Dietl: "Unser Modehaus war mein Traum"

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Der Wunsch hat sich schon ­erfüllt: Vergangenes Jahr ist Vanessa Dietl (25) in das Traditionsgeschäft Max Dietl ihrer Eltern eingestiegen

München - In einer siebenteiligen Serie stellt die tz die junge Münchner ­Society vor und ­beantwortet die ­wichtigsten Fragen zu den Youngsters. In dieser Folge: Vanessa Dietl.

Sie sind jung, sie sind hip und sie haben noch viel vor:

In der Münchner Gesellschaft rücken die Jungen nach. Doch sie möchten mehr sein als nur Söhne und Töchter von Eltern mit wohlklingenden Namen. Viele steigen ins Familiengeschäft ein, manche ziehen etwas ­Eigenes auf. Die einen lieben das gemütliche ­München und wollen niemals von hier weg, die anderen zieht es in die Ferne nach ­Mailand, Paris oder New York. In sieben Folgen stellt die tz die junge Münchner ­Society vor und ­beantwortet die ­wichtigsten Fragen zu den Youngsters: Wie sie ­leben, wo sie feiern, was sie bewegt und wovon sie träumen ...

Perfekt, das ist ein Wort, das Vanessa Dietl gern benutzt. Fotoshooting – perfekt, Interview – perfekt, Leben – perfekt? Das ist nicht mal übertrieben, es läuft eben wirklich alles perfekt bei Vanessa Dietl. Mit gerade mal 24 ist sie im vergangenen Jahr in das ­renommierte Modehaus Max Dietl ihrer Eltern in der Residenzstraße eingestiegen, „es war immer mein Traum, dass ich hier mal anfange“, sagt sie und schaut aus dem Bürofenster im vierten Stock direkt auf die Oper.

Um sie ­herum stehen gerahmte ­Bilder ihres Großvaters Max Dietl, ein auffallend gut gekleideter Gentleman mit feinem Schnurrbart, der das 1800 Quadratmeter große Mode-Imperium mit eigener Maßschneiderei in den Fünfzigerjahren ­begründet und seine ganze Familie mit der Liebe zur Mode infiziert hat. „Der Opa war ein totaler Perfektionist, immer picobello, der hat sich auch zu Hause im kompletten Anzug an den Tisch gesetzt.“ Das hat schon damals fast so viel Eindruck auf die kleine ­Vanessa gemacht wie die zweite Schublade im Nachttisch, in der ihr Opa immer die Kinderschokolade für seine Einkelin aufbewahrte ...

Hochzeit in Bogenhausen

Die Maßanzüge, mit ­denen der Großvater die Filme seines Freundes O. W. Fischer ausstattete, die Gert Fröbe, Curd Jürgens oder Heinz Rühmann trugen und die heute Münchner Stammkunden ebenso wie bundesweite Vorstandsvorsitzende und Stars wie ­Michael ­Douglas und André Rieu schätzen, sind für sie „Kunstwerke. Jeder total individuell, alles genäht und nichts geklebt, für ­einen brauchen die Schneider 60 Arbeitsstunden.“ ­Vanessa liebt die Tradition, die in ihnen fortlebt, und die will sie mit ihrer Arbeit in die Zukunft übertragen. E-Commerce heißt das dann und bedeutet den Vertrieb über das Internet, mit dem sich Vanessa einen eigenen Verantwortungsbereich geschaffen hat. „Gerade bei Männern ist das schwierig mit dem Internet. So ein Anzug kostet ab 3800 Euro, da muss man den Stoff spüren und die ­Verarbeitung sehen, damit man begreift, warum der so teuer ist. Frauen sind da ­entschlussfreudiger, die ­kennen sich aus und wissen, dass ein Kleid von Moschino oder Valentino teuer ist.“

Das perfekte Kleid, das hatte Vanessa vor nicht allzu langer Zeit erst selbst am Körper. Angefertigt natürlich in der hauseigenen Schneiderei und getragen am schönsten Tag ihres Lebens: der Hochzeit mit ihrem Freund Florian Holczak (33). Ganz romantisch in der ­wunderschönen Rokoko-Kirche St. Georg in Bogenhausen haben sich die beiden getraut, an einem Sommertag mit 30 Grad und 130 ­Gästen, die bis morgens um sechs im Gasthof Hinterbrühl ­in Thalkirchen feierten. Unter weißen Schirmen, dekoriert mit weißen Rosen und Blick auf den See – „ein richtiges Sommernachtsfest!“

Die Torte wurde zu Love is in the air angeschnitten, die Flut von Wunderkerzen sah durch die 3D-Brillen der Gäste aus wie ein Meer von Herzen und das Brautpaar hatte das Fest seines Lebens. Ein Fest, das mit Florians ­Antrag, den er ­seiner Nessie im letzten Herbst ­gemacht hatte, ­locker mithalten konnte: In ­einer ­Gondel in ­Venedig und mit einem Riesenschild auf einer Brücke, auf dem die Frage aller Fragen stand – perfekt!

Feiern in der 089-Bar

Dabei hatte es am Anfang gar nicht nach großer Liebe ausgesehen zwischen der Studentin an der International School of ­Management in München und dem Sohn des Familienunternehmens ­Holczak + Huber, das auf die Reinigung von Großobjekten wie ­Hotels spezialisiert ist. Ausgerechnet über ­Vanessas Ex-Freund hatten sich die beiden vor fünf ­Jahren kennengelernt, „und ich war überhaupt nicht an ihm interessiert“, erinnert sich Vanessa Dietl. Ein Jahr hat der Florian dann um sie gekämpft, hat sie romantisch zum Essen ausgeführt, hat sie von der Uni und vom Sport abgeholt, war mit der Clique im P1 und fuhr mit einem Freund extra nach Florenz, als Vanessa dort ­einen Sprachkurs belegt ­hatte. „Er hat einfach nicht ­locker gelassen, und dann war ich auf einmal total hin und weg.“

Seit zwei Jahren wohnen die beiden jetzt in einer ­gemeinsamen Wohnung in Bogenhausen, geben gerne Einladungen bei sich zu ­Hause, machen Party im Heart, in der Bar Lehel oder in der 089-Bar, und vor allem reisen sie gerne. Von der Safari-Tour in Kapstadt bis zum Tauchen auf den Malediven – „im Moment genießen wir es noch, ungezwungen und frei zu sein.“ Und wenn sich dann, vielleicht in ein, zwei Jahren noch Nachwuchs ­ankündigt – „perfekt!“

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