Lindemann feierte mit der Band Rammstein weltweite Erfolge.

Till Lindemann feierte mit der Band Rammstein weltweite Erfolge. Seit 1994 veröffentlichten die Bandmitglieder zahlreiche Alben und absolvierten große Tourneen.

  • Der kommerzielle Durchbruch gelang Till Lindemann mit Rammstein 1997 mit dem Album „Sehnsucht“.
  • Der Musikstil gilt als „brachial“ und gehört zur Musikrichtung der „Neuen Deutschen Härte“.
  • Rammstein sorgten mit ihren Songs mehrmals für größere Skandale und haben bis heute über 20 Millionen Tonträger verkauft.

Berlin – Till Lindemann, Oliver Riedel, Christoph Schneider und Richard Kruspe gründeten 1994 die Band Rammstein. Kurze Zeit später stießen Paul Landers und Christian „Flake“ Lorenz hinzu. Typisch für die Band sind die tiefe Stimme von Bandleader Till Lindemann und sein rollendes „R“. Die pyrotechnischen Bühnenshows mit viel Feuer und Provokationen sorgen stets für großes Aufsehen. Lindemanns deutschsprachige Texte lassen viel Interpretationsspielraum und brachten die Bandmitglieder mit Themen wie Inzest und Kannibalismus immer wieder in die Schlagzeilen.

Till Lindemann und die anderen Mitglieder der deutschen Erfolgsband

  • Till Lindemann: Text und Gesang
  • Richard Zven „Scholle“ Kruspe-Bernstein: Gitarre, Synthesizer
  • Paul H. Landers: Gitarre
  • Oliver Riedel: Bass
  • Christian „Flake“ Lorenz: Keyboard, Synthesizer, Klavier
  • Christoph „Doom” Schneider: Schlagzeug, Perkussion

Ihren Musikstil bezeichnen die Bandmitglieder selbst als „Dance Metal“, 1995 erschien das erste Album „Herzeleid“. Mit diesem gingen sie als Vorband der Dark Electro Band Project Pitchfork auf Deutschlandtour. Der Durchbruch gelang dann zwei Jahre später mit dem Album „Sehnsucht“, dessen Hits „Engel“ und „Du hast“ auch weltweit Gehör fanden. Inzwischen hat die Band sieben Studioalben veröffentlicht und über 20 Millionen Platten verkauft.

Till Lindemann: Die Alben von Rammstein auf einen Blick

  • 1995 „Herzeleid“
  • 1997 „Sehnsucht“
  • 2001 „Mutter“
  • 2004 „Reise, Reise“
  • 2005 „Rosenrot“
  • 2009 „Liebe ist für alle da“
  • 2019 Album ohne Namen

Rammsteins Rekorde, Erfolge und Livealben

Das erste Album „Herzeleid“ verkaufte sich über eine Millionen Mal. Das Album „Rosenrot“ von 2005 fand wieder mehr als eine Million begeisterte Abnehmer. Darüber hinaus veröffentlichten Till Lindemann und Co. auch mehrere Livealben. „Live aus Berlin“ erschien 1999, „Völkerball“ 2006 und „Rammstein: Paris“ 2017. Alle großen Hits versammeln sich auf dem Best-of-Album „Made in Germany 1995-2011“, das 2011 herauskam.

Till Lindemann & Rammstein: Tourneen von 1995 bis 1999

Von Anfang an gingen die Bandmitglieder regelmäßig auf Tournee rund um den Globus. 1995 starteten sie mit zwei Deutschlandtourneen. 1996 konnten sie schon als Vorband auf der Abschiedstour der Ramones glänzen. 1996 und 1997 folgten weitere Tourneen durch Deutschland und Österreich. Im gleichen Jahr ging es über den großen Teich zu einer Konzertreihe in die USA. 1998 spielten Till Lindemann, Flake und Co. acht Konzerte auf ihrer Südeuropatour durch Frankreich, Portugal und Spanien. Ebenfalls im gleichen Jahr fand die Family Values Tour statt, zusammen mit Limp Bizkit, Ice Cube und Korn. 1999 ging Rammstein sogar auf Tour mit KISS.

Till Lindemann & Rammstein: Auftritte auf der ganzen Welt

Ab 2001 zog es Rammstein dann bei ihren Tourneen auf die übrigen Kontinente: So gaben sie 2001 bei der Club-Tour/Big-Day-Out Konzerte in Australien und Neuseeland. Zwei weitere Shows führten sie nach Tokio und Osaka. Bis 2005 spielten sie danach fast nur in Europa. Eine Ausnahme machte 2001 die Pledge-of-Allegiance-Tour mit 23 Konzerten in den USA.

Till Lindemann & Rammstein: Die großen Tourneen seit 2009

Seit 2009 haben Rammstein weitere 13 Tourneen absolviert. So führte sie die Süd- und Nordamerika-Tour 2010 unter anderem nach Argentinien, Brasilien und Kanada. Ein Jahr später gaben Rammstein dann bei der Südafrika- und Festival-Tour Konzerte in Südafrika und traten bei Festivals auf. Europa und Russland standen als Spielorte bei der Festival-Tour 2013 auf der Agenda. 2016 folgte eine weitere Konzerttour mit 22 Festivals in 19 Ländern. Die Europa-Stadion-Tour führte sie 2019 in große Sportstadien von 17 Ländern. Wegen des Coronavirus legte Rammstein die für 2020 geplante Tour auf Eis.

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