Zusammenarbeit beendet

Vanessa Mai beteiligt sich an bedenklichem Angebot - nach deutlicher Warnung zieht sie aber Konsequenzen

Vanessa Mai
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Als Co-Gründerin einer bedenklichen App sorgte Schlager-Star Vanessa Mai kürzlich für Furore.

Sie war Co-Gründerin einer bedenklichen App: Nachdem die Verbraucherzentrale NRW nun vor diesem Angebot warnte, stieg Vanessa Mai aus der Zusammenarbeit aus.

Backnang - Vanessa Mai ist durch und durch eine erfolgreiche Frau. Ob als Schlager-Sängerin, als Moderatorin oder als Influencerin: Was auch immer sie anpackt, funktioniert meistens. Doch mit ihrem letzten Deal griff sie wohl vollkommen daneben und zog jetzt schließlich die Konsequenzen.

Vanessa Mai wird Co-Gründerin eines bedenklichen Angebots - Verbraucherzentrale warnt

Wie express.de berichtete, war Vanessa Mai Co-Gründerin der App „prio.one“. Bei diesem Angebot einer Firma aus Irland, das Mai auch auf ihrem Social Media-Accounts wie Instagram bewarb, steht im Mittelpunkt die Gesundheit und Aufklärung von Frauen. Ein Feature sorgte jedoch für Furore. Denn auf der dazugehörigen Webseite prio-one.de kann die Antibabypille ohne einen vorherigen Arztbesuch nur mittels eines Fragebogens bestellt werden. Laut Verbraucherzentrale NRW verstößt der Anbieter damit gegen die ärztliche Berufsordnung und das Heilmittelwerbegesetz. In Irland sei ein Rezept per Ferndiagnose zwar erlaubt, in Deutschland ist die Pille allerdings verschreibungspflichtig. Die Verbraucherzentrale NRW warnt deshalb vor der Nutzung des Angebotes, zu dem bereits zahlreiche Beschwerden eingingen.

Ein weiterer Punkt, warum dieses Angebot bedenklich ist, sind natürlich die gesundheitlichen Risiken. „Viele Frauen und Mädchen vertragen die Pille gut, aber sie kann eben auch Nebenwirkungen auslösen“, liest man auf der Webseite der Verbraucherzentrale NRW. Gerade deshalb ist auch ein Besuch beim Arzt notwendig. „Daher sollte die Pille nicht eigenmächtig eingenommen werden, sondern an eine ärztlichen Untersuchung gekoppelt sein - auch um mögliche Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten auszuschließen“, so die Experten-Meinung. Die Verbraucherzentrale rät deshalb zur Vorsicht bei medizinischen Mitteln aus dem Internet.

Vanessa Mai cancelt Zusammenarbeit mit bedenklicher App

Nach der Warnung der Verbraucherzentrale und der heftigen Kritik an dem Angebot, zog Schlager-Star Vanessa Mai nun die Konsequenzen. Ihr Management teilte am vergangenen Donnerstag (3. Juni) gegenüber express.de mit, dass die Zusammenarbeit zwischen ihr und „prio.one“ beendet wurde. Die Verbraucherzentrale rät auf ihrer Webseite zudem, dass man sich auf Influencerinnen und Influencer in solchen Fällen nicht vollkommen verlassen solle, zumal diese meist keine Ärztinnen sind, sondern für die Werbung von den Firmen bezahlt werden. Mai hat offenbar aus ihrem Fehltritt gelernt. Zuletzt platzte ihr allerdings wegen Body-Shaming auf Instagram Kragen. (jbr)

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