Sängerin, Schauspielerin, Coach

Yvonne Catterfeld – alles über das Multitalent

Yvonne Catterfeld und Oliver Wnuk beim Vorempfang zur 70. Verleihung des Medienpreises Bambi im Stage Theater
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Yvonne Catterfeld und Oliver Wnuk beim Vorempfang zur 70. Verleihung des Medienpreises Bambi im Stage Theater

Yvonne Catterfeld wurde 1979 als Tochter eines Industrieschweißers und einer Gymnasiallehrerin in Erfurt geboren.

Erfurt – Yvonne Catterfeld nahm ab ihrem 15. Lebensjahr Klavier-, Gitarren-, Gesangs-, Ballett- und Tanzunterricht. Nach dem Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt nahm sie sich eine einjährige Auszeit. Danach studierte sie zwei Jahre an der Musikhochschule Leipzig Jazz- und Popularmusik und unterrichtete daneben kleine Gesangsgruppen, außerdem war sie Sängerin der Gruppe „Jamtonic“.

Nach dem Studium nahm sie am Gesangswettbewerb „Stimme 2000“ teil, der von Peter Sebastian moderiert und vom MDR ausgestrahlt wurde. Dabei nannte sie sich Viviane, sie gab diesen Künstlernamen jedoch bald wieder auf. Der Musikmanager Thomas M. Stein (damals Geschäftsführer der BMG Deutschland, später Jury-Mitglied bei „Deutschland sucht den Superstar“) traf als Jury-Mitglied die Vorauswahl für Stimme 2000. Die BMG-Plattenfirma Hansa nahm Catterfeld als Zweitplatzierte unter Vertrag. 2001 erschien unter dem Namen Catterfeld ihre erste Single „Bum“, die nicht in die Charts kam. In den nächsten beiden Jahren erschienen mit „Komm zurück zu mir“, „Niemand sonst“ und „Gefühle“ drei weitere Singles unter ihrem Familiennamen. Ab September 2001 spielte sie die Rolle der Julia Blum in der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Yvonne Catterfeld – ihr musikalischer Durchbruch

Mit dem Titel „Für dich“, produziert von Dieter Bohlen, Text von Lukas Hilbert, gelang ihr 2003 mit dem ersten Platz in den deutschen Singlecharts der musikalische Durchbruch in Deutschland. Ein Jahr später konnte sie diesen Erfolg mit „Du hast mein Herz gebrochen“ (produziert von Dieter Bohlen, Text von Eko Fresh) wiederholen. Außerdem sang sie 2003 beim Abschiedskonzert von Modern Talking und im Vorprogramm von Nena und Mariah Carey. Ihre erste Moderation übernahm sie bei „Lucky Star“; die Pop-Rock-Band „Silbermond“ hatte dort ihren ersten Fernsehauftritt. Auch moderierte sie Musikshows wie „The Dome“ und 2003 als Vertretung für Michelle Hunziker „Deutschland sucht den Superstar“.

2004 trat sie bei einigen Konzerten der Jubiläums-Tour „Aufmarsch der Giganten“ von Udo Lindenberg auf. In Berlin-Treptow wurde sie vom Publikum derart ausgepfiffen und ausgebuht, dass sie unter Tränen die Bühne verließ und auch für das Konzertfinale nicht zurückkehrte. Im Dezember 2004 hatte sie ihren letzten Drehtag bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Ihren Ausstieg aus der Serie begründete sie damit, dass ihr die Rolle keine weiteren Möglichkeiten geboten habe, sich schauspielerisch auszuprobieren. Ihr Hauptanliegen war nun erst einmal, ihre Gesangskarriere weiterzuverfolgen. Im Frühjahr 2005 erschien ihr drittes Album „Unterwegs“ mit der Singleauskopplung „Glaub an mich“. Einen Wiedereinstieg in die RTL-Serie schloss sie aus. „Unterwegs“ wurde mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Im Juni 2005 trennte sich Catterfeld von ihrer Managerin Veronika Jarzombek, die sie seit dem Beginn ihrer Karriere begleitet hatte. In den Medien wurden als Hauptgrund dafür Differenzen zwischen der Managerin und Wayne Carpendale vermutet, mit dem Catterfeld zu der Zeit liiert war. Ihr Manager ist seitdem Jürgen Otterstein. Ab November 2005 spielte sie in der ARD-Telenovela „Sophie – Braut wider Willen“ die Hauptrolle der Sophie von Ahlen. Da die Einschaltquoten deutlich hinter den Erwartungen des Senders zurückblieben, wurde die Telenovela im März 2006 nach 65 Folgen eingestellt. Im November und Dezember 2006 stand Catterfeld für den RTL-Mystic-Thriller „Das Geheimnis des Königssees“ vor der Kamera. Sie spielte darin die Hauptrolle der Marla.

Yvonne Catterfeld – Rückkehr zur Musik und weitere Filme

Im September 2007 nahm die Sängerin den Titel „Better Than Christmas“ für „The Christmas Album“ von Till Brönner auf.

Im April 2008 sprach sich Catterfeld zusammen mit rund 200 anderen Künstlern in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Filesharing aus und forderte einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Anlass für den Brief war der von der Weltorganisation für geistiges Eigentum ausgerufene „Tag des geistigen Eigentums“ am 26. April 2008.

Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Romy Schneider war Catterfeld für die Darstellung der Titelrolle in der internationalen Verfilmung „Eine Frau wie Romy“ vorgesehen. Das Engagement kam jedoch nicht zustande. 2010 spielte Catterfeld an der Seite von René Ifrah die Hauptrolle in dem von Sat.1 ausgestrahlten Familiendrama „Die Frau des Schläfers.“

Catterfelds Album „Blau im Blau“, das mit einem kleinen Team und einer kleinen Band realisiert wurde, erschien wegen ihrer umfangreichen Drehverpflichtungen erst im März 2010. Die gleichnamige Single erreichte Platz 52 der deutschen Charts.

2010 spielte sie in dem von ZDF und ORF produzierten Fernsehfilm „Das Mädchen auf dem Meeresgrund“ die Rolle der Lotte Hass. Der Film handelt von den Tauchpionieren Lotte und Hans Hass, der von Benjamin Sadler dargestellt wurde; Regie führte Ben Verbong. Zur Vorbereitung musste Catterfeld den Tauchschein erwerben. Bei einigen Unterwasser-Stuntszenen wurde sie von Anna von Boetticher, der Deutschen Meisterin im Apnoetauchen, gedoubelt. Im Oktober 2011 brachte sie die Kompilation „Von Anfang bis jetzt – The Best of“ auf den Markt, auf der alle bis dahin veröffentlichten Singletitel enthalten sind. Das Album erreichte keine Chartplatzierung. Im November 2011 eröffnete Catterfeld die Bambi-Verleihung mit „Beautiful Day“, einer Coverversion des gleichnamigen U2-Songs.

Nach dreijähriger musikalischer Pause erschien im November 2013 Catterfelds sechstes Album „Lieber so“. Die erste Single, „Pendel“, erschien im November 2013. Im Oktober 2013 war sie in dem Fernsehfilm „Helden – Wenn dein Land dich braucht“ zu sehen. 2013 stand sie für den russischen Film „Strana khoroshikh detochek“ (deutsch: „Das Land der guten Kinder“) vor der Kamera, der im Dezember 2013 in den russischen Kinos anlief. Im Mai 2014 startete der französische Film „Die Schöne und das Biest“ von Regisseur Christophe Gans, in dem Catterfeld neben Vincent Cassel und Léa Seydoux in einer Nebenrolle zu sehen ist. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen französischen Volksmärchens.

2015 nahm sie an der zweiten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ teil. Nach Ausstrahlung der ersten Folge kehrte ihr Album „Lieber so“ in die Charts zurück und erreichte mit Platz acht eine neue Höchstposition. Der Titelsong, den sie selbst in der Sendung gesungen hatte, stieg neu in die Singlecharts ein. Für den Erfolg von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wurde sie im November 2015 mit einem „Bambi“ ausgezeichnet. Im August 2015 vertrat Yvonne Catterfeld mit dem Lied „Lieber so“ Thüringen beim „Bundesvision Song Contest 2015“ in Bremen und erreichte hinter Mark Forster und der Band „Donots“ den dritten Platz.

Yvonne Catterfeld – „Voice of Germany“ und „Wolfsland“

Von der im Oktober 2016 gestarteten Staffel 6 bis zur im Jahr 2018 erstausgestrahlten Staffel 8 war Catterfeld als Coach in „The Voice of Germany“ zu sehen. Ende November 2016 wurde sie für über 100.000 verkaufte Exemplare ihres Albums „Lieber so“ mit Gold ausgezeichnet. Im Dezember 2016 wurde die Single „Irgendwas“ mit Sänger Bengio veröffentlicht. Außerdem gründete Catterfeld ihre eigene Plattenfirma, Veritable Records. Im März 2017 wurde dort ihr siebtes Studioalbum, „Guten Morgen Freiheit“ veröffentlicht. Im Jahr 2018 fungierte sie in der ersten Staffel von „The Voice Senior“ erstmals als Coach. Auch in der zweiten Staffel 2019 ist sie einer der vier Coaches.

In der ARD-Krimireihe „Wolfsland“, die seit Dezember 2016 ausgestrahlt wird, übernimmt Catterfeld an der Seite von Götz Schubert die Hauptrolle der Görlitzer Kommissarin Viola Delbrück. 2020 kehrte sie zu „The Voice of Germany“ zurück und bildet mit Sängerin Stefanie Kloß ein Duo-Coachteam.

Yvonne Catterfeld – ihr Privatleben

Yvonne Catterfeld war von Sommer 2004 bis August 2007 mit dem Schauspieler Wayne Carpendale liiert. Danach begann sie eine Beziehung mit dem Schauspieler Oliver Wnuk, der als Ulf Steinke aus der Pro7-Fernsehserie „Stromberg“ bekannt wurde. Das Paar lernte sich bei den Dreharbeiten zu dem Kinofilm „U-900“ kennen. Im April 2014 wurden Catterfeld und Wnuk Eltern eines Sohnes, Oliver Wnuk bringt aus einer früheren Beziehung eine Tochter mit.

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