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So helfen Sie den Ärmsten 

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Von: Dorit Caspary

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An den Ausgabestellen der Münchner Tafel werden jede Woche 23 000 Münchner versorgt, davon alleine 1000 Flüchtlinge aus der Ukraine.
An den Ausgabestellen der Münchner Tafel werden jede Woche 23 000 Münchner versorgt, davon alleine 1000 Flüchtlinge aus der Ukraine. © Jens Hartmann

Armut kann jeden treffen. Plötzlich und überall. Mit unserer Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Armut“ möchten wir Menschen in Armut unterstützen, vor allem Familien aus der Ukraine, die wegen des Krieges ihre Heimat verlassen mussten – gemeinsam mit der Münchner Tafel hier und mit Unicef vor Ort.

Die kommende Woche steht bei uns ganz im Zeichen der Hilfe für die Ärmsten. Wir stellen Ihnen ganz konkret vor, wie die Münchner Tafel und Unicef arbeiten, warum Ihre Spenden, liebe Leser, so dringend gebraucht werden. Texte: Dorit Caspary, Fotos: Marcus Schlaf

Arbeit der Münchner Tafel ist heute so wichtig wie nie

Die Arbeit der Münchner Tafel und ihrer Partner ist für Münchner in Armut so wichtig wie nie. 23 000 Gäste werden aktuell Woche für Woche mit Lebensmitteln versorgt. Und nicht nur das. „Jedes aufmunternde Wort, jede Hilfe zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten bringt die Menschen besser durch ihren schweren Alltag“, erklärt Hannelore Kiethe, Mitbegründerin und Chefin der Münchner Tafel. Die Lebensmittelspenden helfen den Gästen zum einen bei der täglichen Grundversorgung. Zum anderen bekommen sie etwas finanzielle Luft, um so beispielsweise ein paar Euro für andere notwendige Anschaffungen zurückzulegen – ein paar Winterstiefel für die Kinder, ein dringend benötigter Kühlschrank oder die Mehrkosten für Strom oder Wasser, die ungeplant anfallen. Nur 78 Euro benötigt die Münchner Tafel, um einen Gast ein ganzes Jahr mit Lebensmitteln zu versorgen. Durch Corona ist die Zahl der Tafelgäste um ca. zehn Prozent gestiegen. Das sind 1923 bedürftige Personen mehr, die für die so wichtige Unterstützung an einer der 28 Ausgabestellen in der Stadt anstehen. Und seit dem 24. Februar 2022 sind es weitere 1000 Menschen aus der Ukraine, die hier in München Schutz und Sicherheit suchen und von der Münchner Tafel versorgt werden. Die Familien haben ihre Heimat von einem Augenblick auf den anderen verlassen, sind mit ein paar Habseligkeiten hier in München angekommen. Für sie ist die Hilfe überlebenswichtig.

So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende - und sei sie auch noch so klein — unterstützen Sie die tz-Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Armut“ zugunsten der Münchner Tafel und von Unicef. Ganz konkret geht der Erlös an Menschen, die in München trotz aller eigenen Anstrengung auf Hilfe angewiesen sind, vor allem an Familien aus der Ukraine, die mit Nichts von einem Moment auf den anderen ihre Heimat verlassen mussten. Und an notleidende Kinder und Familien vor Ort, die in der Ukraine und den Nachbarländern gerade jetzt im Winter so dringend Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit unseren Partnern und Ihnen, liebe Leser, möchten wir sowohl hier, direkt vor unserer Haustür, als auch in der Ukraine helfen. Armut kann jeden treffen. Egal wo. Durch Krieg, durch persönliche Schicksalsschläge. Deshalb: Bitte unterstützen Sie unsere Hilfsaktion mit Ihrer Spende.

Sie möchten per Überweisung spenden?

Bitte wählen Sie zunächst die Organisation aus, für die Sie spenden möchten. Geben Sie bei der Überweisung auf das jeweilige Konto unbedingt als Stichwort Armut an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von der jeweiligen Organisation automatisch eine Spendenquittung zugesandt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren Namen und die Adresse an, sonst können wir Ihnen keine Spendenbescheinigung zuschicken. Empfänger ist entweder die Münchner Tafel oder Unicef.

Die Spendenkonten

Für Unicef

Commerzbank

IBAN: DE78 7008 0000 0326 9000 00

BIC: DRESDEFF700

Für die Münchner Tafel e.V.

HypoVereinsbank

IBAN: DE37 7002 0270 6850 1933 10

BIC: HYVEDEMMXXX

Sie möchten direkt online spenden?

Hier finden Sie den direkten Zugang zu unseren Spendenkonten:

- für die Münchner Tafel

- für Unicef

Jetzt noch ein wichtiges Versprechen, das die tz seit über 30 Jahren hält: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt zu 100 Prozent bei den Kindern und Familien an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen und von Sponsoren übernommen.

Hannelore Kiethe ist Mitbegründerin und Chefin, aber vor allem Kopf, Herz und Seele der Münchner Tafel.
Hannelore Kiethe ist Mitbegründerin und Chefin, aber vor allem Kopf, Herz und Seele der Münchner Tafel. © Marcus Schlaf

Nur dank der dauerhaften Unterstützung ihrer Sponsoren und der Spenden aus der Bevölkerung kann die Münchner Tafel ihre Gäste versorgen. Gerade jetzt. Zum einen wächst die Zahl der Gäste immer mehr, zum anderen gibt es weniger Lebensmittel, die übrig sind. „Die Logistik hat sich in den vergangenen Jahren auch bei den Supermärkten stark verbessert. Das ist natürlich gut, weil weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Für uns ist es teilweise schwieriger, weil weniger zum Verteilen übrig bleibt. Deshalb freuen wir uns über jeden Sponsor, der es ermöglicht, dass unsere Gäste zumindest alle Grundnahrungsmittel wie Zwiebeln, Kartoffeln und Karotten und genügend Obst im Winter bekommen“, so Kiethe. Und über jeden Spender, der die Hilfe für die Ärmsten unterstützt.

Mit 78 Euro wird ein Tafelgast ein Jahr lang versorgt 

Hannelore Kiethe

Für die Menschen in der Ukraine geht es ums blanke Überleben. Eisige Temperaturen, riesige Probleme bei der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Am schlimmsten trifft es die Kinder. Ohne Strom, Wasser und Gas wissen unzählige Familien nicht, wie sie ihre Kinder vor der Kälte schützen sollen. Und es soll noch härter werden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko: „Das ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg.“

Die Armut in München

In unserer Freitagsausgabe haben wir groß über den aktuellen Armutsbericht in der Stadt berichtet. Er spiegelt nur das wider, was die Mitarbeiter und Helfer der Münchner Tafel jeden Tag an ihren Ausgabestellen erleben: 266 000 Menschen leben unter der Armutsschwelle, davon erhalten 107 000 staatliche Unterstützung. Oft versteckt sich die Not noch in den bislang als reich eingestuften Vierteln. Nicht umsonst unterhält die Münchner Tafel inzwischen eine unbürokratische Brotausgabe im Lehel. Dort, wo Menschen Jahrzehnte in einem betuchten Umfeld wohnen, aber jetzt an den Mieten knabbern. Sie scheuen sich besonders, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Herbert Rebischke steht stellvertretend für die 800 ehrenamtlichen Helfer: Er leitet mittwochs die Ausgabe am Großmarkt.
Herbert Rebischke steht stellvertretend für die 800 ehrenamtlichen Helfer: Er leitet mittwochs die Ausgabe am Großmarkt. © Marcus Schlaf

Unicef ist in den verschiedensten Bereichen in der Ukraine und den Nachbarländern aktiv, kümmert sich um Geflüchtete, medizinische Versorgung, Winterhilfe und Kinderschutz.

Das ist auch durch die Hilfsbereitschaft von Ihnen, liebe Leser, möglich. Unglaubliche 170 000 Euro haben Sie bisher für unsere Hilfsaktion für die Menschen in der Ukraine gespendet. Und das in Zeiten, wo die meisten selbst rechnen und genau hinschauen müssen, wofür sie ihr Geld ausgeben können. Im Namen von Unicef und den Kindern ganz herzlichen Dank für jede einzelne Spende. Denn jeder Euro zählt.

Den Kindern in der Ukraine steht einer der härtesten Winter seit dem Zweiten Weltkrieg bevor. Sie brauchen unsere Hilfe.
Den Kindern in der Ukraine steht einer der härtesten Winter seit dem Zweiten Weltkrieg bevor. Sie brauchen unsere Hilfe. © UNICEF/Korta

Jetzt geht es um eine verstärkte Winterhilfe – beispielsweise um die Lieferung warmer Kleidung, lebenswichtiger Medikamente, Materialien zur Instandsetzung der Wasserversorgung, von Generatoren für Krankenhäuser und vielem mehr. Und darum, dass Unicef Schutzräume für Kinder unterhalten kann – die einzige Möglichkeit für viele Buben und Mädchen, für einen kurzen Augenblick abschalten zu können, einfach Kind sein zu können. Oder zu lernen oder Schutz zu finden. Denn vor allem Frauen und Mädchen auf der Flucht sind immer wieder der Gefahr ausgesetzt, an Schlepperbanden zu geraten und Opfer von Gewalt zu werden.

Lesen Sie auch: Dafür steh ich mit meinem Namen: Claus Hipp unterstützt unsere große Weihnachtsaktion

Das Kinderhilfswerk rechnet nach den erneuten schweren Angriffen Russlands und dem eisigen Winter mit unzähligen Familien, die sich auf den Weg machen, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unicef ist für sie da und hilft in größter Not, so wie die Münchner Tafel, wenn die Flüchtlinge mit nichts hier ankommen.

Deshalb: Egal ob in München oder in der Ukraine und den angrenzenden Ländern – gemeinsam können wir überall helfen. Darum bitten wir Sie, liebe Leser: Lassen Sie uns gemeinsam mit der Münchner Tafel und Unicef einfach Gutes tun.

tz-Redakteurin Dorit Caspary.
tz-Redakteurin Dorit Caspary. © UNICEF/UNI215620/

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten selbst aktiv werden, beispielsweise eine eigene Spendensammlung oder Versteigerung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary hat sich sowohl bei den Projekten der Münchner Tafel als auch bei Unicef ein Bild gemacht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dringend gebraucht. Unsere Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@merkurtz.de.

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