Alle Informationen zum Spenden und Gewinnen

tz-Aktion für Unicef: Hilfe für die Kinder des Krieges in Mossul

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Dieses Jahr sammelt die tz zusammen mit Unicef für die Kinder in der vom Krieg zerstörten ehemaligen Millionenstadt Mossul im Nordirak. Hier finden Sie alle Geschichten und Informationen, wie Sie spenden, helfen und gewinnen können.

Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass die ehemalige IS-Hochburg Mossul im Nordirak befreit wurde. Ein Sieg über den Terror, der nur Verlierer zurückließ. Bis zu 40 000 Todesopfer, 10 Millionen Tonnen Schutt, eine einst tolerante Stadt in Trümmern. Hinter den Familien liegen Jahre voller Angst, Tod, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Egal, ob sie als Flüchtlinge im eigenen Land oder in der Fremde Zuflucht suchten, egal, ob sie in den Ruinen der einstigen Metropole mit knapp drei Millionen Einwohnern ausharrten. Am schlimmsten leiden die Kinder unter den Folgen dieses Krieges. Ihnen möchten wir mit unserer diesjährigen Spendenaktion mit Unicef eine Zukunft schenken.

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Die tz versucht mit der Unterstützung von verschiedenen Unicef-Projekten, das Leid der Menschen zu lindern und einen Beitrag zu leisten, damit die Familien in ihre Heimat zurückkönnen, damit sie in Mossul überleben können. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen kümmert sich um Gesundheit, Zugang zu sauberem Wasser und vor allem darum, dass die Kinder in Sicherheit ohne Gewalt und Angst aufwachsen und Schulen besuchen können. All das haben wir uns persönlich angeschaut, um zu sehen, wo Hilfe am nötigsten ist, welche Projekte wir in diesem Jahr gemeinsam mit Unicef konkret finanzieren möchten. In der tz und hier bei tz.de erfahren Sie mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen, warum unsere Hilfe für die Kinder des Krieges so wichtig ist.

Helfen auch Sie, liebe Leser, mit bei unserer großen Spendenaktion!

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein - unterstützen Sie die tz-Spendenaktion „Hilfe für die Kinder des Krieges“. Gemeinsam mit Unicef und Ihnen, liebe Leser, möchten wir Mädchen und Buben in Mossul, der ehemaligen IS-Hochburg im Nordirak, eine Zukunft schenken. Die Kinder leiden unter den Folgen des Krieges, können oft nicht zur Schule gehen, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und kämpfen gegen Krankheit und einfach ums Überleben. Wir möchten vor Ort helfen. Indem wir gemeinsam mit Unicef ganz konkrete Projekte unterstützen – wie zum Beispiel neue Schulen bauen.

Es gibt verschiedene Wege zu spenden:

Per Überweisung: Stichwort Mossul

Sie möchten per Überweisung spenden? Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung das Stichwort Mossul an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Namen und Adresse an. Empfänger ist Unicef. Falls Sie an der Verlosung unseres BMW 118i im Wert von 32 530 Euro teilnehmen möchten, bitte auch unbedingt Ihre vollständige Adresse und Telefonnummer angegeben, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können.

Per Online-Formular: Klicken Sie hier! 

Die Spendenkonten

Commerzbank

IBAN: DE78 7008 0000 0326 9000 00

BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München:

IBAN: DE70 7015 0000 0000 2635 25

BIC: SSKMDEMM

Für 10 Euro einen BMW 118i gewinnen

Wir wissen, dass unsere Leser ein großes Herz haben und Jahr für Jahr die tz-Spendenaktion zugunsten von Unicef mehr als großzügig unterstützen. Diese Hilfsbereitschaft möchten wir belohnen – mit einem BMW 118i. Dieses Traumauto im Wert von 32.530 Euro verlosen wir unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines der Spendenkonten (siehe Kasten) überweisen. Der kompakte 136 PS starke 5-Türer in Alpinweiß wartet in der BMW Niederlassung München auf seinen künftigen Besitzer.

Zusätzlich zur serienmäßigen Ausstattung verfügt der BMW 118i 5-Türer Modell Advantage (Kraftstoffverbrauch l/100 km innerorts: 7,0, außerorts: 5,1, kombiniert: 5,8; CO2-Emission kombiniert: 131 g/km. Effizienzklasse B; Angaben gemäß ECE-Fahrzyklus) über ein Automatikgetriebe und diverse Extras wie Park Distance Control oder dem ConnectedDrive-Paket an Bord. Mit diesem Extra sind Sie auch unterwegs jederzeit mit ihrer Umwelt vernetzt.

Der Gewinner wird nach Abschluss unserer Spendenaktion im Februar gezogen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wichtig: Bitte notieren Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung, damit wir Sie im Gewinnfall auch benachrichtigen können.

Die BMW Niederlassung München und die tz wünschen viel Glück!

Einen BMW 118i gibt es zu gewinnen. 

Zum Schluss noch ein Versprechen, das die tz und Unicef seit 25 Jahren halten: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt bei den Kindern an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen gedeckt.

Lesen Sie hier, wie es heute den Kindern in Mossul geht:

Gefangen im Flüchtlingscamp

Noch immer leben Tausende Familien, die vor dem IS geflohen sind, in den Flüchtlingscamps im Nordirak. 16 dieser Zeltstädte gibt es allein rund um die moderne Stadt Dohuk, die 60 Kilometer von Mossul entfernt ist. mehr

Wie Faudan ihren Söhnen ein bisschen Heimat gibt

Faudan Ali (45) gibt niemals auf. Nicht, als ihr Mann vor 14 Jahren bei einem Verkehrsunfall starb und sie mit drei kleinen Kindern plötzlich alleine dastand. Nicht, als sie wegen ihrer Religionszugehörigkeit vom IS verfolgt wurde und flüchten musste. mehr

Mohammed sah den Tod: Seitdem liebt er Pflanzen

Seine Pflanzen sind Mohammeds Ein und Alles. Jeden Tag hegt und pflegt er die Kräuter, zupft welke Blätter ab und gießt seine Zwiebeln. Dieser Flecken Grün inmitten des sonst so trostlosen Flüchtlingscamps im Nordirak ist das kleine Paradies des 13-Jährigen. mehr

Jeden Monat sterben 60 Kinder

Nach fast vier Jahren unter IS-Herrschaft liegt das Gesundheitssystem in Mossul auch eineinhalb Jahre nach der Befreiung brach. Nur fünf Krankenhäuser können Patienten behandeln, im zerstörten Westteil der Stadt ist eine Klinik eingeschränkt in Betrieb. Es fehlt an allem – wie fast überall in Mossul. mehr 

Keine Medizin für Najat und Taiba

Najat (12) und Taiba (14) sind zuckerkrank. Die Schwestern bräuchten täglich Insulinspritzen. 16 Euro pro Woche müssten sie aufbringen für die Ampullen. Doch dafür hat die Familie oft kein Geld. Und selbst wenn, in den Krankenhäusern und Apotheken von Mossul gibt es regelmäßig Engpässe bei der Medikamentenversorgung. mehr

Ohne Wasser keine Zukunft

Es gibt viele Pläne, wie Mossul am schnellsten wieder aufgebaut werden soll. Vor allem in der Theorie. Bis die allerdings umgesetzt wird, dauert es Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Die Menschen wollen aber so schnell wie möglich zurück. mehr

Hoffnung auf ein wenig Normalität: Familie Khalil ist zurückgekehrt

Gleich in der Nähe des Tigris, an der Grenze zwischen West- und Ostmossul, wohnt Abdul Basit Khalil (54) mit seiner Frau und seinen fünf Kindern. Das Bild rund um sein Haus unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von dem in anderen zerstörten Teilen Mossuls. Trümmer, Schutt, Staub. mehr 

Der Krieg hat die Kinder krank gemacht

„Der Krieg hat unsere Kinder alle krank gemacht“, sagt Ibrahim Ahmad. Der 45-jährige Familienvater macht sich vor allem Sorgen um seine beiden jüngsten Söhne. Ahmad und Mohamed. Die Buben haben aufgehört zu wachsen. mehr

Die Zerstörung ist unvorstellbar

Unicef-Mitarbeiterin Claudia Berger ist jedes Jahr mehrfach für das Kinderhilfswerk weltweit und häufig in Krisengebieten unterwegs. Mal mit Mats Hummels in Malawi, mal mit Julian Draxler in Jordanien und immer wieder begleitet sie die tz bei ihren Missionen. mehr 

Wir haben überlebt – und jetzt?

Sie haben den IS irgendwie überlebt. Und was kam für die Menschen in Mossul dann? Ohne Haus, ohne Wasser, ohne Arbeit und Geld? Opfer wie die Brüder Azad (23) und Mohammed (25) wissen nicht, wie es weitergehen soll – in ihrer Stadt, in ihrer Heimat. mehr

Ein Zeichen der Hoffnung

Noch sind die Regale in dem kleinen Laden dürftig gefüllt. Baas Ahmad stellt die Waren immer so auf, dass es nach einem möglichst großen Angebot aussieht. Läden wie der von Baas Ahmed sind in der zertörten Stadt auch ein Zeichen der Hoffnung. mehr

Bomben zerfetzten die Existenz der Familien

Monate lang harrten Hada Khalil und Ahmad Shab mit ihren drei Kindern während der Befreiuung von Mossul in ihrem Haus aus. Sie dachten, es würde sie nicht so schlimm treffen. mehr 

Iham (6) hilft seiner Großmutter beim Wiederaufbau

Großmutter Kawthar ist Ihams Ein und Alles. Kaum einen Schritt weicht der Bub (6) freiwillig von ihrer Seite, kuschelt sich ängstlich an seine Oma, seine Bibiti, wie er sie liebevoll nennt. Kawthar (54) ist der einzige Halt für ihn. mehr

Höllenjobs in den Trümmern

Eine Grundvoraussetzung, damit die Menschen zurück nach Mossul können, ist ein sicheres Zuhause. Frei von Minen und anderen scharfen Sprengsätzen. Noch ist das Leben in der zerstörten IS-Hochburg aber alles andere als sicher. mehr

Müll-Kind Masrut riskiert sein Leben

Jeden Tag stehen Masrut Ahmed (12) und Abdullah Aweid (13) morgens um sechs Uhr auf. Masruts Familie hat seit ein paar Monaten in Mossul Unterschlupf in zwei Zimmern in einer unbewohnten, zerstörten Häuserzeile gefunden. mehr

In den Puppen lauert der Tod

Als ob das Leben in Mossul nicht schon gefährlich genug ist - auch in Spielzeug, das die Kinder finden, lauert der Tod.  In Puppen und Teddys hat der IS Sprengsätze verbaut. Die Kinder müssen lernen, wie sie sich schützen können. mehr

Immer noch kommt es regelmäßig zu Anschlägen

Nach wie vor gilt Mossul als Hochrisikogebiet. Auch wenn seit Juli 2017 dort offiziell die Waffen schweigen und der IS als besiegt gilt. Wie viele Anhänger sich noch immer versteckt halten, weiß keiner. UN-Schätzungen gehen allerdings von 30 000 IS-Kämpfern aus. Ein Grund, warum wir uns nicht länger als 30 Minuten an einem öffentlichen Ort in der Stadt bleiben dürfen - so lange brauchen die Terroristen, um einen Anschlag vorzubereiten.

Trotz der unzähligen Checkpoints in und um Mossul, trotz der Arbeit von Geheimdiensten und Polizei, kommt es fast täglich zu Anschlägen. Anfang November ging in der Region eine Autobombe in die Luft, durch die neun Menschen getötet wurden. Einige Tage zuvor starben acht irakische Soldaten, die Bauarbeiten bewachten. Und erst jetzt wurde ein Anschlag auf elf Kinder verübt, die auf dem Weg zur Unicef-Schule waren. Vier von ihnen starben sofort, die anderen wurden schwer verletzt.

„Jeden Tag wird in unserem Land jemand getötet, weil er die falsche Meinung vertritt, weil er der falschen Religion angehört oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort ist“, sagt ein Regierungsbeamte aus Mossul resigniert.

Vor dem Krieg war die wohlhabende Stadt mit Ölfeldern in der Umgebung bekannt für die beste Universität des Landes, für historisch bedeutende Kulturstätten und ein friedliches Mit- oder zumindest Nebeneinander von Arabern und Kurden, Jesiden und Christen, Sunniten und Schiiten.

Leben in den Trümmern von Mossul

Dann kam der IS. Bereits 2013 änderte sich das Klima. Immer schneller, immer radikaler kam die Bedrohung. Plötzlich wehten schwarze Flaggen auf den Dächern, bis am 4. Juli 2014 das Kalifat, der islamische Staat, in der Stadt ausgerufen wurde, genau gegenüber der berühmten Al-Nuri-Moschee. An diesem Tag starb Mossul. Von der Al-Nuri-Moschee ist nicht mehr viel übrig. Wie ein Mahnmal ragt lediglich die grüne Kuppel einsam in den Himmel. In den Straßen des Viertels türmen sich die Schuttberge zwischen eingestürzten Häusern, ausgebrannten Autos, umgeknickten Strommasten und Unmengen von Müll. Eine Fahrt durch Staub, Dreck, Zerstörung. Apokalypse. Erst ein Bruchteil von Mossul ist bislang frei von Minen und Sprengkörpern, die noch nicht explodiert sind. Die Freigabe durch die Experten der UN ist eine Voraussetzung, damit die Familien überhaupt in ihre Häuser zurückkehren können.

Genau wie eine funktionierende Wasserversorgung. Und Schulen, in denen die Kinder wieder lernen können. Und, und, und. Es fehlt an allem. Unicef kümmert sich vor allem um die Wasserversorgung und die Wiedereröffnung von Schulen. „Der regelmäßige Unterricht ist extrem wichtig. Zum einen, dass diese Kinder eine Struktur haben, zum anderen, dass wir in ein paar Jahren nicht eine ganze Generation verloren haben“, erklärt Bildungsexperte Muhannad Al Issa. Bei jedem einzelnen Besuch in Mossul trifft er Kinder und Mütter, die ihm ihre Geschichten erzählen. „Eine ist furchtbarer als die andere. Solche Schicksale kann man sich gar nicht vorstellen.“ So wie das von Iham oder auch das von Noors Familie. Elf Jahre alt ist das Mädchen, flüstert kaum hörbar. Zu viel Leid, zu viel Schmerz hat das Mädchen erlebt.

Viele Bewohner machten sich 2014 sofort auf die Flucht

Viele Bewohner mit der falschen Religion, mit dem falschen familiären Hintergrund aus Sicht des IS machten sich 2014 sofort auf die Flucht. Andere wollten zunächst nicht glauben, was da vor ihren Haustüren passierte. Dass Nachbarn die Hände abgeschlagen wurde, weil sie sich angeblich des Diebstahls schuldig gemacht hatten. Dass sich die Kleiderordnungen änderten und sich die Frauen immer mehr verhüllen mussten. Erst als die ersten Satellitenschüsseln und mobile Geräte einkassiert wurden, war klar, der IS schneidet Mossul von jeglichem Leben außerhalb der Stadt ab.

Noors Familie blieb. Zunächst. Weil der Vater eine gute Arbeit in der Verwaltung bei der staatlichen Ölgesellschaft hatte und so die Familie ernähern konnte. Seine Frau Suad stockt, sie vergräbt wieder das Gesicht in ihren rauen Händen, schluchzt leise, kann kaum weitersprechen. Auch Noor. Bis 2014 ging sie in die Schule, war fleißig, wissbegierig und las für ihr Leben gerne.

Dann änderte sich auch für Noor alles. In der Schule wurden die normalem Fächer gestrichen und durch die Koranschule ersetzt. Suad nahm ihre Kinder aus der Schule und ließ sie nicht mehr aus dem Haus. „Auf den Straßen sind immer häufiger Kinder einfach verschwunden, ich habe jeden Tag solche Angst um meine Kinder gehabt. Wir haben Zuhause wie in einem Gefängnis gelebt. Fast drei Jahre lang.“ Einkaufen durften nur die alten Frauen und Männer, die Mütter versuchten ihre Kinder, so gut es ging, selbst zu unterrichten und irgendwie unter der Hand an Schulmaterial zu kommen. Als dann aber die Versorgungslage schlechter und schlechter wurde, der IS auch Kinder aus den Häusern holte und umbrachte, beschloss die Familie zu flüchten. Das war im April 2017.

Um sie herum tobten die brutalsten Häuserkämpfe seit dem Zweiten Weltkrieg, jeden Tag, jede Nacht Angriffe, Bomben, Gefechte vor der Haustür.

Noors Familie flüchtete am 15. April 2017. Es war 17 Uhr, als sie sich bereits bei Nachbarn versteckt hielten. Vater Mahmoud wollte nur noch einmal zurück in sein Haus, um ein paar Decken zu holen. Vor ihm standen fünf Männer. Schwarz gekleidet mit Maschinengewehren und Handgranaten. Suad hörte nur ein Schreien. „Der schlimmste Moment in meinem Leben.“ Es war der Todesschrei ihres Mannes und ihrer drei Söhne. Sekunden später noch ein Ohren betäubender Knall. In das Haus der Familie schlug eine Bombe ein. „Meine Lieben dann auch noch unter den Trümmern begraben.“ Suad stockt, vergräbt ihr Gesicht in den rauhen Händen, schluchzt leise, kann kaum weitersprechen.

Wie die Mutter mit ihren vier Töchtern seitdem überlebt, kann sie nicht genau sagen. Manche Tage verbringt sie wie in Trance. Nur für ihre Kinder bewältigt sie den harten Alltag. Die Familie lebt inzwischen beim Schwiegervater. Dessen Haus ist im Krieg nicht zerstört worden. Die kleine Rente des Familienoberhaupts muss für alle Mitglieder reichen, die derzeit in dem Haus wohnen: 16 Frauen und Kinder. „Manchmal ist es schwierig, überhaupt an Lebensmittel zu kommen“, erzählt Suad. In unserem Viertel gibt es noch nicht viele Läden, die wieder aufgemacht haben. Und die Wege zu den Märkten sind zu Fuß zu weit. Das Auto der Familie - während des Krieges ausgebrannt.

Seit Anfang Oktober kann Noor endlich wieder in eine Schule gehen. Ein Lichtblick im Leben des Mädchens. Unicef hat das Gebäude Instand gesetzt, mit Mobiliar ausgestattet und die Kinder mit Büchern, Heften und Materialen versorgt. Ein Schritt zurück in ein Leben, das den Kindern zumindest ein kleines Stück Normalität gibt. „Für mich sind die Tage, an denen Schule ist, die schönsten in der ganzen Woche“, sagt die Elfjährige plötzlich mit einem Lächeln im Gesicht.

Noor, Iham und all die anderen Kinder von Mossul - jedes einzelne Mädchen, jeder einzelne Bub hat eine Zukunft verdient. Alleine können die Menschen die Rückkehr in ihre Heimat nicht schaffen. Sie brauchen Hilfe. Unsere und Ihre Hilfe, liebe tz-Leser. Deshalb: Bitte unterstützen Sie unsere große Spendenaktion zugunsten von Unicef, bitte helfen Sie den Kindern, die unschuldig Opfer dieses Krieges wurden.

Ihre Ansprechpartnerin:

tz-Redakteurin Dorit Caspary war in Mossul und im Nordirak und hat die Kinder, Familien und Projekte besucht.

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie selbst aktiv werden, eine Veranstaltung oder Spendensammlung für unsere Aktion organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary war in Mossul und im Nordirak, hat die Kinder, Familien und Projekte besucht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dort dringend gebraucht. Unsere Unicef-Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@tz.de.

Gefangen im Flüchtlingscamp

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