Wegbegleiter nehmen Abschied

„Großstadtrevier“-Star stirbt trotz doppelter Impfung an Corona - „Ich bin so erschüttert“

Die Schauspiel-Welt trauert um einen ARD-Star. „Großstadtrevier“-Schauspieler Wilfried Dziallas ist tot. Er wurde 77 Jahre alt.

Hamburg - Traurige Nachrichten aus der Schauspiel-Welt: Wilfried Dziallas ist tot. Der Star der beliebten ARD-Serie „Großstadtrevier“ verstarb am vergangenen Samstag. Das bestätigte seine Agentin gegenüber der Bild. Er wurde 77 Jahre alt.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei wohl eine Corona-Infektion Schuld an Dziallas Tod. „Ich bin so erschüttert. Er war doppelt geimpft. Sein Tod macht mich unglaublich betroffen“, sagte seine Agentin hierzu gegenüber der Bild.

„Großstadtrevier“-Star Wilfried Dziallas stirbt an Corona - trotz doppelter Impfung

Wilfried Dziallas, hier in seiner Rolle als „Bernd Voss“ in der Serie „Großstadtrevier“, ist tot.

Im TV wurde Dziallas besonders durch seine Zeit in der TV-Serie „Großstadtrevier“ berühmt. Von 2004 bis 2007 spielte der gebürtige Hamburger dort den Revierleiter Bernd Voss. Außerdem spielte er Rollen in mehreren Folgen von „Polizeiruf 110“, dem „Tatort“ oder auch in der Serie „In aller Freundschaft“. Sein letzter TV-Auftritt war 2019 in der Serie „Familie Dr. Kleist“.

Auch vor seiner TV-Karriere war Dziallas aber bereits ein gefeierter Schauspiel-Star. Über 25 Jahre lang stand er am Hamburger Ohnsorg-Theater auf der Bühne, spielte unzählige Rollen. Abseits davon war er dort auch als Regisseur tätigt. Zu der Arbeit kam er eigentlich eher durch Zufall. Dziallas sprang 1986 spontan für einen erkrankten Regisseur ein. Nachdem seine erste Inszenierung unter dem Titel „Kramer Kray“ ein Erfolg wurde, blieb er, wie das Ohnsorg-Theater in einem Nachruf auf den Schauspieler erzählt.

Wilfried Dziallas ist tot: Auf der Theaterbühne war er ein gefeierter Star

„Wilfried Dziallas war ein Glücksfall für die Hamburger Traditionsbühne, und zwar auf der Bühne wie hinter den Kulissen. Zahlreiche heitere Rollen hat er mit feinem Gespür für Komik und mit trockenem, nie überzogenem Humor ebenso ehrlich gespielt wie nachdenkliche, tragische Helden in den Bühnen-Klassikern“, wird Ohnsorg-Intendant Michael Lang in der Mitteilung des Theaters zitiert. Und weiter: „Wir verlieren einen wunderbaren Künstler, großartigen Kollegen und einen aufrechten, ehrlichen Freund, mit dem wir gerne ‚noch viele Pferde gestohlen‘ hätten. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.“

Im ZDF trauerte man kürzlich auch um eine echte Schauspiel-Größe: „Traumschiff“-Star Heide Keller ist gestorben. (han)

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