Madonna, Green Day & Co. sagen Trump den Kampf an

Die Wiedergeburt des Protestsongs

+
Madonna beim Women's March in Washington.

Texas - Madonna, Alicia Keys, Green Day, Gorillaz...sie und viele weitere Musiker haben eines gemeinsam: Sie haben keine Lust auf die Machenschaften des US-Präsidenten Donald Trump.

Die Wiedergeburt des Protestsongs Madonna fordert eine "Revolution der Liebe", Alicia Keys ruft in die Menge "Unsere Möglichkeiten sind unbegrenzt" und reckt die geballte Faust in die Luft. Die Sängerinnen geben beim "Frauenmarsch" den Ton an für eine neue Bewegung, die seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten täglich an Kraft gewinnt. Die Szene ist aufgeschreckt, Musiker produzieren Schallwellen gegen die Schockwirkung aus dem Weißen Haus. Der politische Protestsong erlebt eine Wiedergeburt. 

Vor hunderttausenden Trump-Gegnern beim "Frauenmarsch" in Washington werden die Sängerinnen Madonna und Alicia Keys zu Ikonen der neuen Protestbewegung. Andere okkupieren den virtuellen Raum. Die Indie-Rock-Band Arcade Fire hat pünktlich zum Amtsantritt des Präsidenten den Song "I Give You Power" ins Netz gestellt. Der Bürgerrechtsaktivist Mavis Staples will damit Geld sammeln für die American Civil Liberties Union (ACLU). Das erklärte Ziel besteht darin, Trump mit Gerichtsverfahren zu überziehen. Schon nach wenigen Tagen verzeichnet die Homepage 570.000 Klicks. 

Die virtuellen Rocker Gorillaz haben zum Trump-Amtsantritt den Titel "Hallelujah Money" herausgebracht. Sie reihen sich ein in den bunten Reigen von Künstlern, die seit der Wahl mit den Mitteln der Musik gegen die heraufziehende Ära ankämpfen. Mitstreiter sind Rapper Joey Bada$$ mit seinem Song "Land of the Free" und DJ Moby mit dem Video "Erupt and Matter". 

Die Punker von Green Day brachten diesen Kampf auf die Formel "No Trump! - No Fascist USA!". Zum Benefiz-Album "Battle Hymns", das zur Vereidigung Trumps erschien, zählen Titel bekannter Indie-Rock-Bands der 90er Jahre - Pavement, Sleater-Kinney und Built to Spill. Und schon ist ein neues Großprojekt mit dem Titel "Our First 100 Days" auf den Weg gebracht. Es soll Mittel für die Rechte von Einwanderern und den Kampf gegen den Klimawandel einspielen. Vorläufer war die Song-Sammlung "30 Days, 30 Songs", die in der Wahlkampagne Soundtracks etwa von R.E.M., Death Cab for Cutie und Franz Ferdinand bündelte. Es ist ein drastischer Schnitt.

Trumps Vorgänger Barack Obama konnte sich in seinen acht Amtsjahren immer wieder öffentlichkeitswirksam mit Pop-Größen in Szene setzen. Der erste schwarze Präsident der USA genoss Unterstützung etwa von Beyoncé, U2 und Bruce Springsteen. Schon im Wahlkampf musste Trump damit leben, dass Showgrößen sich lieber an die Seite seiner Konkurrentin Hillary Clinton stellten. Als Kultur-Highlight seiner Inaugurationsfeier standen dann bloß Country-Musiker und ein Mormonenchor bereit - Topstars wollten nicht mitmachen

Auch Trumps Prahlereien mit sexuellen Übergriffen werden musikalisch verarbeitet. So schmettert dem Präsidenten ein Kampfsong der für ihre Rechte demonstrierenden Frauen entgegen, in dem es um seine "kleinen Hände" geht - im Vorwahlkampf der Republikaner hatte es eine Debatte um die Größe von Trumps Händen gegeben, in der es verkappt um die Dimension eines anderen Körperteils ging. In dem Schmähsong von Fiona Apple heißt es: "Wir wollen deine winzigen Hände nirgendwo in der Nähe unserer Unterwäsche."

Bilder der Anti-Trump-Demos: Proteste von Millionen und zahlreichen Promis

Proteste gegen Trump - Los Angeles
Hier sehen Sie Bilder der Anti-Trump-Demonstrationen von Freitag und Samstag. © dpa
Women&#39s March On Washington
Scarlett Johansson. © AFP
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Emma Watson. © dpa
Women&#39s March On Washington
Emma Watson. © AFP
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Madonna. © dpa
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Madonna. © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
US-Schauspielerin Jane Fonda und ihr Sohn Troy Garity. © dpa
Proteste gegen Trump - - Washington
Schauspielerin Ashley Judd. © dpa
Proteste gegen Trump -
US-Schauspielerin Marcia Gay Harden (l-r), Sängerin Miley Cyrus und Aktivistin Jane Fonda. © dpa
Proteste gegen Trump in New York
Schauspielerin Cynthia Nixon und Helen Mirren. © dpa
Proteste gegen Trump in New York
Schauspielerin Whoopie Goldberg. © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Schauspielerin Julianne Moore. © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Sängerin Cher. © dpa
Proteste gegen Trump - "Marsch der Frauen" in Washington
Michael Moore. © dpa
Proteste gegen Trump - Boston
Proteste gegen Trump - Boston © dpa
Proteste gegen Trump - Vancouver
Proteste gegen Trump - Vancouver © dpa
Proteste gegen Trump - Chicago
Proteste gegen Trump - Chicago © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
Proteste gegen Trump - Los Angeles © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - New Orleans
Proteste gegen Trump - New Orleans © dpa
Proteste gegen Trump - Washington
Proteste gegen Trump - Washington © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - Denver
Proteste gegen Trump - Denver © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa
Proteste gegen Trump - Los Angeles
Proteste gegen Trump - Los Angeles © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - New York
Proteste gegen Trump - New York © dpa
Proteste gegen Trump - San Francisco
Proteste gegen Trump - San Francisco © dpa

afp

Auch interessant

Meistgelesen

Carmen Geiss posiert im BH: Follower teils entsetzt über dieses Foto
Carmen Geiss posiert im BH: Follower teils entsetzt über dieses Foto
Helene Fischer: Schlager-Star sagt komplett Unfassbares - Das kann doch nicht stimmen?!
Helene Fischer: Schlager-Star sagt komplett Unfassbares - Das kann doch nicht stimmen?!
Andrea Berg: Oben-ohne-Aufnahmen auch heute noch im Netz - Es sind keineswegs Fälschungen
Andrea Berg: Oben-ohne-Aufnahmen auch heute noch im Netz - Es sind keineswegs Fälschungen
Stefanie Giesinger: Gewagtes Unterwasser-Foto - GNTM-Star hüllenlos
Stefanie Giesinger: Gewagtes Unterwasser-Foto - GNTM-Star hüllenlos

Kommentare