RTL erzählt die Story der Turnschuhgiganten

Adidas & Puma: Duell zweier Brüder

Das emotionsgeladene Familienepos erzählt die Geschichte von Rudi (Torben Liebrecht, l.) und Adi Dassler (Ken Duken), die als Pioniere ihrer Zeit gemeinsam einer unternehmerischen Vision folgen und zu Deutschlands ambitioniertesten Sportschuhfabrikanten aufsteigen.
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Zwei Brüder, wie sie ungleicher nicht sein könnten: Rudi (Torben Liebrecht, l.) und Adi Dassler (Ken Duken).

München - Am Karfreitag bringt RTL die Geschichte zweier Brüder auf die Mattscheibe, die das Sportschuh-Geschäft revolutionierten: Adi und Rudi Dassler, die Gründer von Adidas und Puma.

Sie schufen ein Stück Sportgeschichte und zwei weltbekannte Unternehmen. Adi und Rudolf Dassler revolutionierten Anfang der Zwanzigerjahre das Sportschuh-Geschäft. Bis heute bestehen die zwei von ihnen gegründeten Firmen – sowohl Adidas als auch Puma sind wohl jedem ein Begriff.

Eines blieb allerdings auf der Strecke: der Familienfrieden der Dassler-Brüder. Auf dem Weg zum Erfolg zerstritten sich Adi und Rudolf so sehr, dass sie ihr gemeinsam gegründetes Unternehmen auflösten und jeder seines Weges ging.

„Duell der Brüder“, Freitag, 20.15 Uhr, RTL

Karfreitag erzählt der RTL-Film Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma von den Hintergründen und Entwicklungen, die letztendlich zum Zerwürfnis des Geschwisterpaares führten: Adi (Ken Duken, 36) und sein älterer Bruder Rudolf (Torben Liebrecht, 38) übernehmen 1924 die Firma ihres Vaters – eine Manufaktur für Filzpantoffeln im fränkischen Herzogenaurach. Gemeinsam beginnen sie mit der Produktion der ersten Sportschuhe, die Adi Dassler entwickelt hatte. Die Zwei sind sehr erfolgreich. Adi ist der Tüftler, Rudi das Verkaufstalent. Während des Zweiten Weltkriegs kommt die Produktion von Schuhen fast zum Erliegen, die Brüder müssen stattdessen Panzerfäuste bauen. Der Disput der beiden wird immer größer, bis es letztendlich zur Aufspaltung kommt und der Wettbewerb so richtig beginnt … Die tz stellt die beiden ungleichen Brüder vor.

Adidas: Adi Dassler

Das Privatleben: Adi Dassler war der Jüngere der beiden Brüder. Er wurde 1900 geboren. Von Kindesbeinen an war Adi der Tüftler in der Familie, zog sich gern zurück und feilte an eigenen Kreationen. Privat war er bodenständig und zurückhaltend: Er trank keinen Alkohol, rauchte nicht und war Frühaufsteher. 1933 trat er gemeinsam mit seinem Bruder in die NSDAP ein, widersetzte sich allerdings einigen Anordnungen. Mit seiner Ehefrau Käthe blieb der Jüngere der beiden Dassler-Brüder bis zu seinem Tod 1978 zusammen. Die beiden heirateten 1934 und bekamen insgesamt vier Kinder.

Die Karriere: Adis Traum war es immer, Sportlern die bestmöglichen Schuhe zur Verfügung zu stellen. Nach dem großen Streit, der auch die geschäftliche Trennung der Brüder nach sich zog, fing er 1949 von vorn an. Er gründete am 18. August die „Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik“ in Herzogenaurach und stellte 47 Mitarbeiter ein. Noch am selben Tag ließ er sich die berühmten drei Streifen als Markenzeichen schützen.

Das Unternehmen heute: Adidas war immer die erfolgreichere der beiden Firmen. Mittlerweile ist der Konzern nach Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Zahlreiche bekannte Sportler sowie Vereine schwören auf die Produkte. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 16,9 Milliarden Euro und damit einen Gewinn zum Vorjahr von 0,7 Milliarden. Mit insgesamt 13.700 Filialen weltweit ist Adidas am häufigsten vertreten (zum Vergleich: Marktführer Nike bringt es auf 592 Filialen). Auch in Sachen Mitarbeitern steht Adidas seinem größten Konkurrenten Nike kaum nach. Aktuell arbeiten über 53.000 Personen für den Konzern – Nike hat etwa 10.000 mehr.

Puma: Rudi Dassler

Das Privatleben: Anders als sein drei Jahre jüngerer Bruder Adi war Rudolf extrovertiert und vor allem ein sehr cleverer Geschäftsmann. Er rauchte viel und gern Zigarre und soll ein etwas bewegteres Liebesleben gehabt haben als sein Bruder Adi. 1928 heiratete er Friedl Strasser, nur ein Jahr später wird sein erster Sohn Armin geboren. Rudolf Dassler war ehrgeizig, arbeitete oft 14 Stunden am Tag. Dennoch entging ihm der große Coup… 1974 starb er an Lungenkrebs.

Die Karriere: Nach der Trennung von seinem Bruder wusste Rudolf, dass er schnell sein musste. Er gründet das Unternehmen Puma und brachte die berühmten Schraubstollen für Fußballschuhe schneller auf den Markt als Bruder Adi, der sie allerdings erfunden hatte. Die Sache ging vors Kartellamt. Kurz vor der Weltmeisterschaft 1954 beging Rudi einen schwerwiegenden Fehler. Er ging nicht auf das Angebot des damaligen Nationaltrainers Sepp Herberger ein, die Mannschaft finanziell zu unterstützen und sie auszustatten. Das Nationalteam wurde in den Schuhen von Rudis Bruder Adi Weltmeister …

Das Unternehmen heute: Im Vergleich zu Nike und Adidas liegt Puma in allen nennenswerten Punkten weit zurück. Das Unternehmen, das mit 540 Filialen weltweit vertreten ist, hatte 2015 einen Jahresumsatz von 3,4 Milliarden. Das ist ein Gewinn zum Vorjahr von 0,04 Milliarden. Derzeit arbeiten 11.000 Mitarbeiter für die Firma.

Lena Meyer

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