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Xavier Naidoo: Sänger darf laut Bundesverfassungsgericht als Antisemit bezeichnet werden

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Dieter Bohlen will sich in der DSDS-Show zu Xavier Naidoo äußern. (Symbolfoto)
Xavier Naidoo darf laut Bundesverfassungsgericht als Antisemit bezeichnet werden. (Symbolfoto) © Henning Kaiser/dpa

Xavier Naidoo hat 2018 dagegen geklagt, „Antisemit“ genannt zu werden – und gewonnen. Nun hat das Bundesverfassungsgericht dem widersprochen. Was das genau bedeutet.

Bereits vor seinen Skandalen der letzten zwei Jahre hat es immer wieder Kontroversen um Xavier Naidoo gegeben. So hat der Sänger schon 2017 eine große Diskussion mit dem Song „Marionetten“ ausgelöst, in dessen Text er Inhalte der Reichsbürger-Szene verbreitet hat. Etwa zu dieser bezeichnet eine Referentin der Amadeu Antonio Stiftung den Sänger als „Antisemiten“ – und landet dafür vor Gericht. Sowohl das Landgericht Regensburg als auch das Oberlandesgericht Nürnberg verbieten der Frau, den Musiker als „Antisemiten zu bezeichnen. Nun hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe dieser Entscheidung aber widersprochen.
Welche Begründung das Gericht hat und was das bedeutet, verrät MANNHEIM24*.

„Dieses Urteil schafft endlich Tatsachen und stärkt das Recht auf Meinungsfreiheit. Wer wie Xavier Naidoo mit antisemitischen Inhalten und Aussagen öffentlich von sich Reden macht, muss dafür auch kritisierbar sein. Wer sich antisemitisch äußert, muss sich auch öffentlich als Antisemit bezeichnen lassen dürfen“, sagt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung nach der Entscheidung des Gerichts. (dpa/dh) MANNHEIM24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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