Eurovision Song Contest

Promis schalten ganzseitige Solidaritätsanzeige für Naidoo

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Xavier Naidoo sollte zum ESC fahren - dann aber doch nicht.

Hamburg - Xavier Naidoo darf doch nicht für Deutschland beim ESC antreten. Viele Prominente stellen sich nun auf die Seite des Sängers und schalteten aus Solidarität eine ganzseitige Anzeige.

Mit einer ganzseitigen Anzeige im Feuilleton der Samstagsausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) haben Prominente und Kulturschaffende Xavier Naidoo ihre Solidarität bekundet. Der Sänger war vom NDRals deutscher Beitrag für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm auserkoren, kurze Zeit später aber wieder ausgeladen worden. Der Grund: die Nominierung des umstrittenen Künstlers war weder in den sozialen Netzwerken, noch in den eigenen Reihen des NDR gut angekommen.

In schwarzer Schrift auf rotem Grund war am Samstag in der Anzeige der Text "Menschen für Xavier Naidoo" zu lesen. Unter der Anzeige: die Namen 121 Unterzeichner, darunter Prominente wie Jan Josef Liefers, Andreas Gabalier, Mario Adorf, Tim Bendzko, Jan Delay, und Thomas D. Auch der Name des Initiators der Aktion, Konzertveranstalter Marek Lieberberg, war zu lesen.

Lieberberg hatte in einer Mitteilung um die Unterstützung der Sänger, Schauspieler und Manager gebeten. "Liebe Künstler und Kulturschaffende, ich möchte euch bitten, eure Solidarität mit Xavier Naidoo ganz unpolemisch zum Ausdruck zu bringen, indem ihr diesen Appell unterstützt: 'Menschen für Xavier Naidoo'", hatte er laut kress.degeschrieben. Die Resonanz darauf war hoch.

Und die war es auch in den sozialen Netzwerken auf die Anzeige: Innerhalb kurzer Zeit war der "Menschen für Xavier Naidoo" in den Twitter-Trends nach Oben gekrabbelt. "Keine Überraschungen und (erfreulich) viel Weißraum auf 'Menschen für Xavier Naidoo'", wollte da ein Twitter-User loswerden. Eine andere Nutzerin fand: "Die Menschen für Xavier Naidoo werden also auch schon auseinandergenommen. Wie gut ihr dagegen alle seid. So tolerant und differenziert."

Doch am meisten machte den Usern der Preis für die Anzeige zu schaffen, der angeblich bei mindestens 67.580 Euro liegen soll. "Wie viele Stunden Politikunterricht hätte man Xavier Naidoo für die knapp 70.000 € geben können, die die FAZ-Anzeige gekostet hat?," fragte sich ein Twitterer. Und ein anderer zwitscherte: "Hätten die 'Menschen für Xavier Naidoo' das Geld für die Anzeigenkampagne gespendet, wäre vielen Menschen geholfen gewesen."

"Das ist ihr gutes Recht", teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Xavier Naidoo ist ein Künstler, der polarisiert. Er hat neben vielen Kritikern auch viele Fans. Aus unserer Sicht ist alles Nötige dazu gesagt."

Xavier Naidoo wurde von Kritikern Homophobie und Rechtspopulismus vorgeworfen. Doch bereits in den letzten Tagen hatten Kollegen aus dem Musikgeschäft und aus der Schauspielerei seinen Rausschmiss kritisiert - aber nicht aus Sympathie für dessen politische Äußerungen, sondern aus Verärgerung über den Umgang des Fernsehsenders mit dem Künstler. Xavier Naidoo selbst hatte auf den Rausschmiss gefasst reagiert.

mes

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Kommentare

Sven15Antwort
(0)(0)

Du hast den Sinn der Anzeige nicht kapiert, Sorry. Es geht bei dieser Kampange um die mediale Hetzerei, welche Xavier nach der Nomminierung widerfahren ist.
Wer singt ist mir pers. wurscht. Seit Nicole schau ich das eh nicht mehr. Nicole war cool! ;)
Und ganz ehrlich, wenn ein Raab da rumkasperln darf, darf Xavier dreimal dort auftreten!

Otto BergerAntwort
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Das ist wie bei der FIFA! Du glaubst auch noch an die Unschuldslämmer?

Otto BergerAntwort
(0)(0)

Aber sicher dürfen die sich gegenseitig in den 7. Himmel Loben. Das habe ich nicht in Frage gestellt! Aber das Volk (Zuhörer und Fans) sollten entscheiden welcher Schreihals geschickt wird. Nicht eine Handvoll "Auserlesene" mit wenig Musikgeschmack aber viel Geschäftssinn für die eigene Tasche! Oder glaubst Du etwa daß bei dieser Entscheidung alles sauber abgelaufen ist?