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Dafür steh ich mit meinem Namen: Claus Hipp unterstützt unsere große Weihnachtsaktion

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Von: Dorit Caspary

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Claus Hipp serviert beim Silvesteressen für Bedürftige im Münchner Hofbräukeller.
Claus Hipp serviert beim Silvesteressen für Bedürftige im Münchner Hofbräukeller. © Sigi Jantz

Große Chancen rechnete sich Hannelore Kiethe 1994 nicht aus, als sie Claus Hipp einen ausführlichen Brief schrieb, um ihn als Schirmherrn für die Münchner Tafel zu gewinnen. Umso schöner die Überraschung, als der Unternehmer sofort antwortete: „Wenn Sie meinen, dass ich nützlich sein könnte...“ Das ist der 84-Jährige bis heute.

Zum Auftakt unserer Spendenaktion „Gemeinsam gegen Armut“ haben wir mit Claus Hipp über sein Engagement für die Münchner Tafel gesprochen.

So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende - und sei sie auch noch so klein — unterstützen Sie die tz-Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Armut“ zugunsten der Münchner Tafel und von Unicef. Ganz konkret geht der Erlös an Menschen, die in München trotz aller eigenen Anstrengung auf Hilfe angewiesen sind, vor allem an Familien aus der Ukraine, die mit Nichts von einem Moment auf den anderen ihre Heimat verlassen mussten. Und an notleidende Kinder und Familien vor Ort, die in der Ukraine und den Nachbarländern gerade jetzt im Winter so dringend Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit unseren Partnern und Ihnen, liebe Leser, möchten wir sowohl hier, direkt vor unserer Haustür, als auch in der Ukraine helfen. Armut kann jeden treffen. Egal wo. Durch Krieg, durch persönliche Schicksalsschläge. Deshalb: Bitte unterstützen Sie unsere Hilfsaktion mit Ihrer Spende.

Sie möchten per Überweisung spenden?

Bitte wählen Sie zunächst die Organisation aus, für die Sie spenden möchten. Geben Sie bei der Überweisung auf das jeweilige Konto unbedingt als Stichwort Armut an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von der jeweiligen Organisation automatisch eine Spendenquittung zugesandt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren Namen und die Adresse an, sonst können wir Ihnen keine Spendenbescheinigung zuschicken. Empfänger ist entweder die Münchner Tafel oder Unicef.

Die Spendenkonten

Für Unicef

Commerzbank

IBAN: DE78 7008 0000 0326 9000 00

BIC: DRESDEFF700

Für die Münchner Tafel e.V.

HypoVereinsbank

IBAN: DE37 7002 0270 6850 1933 10

BIC: HYVEDEMMXXX

Sie möchten direkt online spenden?

Hier finden Sie den direkten Zugang zu unseren Spendenkonten:

- für die Münchner Tafel

- für Unicef

Jetzt noch ein wichtiges Versprechen, das die tz seit über 30 Jahren hält: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt zu 100 Prozent bei den Kindern und Familien an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen und von Sponsoren übernommen.

Claus Hipp, dessen Name für den führenden Hersteller für Bio-Babynahrung steht, engagiert sich für eine Menge sozialer Projekte. Die Münchner Tafel liegt ihm aber besonders am Herzen. „München ist meine Geburtsstadt. Und gerade in einer großen und reichen Stadt dürfen wir den Blick für die Bedürftigen nicht verlieren“, so der studierte Jurist.

Gemeinsam gegen Armut: Bei der tz-Hilfsaktion werden die Münchner Tafel und Unicef unterstützt.
Gemeinsam gegen Armut: Bei der tz-Hilfsaktion werden die Münchner Tafel und Unicef unterstützt. © fkn

Geprägt hat ihn dabei maßgeblich sein Elternhaus, in dem die Idee der Lebensmittelversorgung bereits während des Zweiten Weltkrieges praktiziert wurde. Damals war er sieben oder acht Jahre alt, erlebte hautnah, wie Not riecht und schmeckt. „Ich habe meiner Mutter schon als Bub geholfen, Flüchtlinge mit Lebensmitteln zu versorgen. Tagtäglich haben wir diese Menschen besucht.“ Seine Mutter kochte für die in Baracken untergebrachten Familien und gemeinsam mit ihr brachte er die Töpfe im Leiterwagen zu den Bedürftigen. Zu Weihnachten packte die Mutter jedes Jahr sechs Wochen vor Heiligabend Pakete für die Flüchtlinge. „Das alles hat mich geprägt.“ Und das Wissen, dass es nicht von heute auf morgen geht, bis man wieder zurück im Leben ist. „Teilweise hat es mehrere Jahre gedauert, bis sie Arbeit und wieder Boden unter den Füßen gefunden hatten. Hier sehe ich einfach so viele Ähnlichkeiten mit der Arbeit der Münchner Tafel.“

2018 gab‘s eine Hipp-Tafel-Torte zum 80. Geburtstag.
2018 gab‘s eine Hipp-Tafel-Torte zum 80. Geburtstag. © Sigi Jantz

Gemeinsam gegen Armut

Sein Engagement ist weit mehr als Grußworte zu verfassen, mit seinem guten Namen für die gute Sache zu stehen. „Ich kann im Hintergrund mithelfen, die richtigen Leute zusammenzubringen, und im Vordergrund, Aufmerksamkeit für diese notwendige und wertvolle Arbeit zu schaffen. Die Tafeln sind auf Spenden und ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Natürlich leisten wir als Unternehmen auch Spenden, darüber sprechen wir aber nicht.“ Denn mit Wohltätigkeit wollen weder er noch seine Söhne oder Enkelkinder Werbung machen. Nicht nur dafür ist Hannelore Kiethe dankbar. „Welche Einrichtung hat einen Schirmherrn an ihrer Seite, der beispielhaft für unsere Werte Nachhaltigkeit, Treue und Bescheidenheit steht und uns von Anbeginn, in schweren Zeiten mit Rat, Tat, persönlichem Einsatz geholfen und beraten hat?“

Meine Mutter hat bereits für Bedürftige gekocht.

Claus Hipp

So ist es für den passionierten Maler und ordentlichen Professor an der georgischen Hauptstadt Tiflis selbstverständlich, auch immer wieder selbst anzupacken. Bei Weihnachtsessen für die Tafelgäste zum Beispiel serviert Claus Hipp. Oder er besucht die Ausgabestellen und ist dabei immer wieder selbst von der Arbeit der Tafel beeindruckt. „Die schnellen Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das unbürokratische Handeln und die Unabhängigkeit von Überorganisationen ermöglichen ein sehr wirkungsvolles Helfen.“ Die Freude der Ehrenamtlichen sei dabei jedes Mal spürbar.

Mehr als 130 Tonnen Lebensmittel werden jede Woche von der Münchner Tafel verteilt.
Mehr als 130 Tonnen Lebensmittel werden jede Woche von der Münchner Tafel verteilt. © Marcus Schlaf

Und die Not der Gäste. „Wer sich bei der Tafel anstellt, hat schon ein gerütteltes Maß an Demut. Letztlich hat jeder, der zur Tafel kommt, Hunger, sonst würde er dort nicht stehen. Und für mich heißt Nächstenliebe, sich um die Nächsten zu kümmern und nicht um die Fernsten“, erklärt Claus Hipp, Vater von fünf Kindern und zwölf Enkeln, überzeugt. Leider wachse die Not in der Bevölkerung, die Hilfe für die Ärmsten sei wichtiger denn je. Deshalb: „Die Münchner Tafel bedarf unser aller Unterstützung!“

Mit jedem Cent können Sie den Ärmsten helfen

Gemeinsam ist für uns nicht nur ein Wort. Wir haben uns ganz bewusst für „Gemeinsam gegen Armut“ als Titel unserer großen Hilfsaktion zugunsten der Münchner Tafel und Unicef entschieden. Wir möchten gemeinsam hier helfen, aber auch nicht die große Not der Flüchtlinge aus der Ukraine vor Ort und in den Nachbarländern vergessen. Deshalb haben wir zwei Organisationen an unserer Seite, die seit vielenJahren unschätzbare Dienste für Menschen in Not leisten. Die Münchner Tafel rettet seit 1994 Lebensmittel und versorgt Bedürftige in der Landeshauptstadt. Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, ist seit 1989 Partner unserer Zeitung. Gemeinsam konnten wir dank über acht Millionen Euro Spendengeldern viel bewirken.

Lesen Sie auch: Die Tafel ist unsere Rettung

Jedes Jahr zeigen Sie sich, liebe Leser, mehr als großzügig – auch in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, selbst über die Runden zu kommen. Auch heuer bitten wir Sie um Unterstützung. Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Informationen über unsere Aktion. Falls Sie per Überweisungsträger spenden möchten – in jeder Montagsausgabe gibt es das Formular und die aktuelle Geschichte unserer Aktion.

Lesen Sie auch: So helfen Sie den Ärmsten

Deshalb: Egal ob in München oder in der Ukraine und den angrenzenden Ländern – gemeinsam können wir überall helfen. Darum bitten wir Sie, liebe Leser: Lassen Sie uns gemeinsam mit der Münchner Tafel und Unicef einfach Gutes tun.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten selbst aktiv werden, beispielsweise eine eigene Spendensammlung oder Versteigerung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary hat sich sowohl bei den Projekten der Münchner Tafel als auch bei Unicef ein Bild gemacht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dringend gebraucht. Unsere Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@merkurtz.de.

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