Die Höhle der Löwen

„Es reicht jetzt“: Investoren rasten wegen dreistem Carsten Maschmeyer völlig aus

Maschmeyer telefoniert, Kofler hebt erregt die Arme
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Georg Kofler reißt der Geduldsfaden, weil Carsten Maschmeyer telefoniert.

Bei „Die Höhle der Löwen“ bittet ein Schweizer Start-up um die größte Kapitalförderung, die es in der Sendung jemals gab. Da braucht Carsten Maschmeyer ein bisschen Bedenkzeit.

Fünf Millionen Euro - so viel wollte bei „Die Höhle der Löwen“ noch niemand für sein Start-up. Und das für magere zehn Prozent des Unternehmens! Doch die „Scewo Bro“-Gründer wagen das scheinbar Unmögliche. Im TV stellen sie ihr einzigartiges Produkt vor: Einen elektrischen, treppensteigenden Rollstuhl.

Er soll das Leben vieler Menschen verändern. Doch um so ein großes Investment einzugehen, braucht Carsten Maschmeyer (62) reichlich Bedenkzeit. Die restlichen Löwen sind genervt. Extratipp.com von IPPEN.MEDIA berichtete zuerst.

Dagmar Wöhrl testet den Scewo Bro.

„Die Höhle der Löwen“-Gründer sind begeistert von Scewo Bro

Der Scewo Bro soll es Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ermöglichen, an Orte zu gelangen, die ihnen lange Zeit verwehrt blieben. Selbstständig eine Treppe herauf, über Stock und über Stein und sogar an hohe Regale heran. „Es sind Leute in Tränen ausgebrochen, weil sie das erste Mal nach zehn Jahren wieder in ihren Garten gehen konnten“, erzählt einer der drei Gründer. Bernhard Winter (27), Thomas Gemperle (34) und Pascal Buholzer (29) haben gemeinsam ein Produkt entwickelt, dass die Lebensqualität vieler Menschen grundlegend verbessern könnte. Rollstuhlfahrer könnten dank des Scewo Bros ein großes Stück Unabhängigkeit gewinnen.

Doch der Rollstuhl hat einen stolzen Preis. Als die Schweizer verkünden, dass sie sich ein Investment von fünf Millionen Euro erhoffen, sind die Löwen fassungslos. Zahlreiche geöffnete Münder und aufgerissene Augen sind die Reaktion. Doch die „Höhle der Löwen“-Investoren sind von Scewo Bro begeistert. „Boah Wahnsinn!“, findet Nico Rosberg (36). Und auch Dagmar Wöhrl (67) schwärmt: „Absolut krass! Absolut faszinierend!“

„Wir sagen immer, wir bauen den Tesla unter den Rollstühlen“, erklären die Gründer, „Bei Tesla können Sie heute nicht mehr einsteigen. Bei uns schon. Sind Sie dabei?“

Zu hoher Preis: Löwen wollen nicht investieren

Obwohl die Löwen vom treppensteigenden Rollstuhl begeistert sind, will keiner investieren. Fünf Millionen Euro sind eben eine Hausnummer. Alle finden, man müsste investieren. Scewo Bro hätte die Unterstützung allemal verdient. Trotzdem steigt ein „Die Höhle der Löwen“-Investor nach dem anderen aus. Nur einer scheint sich unsicher: Carsten Maschmeyer.

Der muss erstmal telefonieren. „Gab es das schonmal?“, fragt Nico Rosberg. „Ne!“, antwortet Dagmar Wöhrl. Denn bei den Gründern ist es durchaus üblich, dass sie mit einem Vertrauten telefonieren, um sich einen Ratschlag einzuholen. Den Investoren ist dieses Recht normalerweise verwehrt.

„Also ich dachte bisher immer, dass wir hier an Ort und Stelle entscheiden“, meint Georg Kofler (64). Und Ralf Dümmel (54) pflichtet ihm bei: „Und alleine entscheiden!“ Da reißt auch schon der kofler‘sche Geduldsfaden: „Carsten, du musst jetzt Schluss machen, wir wollen jetzt hier auch weiter machen!“ Carsten Maschmeyer lässt sich nicht zweimal bitten. „Bei fünf Millionen ist es schwer, spontan ja oder nein zu sagen“, gesteht der Mann von Veronica Ferres. Deshalb habe er seinen Partner um Rat gebeten. Zwar geht es um Maschmeyers eigenes Geld, doch er sei es gewohnt, gemeinsame Entscheidungen zu treffen.

Letztendlich muss er die „Scewo Bro“-Gründer enttäuschen. Der Rollstuhl sei eine „Investitionsbombe“ - aber einfach zu teuer.

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