"Journalismus ist ein Abschreibberuf"

Waldemar Hartmann verstellt sich nicht

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Waldemar Hatmann

Berlin - Sportmoderator Waldemar Hartmann sieht sich als "unterhaltender Journalist". In einer "Schönschreibecke" könne man nicht den Mainstream erreichen.

Das sagte er der "taz" vom Wochenende. Sport sei im Prinzip Unterhaltung. Generell sei der Journalismus "leider kein Rechercheberuf mehr, sondern ein Abschreibberuf geworden".

Er sei privat, wie er sich im Fernsehen gebe: "Ich verstelle mich nicht, aber ich werde eben auch völlig überzeichnet dargestellt." Hartmann will nach der Trennung von der ARD ein autobiografisches Werk veröffentlichen, das im kommenden Herbst erscheinen soll.

Hartmann wehrt sich auch gegen Klischees über seine Person. "Ich war nie bei der CSU. Wieder so ein Vorurteil. Viele denken das", sagte "Waldi". Er sei mal CSU-nah gewesen: "Das konnte man bis vor ein paar Jahren sagen. Dann kam mal der Tag, an dem ich mir die Politfiguren näher anschaute." Er sei bei der Jungen Union gewesen, aber "da scheidet man mit dem 35. Lebensjahr aus".

Hartmann steht ab Ende des Jahres ohne ARD-Sendung da. Er selbst hatte eine Vertragsverlängerung für seinen Fußball-Stammtisch "Waldis Club" abgelehnt. Die ARD verlängerte seinen Vertrag als Box-Moderator nicht.

dapd/SID

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