Über vier Monate nach dem Tod

Willi Herren: Erste Ergebnisse der Obduktion enthüllt - Polizei ermittelt in viele Richtungen

Das Todesermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft ist abgeschlossen.
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Das Todesermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft ist abgeschlossen.

Der Tod von TV-Star Willi Herren kam sehr überraschend. Die Staatsanwaltschaft hat nun neue Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit geteilt.

München - Über vier Monate nachdem „Lindenstraßen“-Schauspieler und Reality-Star Willi Herren leblos in seiner Wohnung aufgefunden wurde, hat die Staatsanwaltschaft das Todesermittlungsverfahren abgeschlossen. Teilweise können somit einigen Spekulationen ein Ende bereitet werden. Ergebnisse anderer Analysen wurden vorerst offen gelassen.

„Hinweise auf Fremdverschulden haben sich weder aus den polizeilichen Ermittlungen noch aus den Untersuchungen des Kölner Instituts für Rechtsmedizin ergeben“, so Ulrich Bremer von der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Express. Fortführende Auskünfte zur Todesursache und den Todesumständen wurden laut Bremer allerdings noch nicht erteilt. Die Rechtsmedizin sei mit der Obduktion des Leichnams und der Durchführung chemisch-toxikologischer Analysen betraut gewesen. Das Ergebnis der Untersuchung ist allerdings noch unklar.

Weiter ermittelt die Staatsanwaltschaft in zwei Fällen wegen Siegelbruchs, Einbruchdiebstahls und Brandstiftung. So waren nach Herrens Tod Unbekannte in die Kölner Wohnung der TV-Persönlichkeit eingestiegen. Dabei sollen unter anderem persönliche Gegenstände entwendet worden sein. Dabei galt der Wohnkomplex in Köln-Mülheim eigentlich als „gut bewacht“.

Willi Herren: Reibekuchen-Truck ging in Flammen auf

Kurz danach ging außerdem der geparkte Reibekuchen-Stand in Köln-Frechen in Flammen auf. Es gilt als sicher, dass es sich bei dem abgebrannten Essensstand um vorsetzliche Brandstiftung handelt. Das Feuer musste von sechs Feuerwehr-Teams gelöscht werden, von dem Truck war anschließend nicht mehr viel zu erkennen. Auswertungen von Kommunikationsdaten in der Funkzelle zum Tatzeitpunkt legen nahe, dass tatsächlich ein Brandstifter sein Unwesen getrieben hat.

Herrens „Rievkooche Bud“ wurde am 16. April eröffnet. Vier Tage vor seinem Tod sagte er noch, dass er, wenn er nicht im TV vor der Kamera steht, höchstpersönlich im Truck stehen wolle um Reibekuchen zu verkaufen. „Ich werde vor Supermärkten und an Weingütern stehen“, so die Aussage gegenüber der Bild-Zeitung. Leider konnte er seinen Traum nicht allzu lange ausleben. Zuletzt äußerte sich Herrens Witwe Jasmin zu ihrem veränderten Leben. (ta)

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