Echt oder nur Show?

Tim Mälzer: Selbstinszenierung auf höchstem Niveau – ist das noch cool?

Tim Mälzer (50, r.) sitzt mit Moderator Sebastian Merget im Studio zur Aufnahme seines Podcasts „Fiete Gastro“.
+
Tim Mälzer (50, r.) sitzt mit Moderator Sebastian Merget im Studio zur Aufnahme seines Podcasts „Fiete Gastro“.

Tim Mälzer nimmt selten ein Blatt vor den Mund und kritisiert, was das Zeug hält. Nur an sich selbst scheint er nichts auszusetzen zu haben – er schäumt vor Selbstliebe.

Hamburg – Wer Tim Mälzer kennt, kennt ihn als Mann der Sprüche, der alles ausspricht, was er denkt und dabei auch gerne mal die Bundesregierung um Angela Merkel angreift*. Was ihm nicht passt, wird knallhart angesprochen und kritisiert. Wenn es um sich selbst geht, schlägt der TV-Koch aber ganz andere Töne an. Immer wieder verliert er sich in endloser Selbstbeweihräucherung und feiert sich für seine Ideen und Konzepte. Unter anderem für seine zahlreichen Kochboxen, die er bei Instagram bewirbt wie ein Vertreter*. Die Boxen verkauft er in einer Tour, um Teile seiner Umsatzverluste durch die Corona-Krise auszugleichen.

Aber nicht nur das. In seinem Podcast „Fiete Gastro“ setzte er jetzt noch einen obendrauf. Nicht nur, dass er selbst von sich sagte, dass er ein fantastischer Gastgeber sei. Nein, als perfekten Gast würde er sich auch noch sich selbst wünschen. Aber meint der Wahl-Hamburger wirklich alles so ernst, wie er es sagt oder ist bei der ganzen Sache auch jede Menge Ironie dabei? Immer hin gab er während der Jubiläumsfolge seines Podcasts zu, dass es eigentlich keinen Grund gäbe, den überhaupt aufzunehmen. Gut möglich also, dass Tim Mälzer bei seiner Selbstbeweihräucherung ganz schön in die Ironie-Kiste greift*. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare