Gestrandeter US-Musiker

Nach Fleh-Video: Chris Brown darf ausreisen

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So hat man den coolen Rapper noch nie gesehen: Chris Brown auf Knien.

Manila - Im Streit um ein ausgefallenes Konzert sitzt der US-Sänger Chris Brown (26) weiter auf den Philippinen fest. In einem YouTube-Video fleht er inständig darum, gehen zu dürfen - und hat endlich Erfolg.

„Bitte, bitte lasst uns raus!“, ruft der Ex-Freund von Rihanna in dem kurzen Clip, der ihn auf Knien in Bet-Pose zeigt. Anschließend zeigt er sein Markenzeichen: den Salto rückwärts - offensichtlich, um die philippinische Justizministerin Leila de Lima zu beeindrucken. Die reagierte jedoch zurückhaltend. Brown müsse sich an die Einwanderungsbehörde wenden, denn nur diese könne die Ausreisegenehmigung erteilen, sagte sie vor Journalisten. Das Amt hatte von Brown Beweise für seine Unschuld verlangt, bevor er das Land verlassen dürfe. In zwei weiteren Twitter-Nachrichten beklagte der Rapper die "sehr ernste Lage".

Das Video, das Brown auf sein Instagram-Profil hochlud, anschließend aber wieder löschte, wurde anscheinend in einem Hotel gedreht. Wann, war unklar. Fans hatten es jedoch zuvor gespeichert und es auf Youtube geladen.

Ende gut, alles gut

Ob es an dem Fleh-Video lag? Am Freitag bekam Brown endlich grünes Licht für die Abreise. Die Einwanderungsbehörde stellte eine Ausreisegenehmigung aus, berichtete eine Sprecherin. Es liege nichts gegen den Sänger vor. „Er kann jederzeit abreisen, er muss diese Genehmigung nur am Schalter vorlegen“, sagte sie.

Nach Angaben der Flughafenbehörde reichte Browns Team noch für Freitagabend einen Flugplan ein. Nach diesen Angaben wollte er nach Hongkong fliegen. Als er die Erlaubnis zur Ausreise in der Tasche hatte, gab sich Brown versöhnlich: "Manila hat Spaß gemacht, ich liebe euch alle, Leute." Am Freitag wollte der Rapper in Macau ein Konzert geben, die nächste Station seiner Welttournee.

Brown ist auf Tournee und muss laut Tourkalender nächste Woche in Israel auftreten. Er war am Dienstag in Manila aufgetreten, um nach eigener Aussage eine verpasste Show vom vergangenen Silvester wieder gutzumachen. Eine auf den Philippinen einflussreiche christliche Vereinigung, die Kirche Christi, hatte dem Rapper vorgeworfen, im vergangenen Jahr mutwillig zu einem Konzert nicht erschienen zu sein und dennoch ein Honorar in Millionenhöhe kassiert zu haben. Der so Beschuldigte sagte damals, er habe seinen Pass verloren und könne nicht reisen.

Zunächst blieb unklar, ob die Behörden die Forderung abschmetterten, ob Browns Management eine finanzielle Einigung fand oder ob die Religionsgemeinschaft ihre Klage zurückzog.

dpa/afp

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