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Menowin im tz-Interview: "Der Knast hat mir gut getan"

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Menowin Fröhlich © RTL / Stefan Gregorowius

Köln - Im tz-Interview spricht Menowin Fröhlich, einer der Favoriten bei "Deutschland sucht den Superstar" über die Show, seine Zeit im Gefängnis und sein Privatleben.

Halleluja! Bei dieser Stimme fällt selbst Dieter Bohlen in die Lobeshymnen ein: „Der liebe Gott hatte einen guten Tag, als er dir die Stimme und das Talent gegeben hat.“ Lob, das Ex-Häftling Menowin Fröhlich stärkt. Der Top-8-Kandidat bei Deutschland sucht den Superstar (DSDS), der in Ingolstadt lebt, will in der Casting-Show beweisen, dass er sich geändert hat – seiner Kinder Joel (3), Jiepen Jolina (19 Monate) und Geneve Maria Sonja (6 Monate) zuliebe.

Vor seinem Auftritt an diesem Samstag hat die tz mit ihm gesprochen.

Herr Fröhlich, Sie wurden 2005 zu zwei Jahren Haft verurteilt. Wie hat Sie diese Zeit geprägt?

Menowin Fröhlich: Der Knast hat mir gut getan. Es klingt doof – aber es war das, was ich gebraucht habe. Ich habe eine komplett andere Einstellung zum Leben bekommen und mich beruflich und musikalisch weitergebildet: Ich habe eine Grundausbildung zum Maler gemacht und Gitarre spielen gelernt.

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Sie waren 2005 schon einmal bei „DSDS“ unter den Top 20, mussten aber die Show wegen der Gefängnisstrafe verlassen. War das Thema Superstar für Sie abgehakt?

Fröhlich: Es war mir klar, dass ich auf alle Fälle noch mal zu DSDS gehen werde. Ich kam aus der Haft raus, zwei Wochen später ging ich zum Casting.

Wie war das Wiedersehen mit der Jury?

Fröhlich: Dieter Bohlens erster Spruch war: „Hey Player, wie waren so die letzten Jahre?“ Dann hat er mir den Zettel für den Recall in die Hand gedrückt und gemeint: „Ich bin echt gespannt, wie es mit dir weitergeht.“

Hatten Sie Angst davor, abgelehnt zu werden?

Fröhlich: Ich hatte richtig Schiss und es am schwersten von allen. Als die Leute gehört haben, dass ich wieder mitmache, haben viele gemeint: Was will der Knasti hier, der hat eh keine Chance. Die selben Leute rufen jetzt für mich an. Ich konnte ihnen in der Show beweisen, was ich drauf habe.

Sie betonen oft, dass Sie sich auch für Ihre drei Kinder ändern möchten.

Fröhlich: Sie sollen es einmal besser haben als ich.

Wann haben Sie ihre Kleinen denn zuletzt gesehen?

Fröhlich: Vor einer Woche. Aber ich telefoniere jeden Tag mit ihnen, also mit Joel. Mit Jolina auch, sie reißt den Hörer aus der Hand und ruft: „Papa?“ Und will mir dann irgendetwas erzählen. Unglaublich, wie schlau sie ist.

Schauen sie zu, wenn ihr Papa im Fernsehen auftritt?

Fröhlich: Ja, der Joel. Ich habe ihm Brille und Hut dagelassen, er kommt mit einem Mikrofon vor den Fernseher und tanzt los.

Am Samstag stehen Sie wieder auf der Bühne. Welches Lied singen Sie?

Fröhlich: Maria Maria von Santana.

Wie würde Ihr Leben weitergehen, wenn nach dieser Show mit „DSDS“ Schluss wäre?

Fröhlich: Das weiß ich nicht. Es gibt keinen Plan B. Es gibt nur Plan A, und der ist DSDS. Hier hängt meine Zukunft drin, meine Vergangenheit, einfach alles.

Interview: Eva Hutter

„Alle Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html

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