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„War jahrelang genau so“: Schlagerstar Nino de Angelo kritisiert Schlagerszene

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Das Altstadtfest mit Nino d‘Angelo lockte die Sulinger an
Nino de Angelo rechet mit der Schlagerszene ab © Martin Hefkaluk

Nino de Angelo rechet mit der Schlagerszene ab. In einem neuen Post erzählt er von seinen privaten Erfahrungen mit den Schattenseiten des Erfolgs.

Allgaäu - Schlager-Sänger Nino de Angelo (58) arbeitet zurzeit an seinem neuen Album. In einem neuen Instagram-Post zeigt sich der 58-jährige nun von einer verletzlichen Seite und erzählt in seinem Video: „Hey Freunde, ich bin jetzt echt ganz ganz privat. Ich komme gerade aus dem Studio und wir hatten eine richtig geile Session – Gut gearbeitet. Und ich glaube das nächste Album wird so brutal durchknallen, weil es einfach um Klassen besser ist als alles, was so auf dem Markt ist momentan.“

Der Sänger zieht daraufhin einen harten Vergleich zu anderen Schlagersängern: „Meine Kollegen kacken irgendwie alle ab, weil sie sich selber nicht treu sind. Sie schwimmen einfach nur mit dem Strom und denken sie könnten damit etwas reißen, aber damit kannst du nichts reißen. In der heutigen Zeit mit Sicherheit nicht mehr. Aber ich kann es ihnen nicht verüben, denn ich war genauso. Ich habe jahrelang gedacht, ich müsste machen und tun was alle sagen: ‚Das geht nicht und das geht nicht‘“. Ihr müsst selbst mal so weit unten gewesen sein wie ich um zu erkennen was wirklich gut ist.“

Nino de Angelo: „Es ist sehr sehr traurig, dieses Geschäft ist teilweise sehr ekelhaft“

Doch auch sein jetziger Erfolg hat einige Schattenseiten, wie er erklärt: „Mich quälen auch sehr sehr viele Dinge. Die Leute denken: ‚Wow, der ist so super erfolgreich.‘ Aber ich hatte 30 Jahre lang eine Durststrecke. Und in diesen 30 Jahren baut sich sehr sehr viel auf. Da bauen sich Dinge auf: Misserfolge, Niederlagen. Und auch Schulden, die man gerne zurückzahlen möchte – Das war immer mein Anliegen zu sagen: ‚Bevor ich diese Welt verlasse, möchte ich allen Schulden gerecht werden und bezahlt haben‘ Ich bin fast so weit, aber man muss dann immer wieder feststellen, wenn man wieder erfolgreich ist, dass dann irgendwelche Ratten aus den Löchern gekrochen kommen. Trittbrettfahrer, die denken sie können ein paar Mark abgreifen.“

Wer genau auf sein Geld aus ist, will er nicht verraten. Doch so viel erzählt er: „Ich möchte keine Namen nennen. Es gibt echt Leute, bei denen ich unter Vertrag war und sie sich jetzt bereichern wollen an meinem neuen Erfolg, mit dem sie gar nichts zu tun haben. Ich finde das echt ekelhaft. Vor allem wenn es diesen Leuten so gut geht und sie Millionen auf dem Konto haben. Und dann denken, sie können mir meine Rente wegnehmen. Das können sie wahrscheinlich auch. Das hat mich dazu bewegt, das sich weiter machen muss.“ Die Fans zeigen sich in den Kommentaren entsetzt und doch freuen sie sich über seine ehrlichen Worte. 

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