Ist Horrorgestalt zurück?

WhatsApp: Momo-Challenge bei Fortnite? Dringende Warnung an alle Eltern

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2018 tauchte Momo auf WhatsApp auf und versendete folgenschwere Kettenbriefe. Ist sie nun bei Fortnite aufgetaucht?

Die Horror-Gestalt Momo tauchte 2018 bei WhatApp auf und soll zu einigen Suiziden bei Kindern und Jugendlichen geführt haben. Ist sie nun wieder da und bedroht auch Kleinkinder?

Die gruselige Gestalt mit den hervortretenden, schwarz umrahmten Augen, dem verzerrten Mund und den strähnigen Haaren versetzte die Internet-Welt 2018 in Angst und Schrecken. Nun könnte sie eine erneute Gefahr im Internet sein. Sie soll dieses Mal in YouTube-Videos, wie Fortnite und Peppa Wutz, gesichtet worden sein. Auch YouTube selbst äußerte sich dazu.

Momo: 2018 tauchte sie bei WhatsApp auf

Der Name Momo tauchte zum ersten Mal im Sommer 2018 in den Weiten des Internets auf. Damals erschien die Grusel-Gestalt als unbekannter WhatsApp-Account auf den Handys vieler Kinder und Jugendlicher. Plötzlich tauchte bei den betroffenen Personen ein neuer Chat in der App auf, im Profilbild fand sich das gruselige Porträt der Gestalt Momo. Mit Kettenbriefen drohte sie den Kindern. Sollten sie die Nachricht nicht an 15 weitere Personen verschicken, würde sie bei ihnen im Schlafzimmer auftauchen, berichtete extratipp.com*. Außerdem waren Drohungen zu Morden oder Verstümmelungen im Text enthalten. Ähnlich wurde es nun bei Fortnite vermutet.

Die Gruselgestalt Momo verschickte 2018 verheerende Kettenbriefe auf WhatsApp.

Ursprünglich handelte es sich 2018 bei dem Momo-Account wohl um eine japanische Nummer. Doch durch die Verbreitung der Kettenbriefe existierten bald auch weitere Profile in Mexiko und Kolumbien. Die Polizei warnte weltweit, die Nummer nicht abzuspeichern oder zu kontaktieren. Schulen und Eltern waren dazu aufgerufen, die Kinder und Jugendlichen aufzuklären und zu schützen. Auch deutsche Nutzer, wie die Familie der TV-Moderatorin Eva Grünbauer, waren damals betroffen, wie merkur.de* berichtete.

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Momo entwickelte sich zur Internet-Challenge

Mit der Zeit soll sich die Gestalt „Momo“ zu einem Internetspiel entwickelt haben. Die WhatsApp-Nutzer wurden aufgefordert, Momo zu kontaktieren und erhielten im Anschluss erschreckende Bilder der Gestalt. Außerdem erreichte sie eine Reihe an Aufgaben, die sie erfüllen sollten. Am Ende der Challenge soll als letzter Auftrag der Selbstmord des Nutzers gestanden haben. Eine verheerende Challenge, die einigen jungen Menschen in Kolumbien und Argentinien wohl sogar das Leben kostete, wie unter anderem die argentinische Nachrichtenseite Diario Popular meldete. Auch der Selbstmord eines 14-jährigen Franzosen wird auf die Momo-Challenge zurückgeführt.

Bis heute ist nicht klar, wie die WhatsApp-Momo-Challenge entstand. Es könnte sich um einen Scherz handeln, der durch die Verbreitung der Kettenbriefe ein dramatisches Ausmaß annahm. Dabei konnten möglicherweise Trittbrettfahrer auf den Zug aufspringen, um Daten der Betroffenen zu sammeln. Fest steht jedoch: Die Skulptur, die jetzt möglicherweise in Fortnite-Videos auftauchte, stammt ursprünglich aus Japan. Die japanische Special-Effects-Firma „Link Factory“ entwickelte die Figur mit dem Vogelkörper 2016. Sie wurde auch in einer Kunstausstellung in der „Vanilla Gallery“ in Tokio ausgestellt, ursprünglich unter dem Namen „Mother Bird“ (deutsch: Mutter Vogel).

Zurück auf YouTube: Ist Momo wieder da?

Einige Polizeistationen warnten in den letzten Tagen erneut: Die Momo-Challenge wurde wohl wieder gesichtet und schien diesmal auch Kleinkinder zu bedrohen. Es wurde von Momo-Sequenzen auf der Videoplattform YouTube und sogar auf YouTube Kids berichtet. In kindgerechten Serien, wie Peppa Wutz, aber auch Gaming-Videos von „Fortnite“ sollten Momo-Sequenzen aufgetaucht sein. Dabei schnitt wohl das Video der fröhlichen Schweinchen mitten in der Folge ab und zeigte das gruselige Momo-Gesicht. Berichten zufolge drohte sie und forderte, wie bei der Challenge 2018 über WhatsApp, zum Selbstmord auf.

Polizei und Schulen warnten vor Momo

Einige Polizeidienststellen warnten auf Facebook vor den eingeschmuggelten Videos in Peppa Wutz und Fortnite. Sie erklärten, Eltern müssten mit ihren Kindern über die Gefahr reden und vor allem Bescheid wissen, was sie im Internet erwartet. „Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, auf was ihr Kind online Zugriff hat“, riet die Polizeidienststelle Craigavon, Nordirland. Gefährlich wird es, wenn Kinder auf mögliche Nachrichten antworten, egal ob es sich um Momo oder eine andere Person handelt. So können die Verursacher auf die Daten der Kinder zugreifen.

Die Polizeistation erklärt außerdem, dass Kinder wissen müssen, dass sie niemand zwingen kann, Privates weiterzugeben. Auch einige Schulen warnten vor den angeblich aufgetauchten Videos. Eltern müssen wachsam sein, wenn ihr Kind technische Geräte benutzt, erklärten sie unter anderem.

Momo: YouTube dementierte die Gerüchte

Die Videoplattform YouTube dementierte die Gerüchte jedoch. „Viele von euch haben in den letzten Tagen ihre Sorgen über die Momo Challenge mit uns geteilt“, schreibt der Betreiber. „Wir haben intensiv auf diese Meldungen geachtet. Nach vielen Überprüfungen haben wir kein aktuelles Video gefunden, das die Momo Challenge auf YouTube anpreist.“ Des Weiteren erklärt die Plattform, dass Videos, die schädliche und gefährliche Challenges anpreisen, gegen die YouTube-Richtlinien verstoßen, auch die Momo-Challenge. Momentan befinden sich solche Videos, ihres Wissens nach, nicht auf der Plattform. Das heißt weder in Fortnite-Videos, noch in Peppa-Wutz-Clips dürften Momo-Sequenzen eingebaut sein.

YouTube selbst hat keine Momo-Videos auf seiner Website entdeckt.

Allerdings betont YouTube auch, dass es erlaubt ist, in Videos über Momo zu „diskutieren, berichten oder andere Menschen zu informieren.“ „Es verstößt nicht gegen unsere Richtlinien, das Foto von Momo bei YouTube einzubauen“, klärt die Plattform auf. Auf der strenger überwachten Kinder-Plattform YouTube Kids ist die Abbildung aber nicht genehmigt. Schutzmaßnahmen überwachen die Einhaltung dieser Vorschriften.

Eltern müssen über den Internet-Konsum ihrer Kinder Bescheid wissen

Ob  Momo nun wieder aufgetaucht ist oder nicht. In einem Punkt treffen die Warnungen der Schulen und Polizei jedoch zu. Eltern sollten über die Gefahren im Netz Bescheid wissen und die Seiten, die ihr Nachwuchs dort besucht und besuchen kann, kennen. So können Kinder und Jugendliche auch bei Momo-Angriffen besser geschützt und aufgeklärt sein.

Christina Denk

Mehr: Frankfurt: Sohn erhält merkwürdige WhatsApp von vermisster Mutter - als er sie findet, ist alles zu spät, wie extratipp.com* berichtet.

*extratipp.com und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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