Auch Friesinger-Postma verrät Pläne

Renate Hildebrandt: So feiert sie Weihnachten

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Große Liebe: Renate und Dieter Hildebrandt.

München - Während sich Anni-Friesinger-Postma auf ihr erstes Weihnachtsfest zu viert freut, fürchtet sich die Witwe von Dieter Hildebrandt regelrecht vor den Feiertagen.

Die Flucht vor den Erinnerungen

Nicht für jeden ist Weihnachten das Fest der Freude. Renate Hildebrandt fürchtet sich regelrecht vor den Feiertagen. „Da kommen einfach zu viele Erinnerungen an meinen geliebten Gatten hoch. Und das tut weh“, erzählt die 77-Jährige gegenüber der tz. Im November 2013 war ihr Dieter in einem Münchner Krankenhaus einem Krebsleiden erlegen. „Ich vermisse ihn noch so sehr“, sagt die Witwe. „Deswegen muss über Weihnachten weg. Ich fliehe von hier sozusagen!“

Mit hier meint die 77-Jährige das gemeinsame Haus in Waldperlach.

Große Liebe: Renate und Dieter Hildebrandt.

Gut 28 Jahren lebten der Kabarettist und seine Frau dort. „Und wir verbrachten in unserem Zuhause viele schöne Weihnachtsfeste, wo wir alle lachend am Küchentisch saßen. Schöne Bilder sind das, die aber einfach schmerzen.“ Was also tun, um dieser einsamen Trauer zu entgehen? Renates Enkelin kam auf eine Idee. Die 22-Jährige forderte von Oma einfach: „Lass uns zusammen über Weihnachten in den Urlaub fliegen. Weit weg!“ Renate Hildebrandt zögerte keine Minute. „Ich fand das eine großartige Möglichkeit, um an diesen Tagen auf andere Gedanken zu kommen.“ Zuerst überlegten die zwei Damen, New York zu besuchen. „Aber das ist ja auch voller Weihnachtsschmuck und Christbäumen“, erzählt Renate Hildebrandt. „Ich wollte dorthin, wo es warm ist, wo die Sonne scheint.“ Also geht es dieses Wochenende auf die Malediven, mitten im Indischen Ozean. Weiter weg von daheim geht kaum. „Ich hoffe, dort ein wenig die Seele baumeln lassen zu können. Der Sand, der Strand, das Meer. Meine Enkelin ist sehr lebenslustig, fröhlich – sie wird mich sicher ablenken.“

Das Weihnachtsfest 2013 wollten Dieter und seine Renate ganz alleine verbringen. Auf einer Berghütte, abgelegen, irgendwo in den Alpen. „Doch dazu kam es leider nicht mehr“, sagt sie. „Jetzt will ich dieses Fest irgendwie nur hinter mich bringen.“

Armin Geier

So feiert Anni-Friesinger-Postma

„An Weihnachten gilt genau dasselbe wie in jeder anderen Lebensphase auch: Man darf sich einfach nicht zu viel auf einmal vornehmen“, sagt Anni-Friesinger-Postma (37) der tz. Deshalb macht die dreimalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin mit ihrer Familie an den Feiertagen vor allem eins: „Gemütlich beisammen sitzen und sich von nichts und niemandem herumhetzen lassen.“

Apropos Familie: Heuer feiern Anni und ihr Ehemann Ids (40) erstmals zu viert, denn nach Jospehine (3) kam heuer das zweite süße Töchterchen Elisabeth zur Welt. Auf Postmas Bauernhof in Holland stoßen auch die Großeltern dazu. „Die Feiertage laufen bei uns traditionell und gemütlich ab. An Heiligabend beten wir gemeinsam, machen Bescherung vorm Christbaum. Zu Essen gibt’s Fisch, Schweinsbraten, vielleicht auch eine Ente“, erzählt Anni.

Bei den Geschenken kommt es der zweifachen Mami auf die Geste und nicht auf den Preis an. „Weihnachten sollte doch mehr sein als ein Wettkampf ums dickste Geschenk.“ Ihre Präsente kauft sie ungern erst auf den letzten Drücker ein – am liebsten in kleineren Einzelhandels- oder Handwerksgeschäften. „Ich finde es wichtig, sie zu unterstützen, damit sie neben den großen Versandhändlern überleben können.“

A. Beez

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