Die tz-Leserkritik: So gefiel mir der Tatort von gestern

tatort
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Volkmar Kriesch

München - „Architektur eines Todes“ hieß der drittletzte Tatort des Frankfurter ­Ermittlerduos Sänger & Dellwo – und es war einer seiner schwächsten.

Die Story über eine Stararchitektin in „Mainhatten“ war thematisch überladen: lesbische Liebe, eine Datingagentur für Karrierefrauen, ein Staatsanwalt, der private Interessen und Freundschaften in den Vordergrund stellt, ein koksender Callboy und die unvermeidliche, tragisch endende Liebesgeschichte – in dieser bunt gemixten Story ­mühte sich das kongeniale Paar Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf redlich, der Geschichte Tiefgang und Struktur zu verleihen. Leider war das Ganze viel zu durchsichtig aufgebaut. Als Sahnehäubchen bediente man ein paar Klischees über Karrierefrauen und die Dekadenz der „Upper Class“. „Architektur eines Todes“ fehlte das thematisch solide Fundament. Zu viele Handlungsstränge und problematisierte Beziehungen im Hintergrund erzeugten vielmehr eine „Architektur eines Wirrwarrs“.

Heute schreibt:

Name: Volkmar Kriesch

Alter: 40

Beruf: Versicherungsangestellter

Wohnort: Pfaffenhofen

Tatort-Fan seit: später Kindheit

Lieblings-Kommissare: die Münchner Batic & Leitmayr

Ich schaue Tatort weil...: …diese Krimis spannend und kurzweilig sind – meistens.

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