„Freundin hat ihn abgehalten“

TV-Moderatorin beim Spazierengehen übel beleidigt - Wildfremder droht sogar Schläge an

Ein verpixelter Mann im Wald mit Fahrrad beleidigt Georgine Kellermann.
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Der Passant beschimpft Georgine Kellermann unterwegs im Wald.

Bei einem Spaziergang im Wald wird Moderatorin Georgine Kellermann wüst beleidigt - Freundin verhindert Schlimmeres. Die Twitter-Fans sind entsetzt.

Ratingen - Georgine Kellermann, die jahrelang beim öffentlich-rechtlichen Sender WDR als Mann Karriere machte, wagte Anfang diesen Jahres ihr Coming-Out. Mit 62 Jahren entschied sie sich, als Frau zu leben. Ein Befreiungsschlag für die Korrespondentin und Reporterin, die noch als Georg Kellermann unter anderem aus Washington und Paris berichtete, Studioleiterin in Bonn war und nun in Essen beim WDR arbeitet. Nach dem mutigen Transgender-Outing folgte der erste TV-Auftritt als Frau. Im September teilte sie ihre angepassten rechtlichen Dokumente mit Georgine als eingetragenen Vornamen mit den Worten „Wisst Ihr, wie glücklich ich gerade bin?“.

Georgine Kellermann: Spaziergänger beleidigt sie - und geht weiter

Leider hat Georgine Kellermann aber auch immer wieder mit Hatern zu tun. Nun teilte sie auf Twitter ein Video, auf dem sie von einem Spaziergänger schwer beschimpft wird. „Ich könnte dir so in die Eier treten“, sagt er. Georgine Kellermann geht ihm hinterher, als er sich schon abwendet und sagt: „Man muss sich ja schämen für Sie“. Auch darauf reagiert der verpixelte Passant wütend: „Ja, man muss sich wirklich langsam schämen für die Menschen hier in diesem Land“. Auf die Frage, wieso er denn immer nur am Beleidigen sei und sie reden möchte, entgegnet er schlicht „Nein“.

Georgine Kellermanns Twitter-Follower fühlen mit

Wie es zu der Situation kam, ist unklar. Niemand sollte sich aber solche Beschimpfungen anhören müssen. Auch Georgine Kellermanns Follower auf Twitter sind entsetzt und zeigen Mitgefühl: „Traurig. So ein armer Mensch! Lassen Sie sich bitte den Sonntag nicht verderben, liebe Frau Kellermann!“. Zum Glück lässt sich die Journalistin von den bösen Kommentaren des Fahrradfahrers nicht einschüchtern und antwortet mit einem großen Party-Emoji: „Nope! Ich mache jetzt Tiramisu“.

Georgine Kellermanns Freundin verhinderte Schlimmeres

Eine andere Nutzerin auf Twitter kommentiert: „Dass Sie auch noch das Gespräch suchen, Respekt. Ich habe Herzklopfen, haben Sie wahrscheinlich auch gehabt. Und die anderen, die anderen, die zugesehen und gar nichts tun, lassen mich verzweifeln“, schreibt eine andere Nutzerin. Auch hierauf antwortet Georgine Kellermann: „Hat niemand zugesehen. Und meine Freundin hat ihn davon abgehalten, mich zu schlagen“. So viel Stärke bewundert auch diese Nutzerin: „Sie lassen sich nicht einschüchtern und stellen ihn zur Rede. Danke! Sie sind wirklich ein Vorbild“. (jh)

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