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Tom Beck – so tickt der Schauspieler und Sänger

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Tom Beck, Filmpremiere BECKENRAND SHERIFF
Tom Beck © Frank Hoermann/SVEN SIMON / IMAGO

Tom Beck hat sich in Deutschland einen Namen als Schauspieler und Sänger gemacht. So wurde der Nürnberger zu dem TV-Star, der er heute ist.

Köln – Der deutsche Schauspieler und Sänger Tom Beck wurde am 26. Februar 1978 unter dem vollen Namen Thomas Helmut Beck in Nürnberg geboren. Heute ist er einer der bekanntesten Schauspieler im deutschen Film und Fernsehen. Mit „Cobra 11“ gelang ihm der große Durchbruch, singen und tanzen kann er aber auch.

Tom Becks erste Karriereanfänge: Seine Kindheit und Ausbildung zum Musical-Darsteller

Tom Beck wuchs als eines von acht Kindern in der Nürnberger Exklave Brunn auf. Vier seiner sieben Geschwister sind wie er als Schauspieler tätig. Die Schule beendete er 1998, als er am Neuen Gymnasium Nürnberg das Abitur machte. Danach entschied er sich, seine Leidenschaft für Film und Fernsehen zum Beruf zu machen und studierte von 1999 bis 2003 „Musical“ an der Bayrischen Theaterakademie. Seine Diplomarbeit war sein Solo-Theaterprogramm „Beck-Stage“.

Neben der Schauspielerei interessierte sich Tom Beck auch immer für die Musik und spielt Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Zur Musik bewegen kann er sich ebenfalls. Während seiner Musical-Ausbildung bekam er Unterricht in Ballett, Step, Modern, Jazz und Afro, unter anderem bei der bekannten Tanzlehrerin Trudie Campbell.

Als Teenager und junger Erwachsener spielte Tom Beck außerdem in mehreren Bands und sammelte erste Bühnenerfahrungen. Seine letzte Band, die den Namen „King Schlayer“ trug und Rockmusik machte, verließ er 2001 im ersten Studienjahr. Im selben Jahr wurde er beim Bundeswettbewerb Gesang für die beste Darstellung einer Musical-Szene ausgezeichnet.

Die ersten Rollen: So begann für Tom Beck die Karriere

Nach dem Studium begann für Tom Beck 2004 der Weg zur großen Karriere. Zunächst bleib er auf der Theaterbühne und spielte 2005 und 2006 Burr in „Wild Party“ am Theater Heilbronn, Christian in „Moulin Rouge“ im K4 Künstlerhaus Nürnberg und die Rolle des Danny im Musical Grease, das im Theater St. Gallen in der Schweiz aufgeführt wurde.

Nebenbei war der Schauspieler aber auch immer am Fernsehen interessiert und spielte kleinere Nebenrollen in TV-Produktionen. Die erste Hauptrolle bekam er 2004 als Josef Heynert in der Komödie „Ein krasser Deal“. Um mehr Bildschirm-Zeit zu bekommen, nahm Tom Beck in der Folge zahlreiche Nebenjobs an und war in einzelnen Folgen von Fernsehsendungen wie „Polizeiruf 110“, „Unser Charly“, „Soko 5113“, „In aller Freundschaft“, „Rosenheim Cops“ oder „Rosamunde Pilcher“ zu sehen.

Durchbruch mit Cobra 11: Mit diesen Rollen schaffte Tom Beck es auch ins Kino

Im Herbst 2008 gelang Tom Beck dann der große Durchbruch in der deutschen TV-Welt, als er eine Rolle in der Polizeiserie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ ergatterte. Bis Ende 2013 war er an der Seite von Schauspielkollege Erdoğan Atalay als Hauptkommissar Ben Jäger in der Serie zu sehen. Seinen Ausstieg aus der Sendung gab er im September 2012 bei einem Auftritt in der Bülent Ceylan Show bekannt. Nach seinem Ausstieg liefen allerdings noch einige weitere Folgen, die bereits gedreht worden waren. Die letzte „Cobra 11“-Folge mit Hauptkommissar Ben Jäger lief im Dezember 2013 auf RTL.

Nach dem Erfolg von „Cobra 11“ nutze Tom Beck das Momentum und nahm an verschiedenen TV-Shows teil. Im Sommer 2013 gewann er bei „Schlag den Star“ gegen den 26-jährigen Gerüstbauer Lajos Papudis. Die Spielsumme betrug 200.000 Euro. Im gleichen Jahr belegte er in der „TV total Stock Car Crash Challenge“ den vierten Platz. 2016 war er Teil des Promiteams bei „Grill den Henssler“ und nahm erneut bei „Schlag den Star“ teil, wo er dieses Mal 100.000 Euro gegen Moderator Daniel Aminati gewann. 2019 und 2021 trat er auch bei „Grill den Henssler“ erneut an. In der ProSieben-Sendung „The Masked Singer“ gewann Tom Beck als Faultier Fauli verkleidet 2020 die zweite Staffel.

Auch Rollen in TV-Serien und Filmen bekommt Tom Beck noch immer zur Genüge. 2015 war er im Fernsehfilm „Einstein“ – zu der es von 2017 bis 2019 auch eine gleichnamige Fernsehserie gab – als Polizeiberater Felix Winterberg zu sehen. Im gleichen Jahr bekam er eine Gastrolle in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. 2016 folgten mit „SMS für Dich“, „StadtLandLiebe“, „Männertag“ und „Dating Alarm“ wieder einige Kinofilme. 2021 war er in der Amazon Prime-Serie „Celebrity Hunted“ zu sehen und seit 2021 spielt er in der Fernsehserie „Friedmanns Vier“ mit.

Musikalischer Erfolg: Tom Beck kann auch singen – seine Alben landeten in den Charts

Auch im Musikgeschäft wollte Tom Beck sein Glück versuchen und konnte mit einer Single und drei Alben jedes Mal einen kleinen Chart-Erfolg verbuchen. Nachdem er bereits als junger Erwachsener viel Musikerfahrung gesammelt hatte, brachte er am 11. März 2011 seine erste Single „Sexy“ heraus, die sich eine Woche lang auf Platz 50 in den Charts hielt.

Am 8. April 2011 folgte sein Album „Superficial Animal“, das sich vier Wochen in den Charts hielt und bereits Platz 36 erreichte. Sein zweites Album „Americanized“ erschien im nächsten Jahr am 19. Oktober 2012 und landete auf Platz 29, wo es eine Woche blieb. Am 6. März 2015 kam Becks drittes Studioalbum „So wie es ist“ heraus, das sogar Platz 27 erreichte und zwei Wochen lang in den Charts war. Am 22. Mai 2020 folgte das Album „4B“.

Außerdem sang Beck drei der Lieder auf dem Soundtrack des komödiantischen deutschen Kinofilms „Aus der Tiefe des Raumes – mitten ins Netz!“ aus dem Jahr 2004.

Tom Becks Karriere als Unternehmer: Firma bekam viel Kritik – Auflösung 2020

Gemeinsam mit seinem Manager Timo Schmid und Henning Mielke gründete Tom Beck 2012 die Künstleragentur Check One Two Perfect. Das Unternehmen bot Label- und Verlagsdienstleistungen an und zählte neben Beck selbst auch andere Künstler wie Alex Alicke und Lauter Leben zu seinen Kunden.

Seit Oktober 2014 verwaltete die Firma auch die Webangebote von Bibi Claßens BibisBeautyPalace, wofür die Gründer 2015 viel Kritik einstecken mussten. Tom Beck, der als A&R-Manager, also als Talentscout für das Unternehmen tätig war, wurde zum Beispiel von Jan Böhmermann in dessen „Neo Magazine Royale“ vorgeworfen, mit der Werbung nicht transparent genug zu sein und junge Mädchen „seine Miete zahlen“ zu lassen. Grund dafür war, dass Bibi in einem Werbevideo eine 250 Euro teure Uhr empfohlen hatte, allerdings nicht anmerkte, dass sie bei Käufen über den von ihr angegebenen Link mitverdiente. Im April 2020 wurde die Check One Two Perfect GmbH aufgelöst.

Tom Beck ganz privat: Er spielt Tischtennis mit dem Kopf und hat zu Hause Frau und Sohn

Neben seinen vielen beruflichen Talenten, verfügt Tom Beck auch über ein sportliches Interesse und hat ein ganz besonderes Hobby. 2006 wurde die Sportart Headies in einem Freibad in Kaiserslautern erfunden, als Spieler entdeckten, dass man Tischtennis und Kopfball auch mischen kann. Bei dem Spiel wird ein weicher Ball mit dem Kopf wie beim Tischtennis über eine Platte hin und her befördert. 2014 veranstaltete Stefan Raab das „TV total Headis Spezial“-Event, an dem Tom Beck teilnahm. Seitdem liebt er die Sportart und geht, wenn es sein Terminkalender zulässt, dreimal die Woche zum Headies-Training beim Unisport Köln.

Privat ist Tom Beck mit der „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Schauspielerin Chryssanthi Kavazi glücklich, mit der er seit 2015 zusammen ist. Im August 2018 heiratete das Paar und am 9. November 2019 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren. Zwar teilen die beiden Stars, die in Köln leben, hin und wieder Familienschnappschüsse und private Aufnahmen auf ihren Social Media-Accounts, doch die Privatsphäre ihres Sohnes ist ihnen sehr wichtig. Das Gesicht des Kleinen haben die jungen Eltern noch nie gezeigt. Lediglich mal ein Hinterkopf oder ein Händchen bekommen die Fans zu Gesicht. Im Dezember 2020 postete Chryssanthi ein Bild von der kleinen Babyhand auf Klaviertasten auf Instagram und schrieb dazu: „Wie der Vater, so der Sohn.“ Vielleicht tritt Tom Becks Sohn ja irgendwann einmal in seine Fußstapfen?

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