1. tz
  2. Thema
  3. UNICEF

Die Not der Münchner Tafelhelfer: 22 Freiwillige müssen jetzt aus ihren Unterkünften ausziehen

Erstellt:

Von: Dorit Caspary

Kommentare

Krisengespräch mit Personalchef Axel Schweiger: 22 Bufdis der Münchner Tafel brauchen eine neue Bleibe.
Krisengespräch mit Personalchef Axel Schweiger: 22 Bufdis der Münchner Tafel brauchen eine neue Bleibe. © Marcus Schlaf

Nicht zu wissen, wie es weitergeht, gehört für 22 Tafel-Bufdis zum Alltag. Sie kommen ursprünglich aus afrikanischen Ländern, haben in der Ukraine studiert und sind wegen des Krieges in München gelandet.

Jetzt haben die Helfer, die ein freiwilliges Jahr bei der Münchner Tafel absolvieren, keine Unterkunft mehr. Sie suchen dringend eine neue Bleibe.

So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende - und sei sie auch noch so klein — unterstützen Sie die tz-Hilfsaktion „Gemeinsam gegen Armut“ zugunsten der Münchner Tafel und von Unicef. Ganz konkret geht der Erlös an Menschen, die in München trotz aller eigenen Anstrengung auf Hilfe angewiesen sind, vor allem an Familien aus der Ukraine, die mit Nichts von einem Moment auf den anderen ihre Heimat verlassen mussten. Und an notleidende Kinder und Familien vor Ort, die in der Ukraine und den Nachbarländern gerade jetzt im Winter so dringend Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit unseren Partnern und Ihnen, liebe Leser, möchten wir sowohl hier, direkt vor unserer Haustür, als auch in der Ukraine helfen. Armut kann jeden treffen. Egal wo. Durch Krieg, durch persönliche Schicksalsschläge. Deshalb: Bitte unterstützen Sie unsere Hilfsaktion mit Ihrer Spende.

Sie möchten per Überweisung spenden?

Bitte wählen Sie zunächst die Organisation aus, für die Sie spenden möchten. Geben Sie bei der Überweisung auf das jeweilige Konto unbedingt als Stichwort Armut an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von der jeweiligen Organisation automatisch eine Spendenquittung zugesandt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren Namen und die Adresse an, sonst können wir Ihnen keine Spendenbescheinigung zuschicken. Empfänger ist entweder die Münchner Tafel oder Unicef.

Die Spendenkonten

Für Unicef

Commerzbank

IBAN: DE78 7008 0000 0326 9000 00

BIC: DRESDEFF700

Für die Münchner Tafel e.V.

HypoVereinsbank

IBAN: DE37 7002 0270 6850 1933 10

BIC: HYVEDEMMXXX

Sie möchten direkt online spenden?

Hier finden Sie den direkten Zugang zu unseren Spendenkonten:

- für die Münchner Tafel

- für Unicef

Jetzt noch ein wichtiges Versprechen, das die tz seit über 30 Jahren hält: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt zu 100 Prozent bei den Kindern und Familien an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen und von Sponsoren übernommen.

Axel Schweiger, Personalchef der Münchner Tafel: „Bisher konnten wir unsere Bufdis in Hostels unterbringen. Meist Zweierzimmer. Die nutzt jetzt die Stadt München für Ortshelfer aus Afghanistan, die seit Kurzem ausgeflogen werden.“ Einzige Unterbringungsmöglichkeit für die Tafel-Bufdis, die 40 Stunden pro Woche im Einsatz sind, ist ein Flüchtlingsheim. „Ein Helfer ist jetzt privat von einer Familie aufgenommen worden. Für die anderen brauchen wir dringend eine finanzierbare Lösung“, so Schweiger. Bisher stehen nur ZweiBettzimmer für je 19 Euro pro Person am Tag zur Verfügung. Das wären 38 Euro am Tag, fast 1200 Euro im Monat. Die ersten sechs Helfer ziehen gerade ins 19-Euro-„Hotel“ um, die anderen schlafen in einer Flüchtlingsunterkunft. An Lernen, Weiterstudieren sei da nicht zu denken, so Schweiger. Wenigstens den Deutschunterricht, den eine ehemalige Lehrerin ehrenamtlich für die Münchner Tafel anbietet, können die Bufdis sicher auch in Zukunft weitermachen.

Jede Woche werden Bedürftige von der Tafel versorgt
Jede Woche werden Bedürftige von der Tafel versorgt. © Jans Hartmann

„Falls sich niemand findet, der eine einigermaßen akzeptable Unterkunft für maximal zwölf Monate vermieten kann, müssen wir von der Münchner Tafel in den sauren Apfel beißen und die höheren Kosten leider in Kauf nehmen. Denn die 22 Bufdis auf die Straße schicken, das werden wir ganz sicher nicht tun.“

Wer die Münchner Tafel mit einer günstigen Unterbringung der Bufdis unterstützen kann: Axel Schweiger freut sich per Telefon (089-24 41 36 14) oder per E-Mail über finanzierbare Angebote: schweiger@muenchner-tafel.de

6000 Euro haben Tanja Schwendtner und Lars Linscheid (2.v.r.) von Aldi Süd an Tafel-Chefin Hannelore Kiethe, Vorstand Stephan Flesch (l.) und Steffen Horak (r.)  übergeben.
6000 Euro haben Tanja Schwendtner und Lars Linscheid (2.v.r.) von Aldi Süd an Tafel-Chefin Hannelore Kiethe, Vorstand Stephan Flesch (l.) und Steffen Horak (r.) übergeben. © Marcus Schlaf

Danke für 6000 Euro

Fast jede Filiale von Aldi Süd unterstützt die Arbeit der Münchner Tafel mit Lebensmittelspenden. Jetzt zu Weihnachten setzen die Regionalgesellschaften noch eines drauf. 6000 Euro haben Tanja Schwendtner und Lars Linscheid (2.v.r.) von Aldi Süd an Tafel-Chefin Hannelore Kiethe, Vorstand Stephan Flesch (l.) und Steffen Horak (r.) übergeben. Geld, das vor allem für Zukäufe verwendet wird, um alle 23 000 Tafelgäste, die jede Woche zu den 28 Ausgabestellen der Stadt kommen, mit Grundnahrungsmitteln versorgen zu können. Lars Linscheid, Managing Director der Aldi Süd Regionalgsesellschaft Ebersberg: „Wir möchten mit der zusätzlichen Sonderspende Danke sagen an die gemeinnützigen Organisationen in unserer Region. Gutes für alle bedeutet für uns auch, den Menschen vor Ort zur Seite zu stehen.“ Zusätzlich im Gepäck zum Scheck: jede Menge Honig- und Schokolebkuchen für die nächste Adventsausgabe.

Die Kinder in der Ukraine leiden unter der Kälte
Die Kinder in der Ukraine leiden unter der Kälte. © UNICEF/UN0624092/Korta

Das Leid in der Ukraine

Unicef schlägt Alarm: Fast jedes Kind in der Ukraine ist durch die anhaltende Kälte und die massiven Angriffe auf die Energieversorgung in Gefahr. Rund sieben Millionen Buben und Mädchen haben keinen dauerhaften Zugang zu Strom, Heizung und Wasser. „Millionen von Kindern stehen vor einem trostlosen Winter in Kälte und Dunkelheit, ohne zu wissen, wie oder wann sich die Situation verbessert“, sagt Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Inzwischen sinken die Temperaturen auf unter minus 20 Grad. Die Gefahr, an Lugenentzündung oder Infektionen durch verunreinigtes Wasser zu erkranken steigt stetig. Unicef hilft unter anderem mit Generatoren und Winterkleidung. Im kommenden Jahr benötigt das Kinderhilfswerk im kommenden Jahr eine Milliarde Euro, um den Bedarf von 9,4 Millionen Menschen, darunter vier Millionen Kinder, zu decken.

tz-Redakteurin Dorit Caspary.
tz-Redakteurin Dorit Caspary. © fkn

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten selbst aktiv werden, beispielsweise eine eigene Spendensammlung oder Versteigerung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary hat sich sowohl bei den Projekten der Münchner Tafel als auch bei Unicef ein Bild gemacht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dringend gebraucht. Unsere Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306 512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@merkurtz.de.

Auch interessant

Kommentare