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Tod nach Operation: Trauer um Peter Sadlo

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Frankfurter Musikpreis für Schlagzeuger Peter Sadlo
Peter Sadlo ist tot. © dpa

München - Das trifft. Es ist unbegreiflich: Nach einer Operation, der er guten Mutes entgegensah, ist der Schlagzeuger Peter Sadlo mit 54 Jahren am Freitag gestorben.

Seit 40 Jahren wird dieser Musiker bewundert und geliebt. Zuerst in seiner Geburtsstadt Nürnberg, als er die Kochtöpfe seiner Mutter als Instrumente entdeckte, als er, mit zwölf, Jungstudent am Nürnberger Konservatorium wurde und mit zwanzig Solopauker bei den Münchner Philharmonikern, wo er im engen, freundschaftlichen Kontakt mit Celibidache arbeitete. Jeder fragte damals: „Habt Ihr den Sadlo schon gehört?“ Er gewann sämtliche Preise, auch den ARD-Preis, begann 1997 seine Solo-Karriere mit Kammermusik-Projekten und Partnern wie Martha Argerich oder Gidon Kremer. Seine Schüler an der Münchner Musikhochschule und am Salzburger Mozarteum liebten diesen klugen, warmherzigen Lehrer, dem es wichtig war, weiterzugeben, was er konnte: Kraft und Vielseitigkeit und Sensibilität auf unzähligen Schlaginstrumenten. Sein Credo: „Rhythmus gehört zu der ursprünglichsten Form, sich musikalisch auszudrücken – noch weit vor Melodie oder Harmonie.“

Beate Kayser

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