Handy

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Was vor knapp 90 Jahren noch als futuristische Utopie und Zukunftsvision galt, ist heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. - Das Mobiltelefon, oder auch umgangssprachlich Handy genannt. Kaum ein Mensch in Deutschland besitzt es nicht, das tragbare Telefon.

Die ersten tragbaren, beziehungsweise mobilen Telefone waren jedoch absolute Luxusartikel welche nur für die allerwenigsten erschwinglich waren. Auch waren diese ersten Handys so schwer das man diese nicht alleine hätte tragen können und nur deshalb als „mobil“ bezeichnet werden konnten da sie in Autos oder Züge eingebaut waren und daher mobil unterwegs waren.

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Das in Deutschland erste dokumentierte Autotelefon befand sich 1952 in einem Taxi in Bremen. Das Gerät kostete damals das Dreifache eines VW Käfers – 15.000 Mark und wog ganze 16 Kilogramm. Im gleichen Zeitraum baute die Firma Ericsson ebenfalls ein Autotelefon, welches 1956 vorgestellt wurde. Das Gerät hatte die Größe eines Reisekoffers und wog nahezu 40 Kilogramm. Ab 1958 gab es die ersten deutschlandweit funktionierenden Autotelefone. Damals wurden die Gespräche noch handvermittelt. Die Telefongespräche liefen derzeit über das A-Netz ab, das nur für eine Auslastung durch maximal 11.000 Nutzer vorgesehen war. Der Prototyp für Mobiltelefone kam 1973 von Motorola. Ein Jahr später wurde in Österreich das B-Netz eingeführt, welches ohne Handvermittlung funktionierte. Allerdings musste der Standort der Teilnehmer bekannt sein damit diese telefonieren konnten.

Im Jahr 1983 stellte Motorola das erste kommerzielle Mobiltelefon vor. Mit dem Jahr 1985 wurde das analoge C-Netz in Deutschland und Österreich eingeführt. Dieses gewährte eine geringere Sendeleistung und ermöglichte kleinere Geräte. Darauf wurden die sogenannten „Portables“ eingeführt. Diese waren kleine Kästen mit Tragegriff, einer langen Antenne sowie einem angeschlossenem Telefonhörer. Der Preis dieser Geräte belief sich auf nahezu 6.000 Mark. Vier Jahre später brachte die Deutsche Telekom das erste richtige Handy auf den Markt. Das Gerät war auf den Namen „Pocky“ getauft, kostete 8.600 Mark und funktionierte nur im deutschen C-Netz.

Mit der Einführung des flächendeckenden digitalen Mobilfunknetzes, dem D-Netz, Ende der 1990er Jahre eröffneten sich den Entwicklern der Mobiltelefone neue Möglichkeiten. Das D-Netz baute auf dem europäischen Mobilfunkstandard GSM (Global System for Mobile Communications) auf. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Handy Funknetze und deren erhöhter Geschwindigkeit, erweiterten sich die Möglichkeiten des Designs und der Technik der Mobiltelefone. Die benötigte Batterieleistung der Handys und damit auch deren Größe konnten weiter verkleinert werden.

Das Problem mit dem D-Netz war jedoch das zunächst keine entsprechenden kompatiblen Mobiltelefone auf dem Markt waren. So mussten etwaige Interessenten auf das tragbare Autotelefon Siemens P1 zurückgreifen – welches dann in einem Aktenkoffer mitgeführt wurde. Erst im Jahr 1992 eröffnete sich das Geschäft mit den passenden GSM-Handys und das Ericsson GH 172, mit einem Gewicht von 353 Gramm, wurde das erste „Trend Handy“. Dennoch waren Mobiltelefone 1992 immer noch Luxusgüter für nur wenige. Man musste weiterhin viel für diesen Luxus bezahlen, 2.000 Mark kostete ein Mobiltelefon mit angeschlossenem Laufzeitvertrag im Durchschnitt.

In der folgenden Zeit entwickelte sich die Branche der Mobiltelefone rasend schnell, fast monatlich wurden neue Handys auf den Markt gebracht. Doch einschneidend war 1994 das Produkt PT11 der Firma Nokia, es war das erste E-Netz-Handy und auch das erste Mobiltelefon das SMS-Kurzmitteilungen verschicken konnte. Nokia war insgesamt wegweisend für diesen Markt, so brachte die Firma bereits zwei Jahre später den Vorläufer unserer heutigen Smartphones heraus. Nokia entwickelte 1996 die erste Handy/Organizer-Kombination – das Nokia 9000 Communicator. Es war das erste Mobiltelefon mit dem man auch im Internet surfen konnte. Jedoch gelang auch der amerikanischen Firma Motorola designtechnisch ein Durchbruch, sie entwickelten 1998 das erste Mobiltelefon welches weniger als 100 Gramm wog und noch dazu klappbar war.

Im Jahr 2001 wurde das weltweit erste UMTS-Netz (3G-Standard) auf der Isle of Man in Betrieb genommen. Drei Jahre später wird dieses auch in Deutschland kommerziell verfügbar. Das UMTS-Netz ermöglichte die Nutzung von Smartphones mit all ihren verschiedenen Funktionen durch höhere Datenraten. Gegen Ende des Jahres 2009 kam bereits die nächste Welle des noch schnelleren Mobilfunknetzes, das LTE (Long Term Evolution) Netzwerk mit dem 4G Standard wurde eingeführt. Welchem kurz darauf das LTE-Advanced folgte.

Mit den Smartphones kehrte sich ein Stückweit der frühere Trend zu immer kleineren Mobiltelefonen wieder um. Nun ist es das Ziel einen möglichst großen Bildschirm zu haben. Auch wenn dies manchmal wohl auch schon ein bisschen ausufert, da manche Smartphones schon fast nicht mehr von Tablets zu unterscheiden sind.

Für manche Menschen ist das Mobiltelefon in seiner heutigen Form sogar ein Suchtfaktor, der tatsächlich auch von Ärzten als die Krankheit „Nomophobie“ diagnostiziert wird. Nomophobe Personen leiden unter der Angst ihr Smartphone nicht ständig bei sich zu haben, nicht erreichbar sein zu können und dadurch den Kontakt zur Außenwelt zu verlieren. Diverse Kliniken für Suchtkranke haben sogar inzwischen auch Programme für Betroffene dieser speziellen Krankheit der Neuzeit. Das sich eine solche Krankheit durch Mobiltelefone entwickelt war sicherlich nicht Teil der Zukunftsvisionen eines tragbaren Telefons vor nahezu 90 Jahren.

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