Das ist der Mann hinter der ZDF-Sendung 

„Aktenzeichen XY“: Moderator Rudi Cerne spricht über Festnahme - „Blickte in den Lauf einer Pistole“

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Rudi Cerne ist das Gesicht von “Aktenzeichen XY ...ungelöst“.

Moderator Rudi Cerne ist das Gesicht der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Der 61-Jährige machte einst seine ganz persönliche Erfahrung mit der Polizei.

  • Das TV-Format „Aktenzeichen XY“ erfreut sich größter Beliebtheit. 
  • Moderator Rudi Cerne präsentiert regelmäßig die Kult-Sendung. 
  • Das ZDF-Gesicht wurde einmal sogar selbst festgenommen.  

Ismaning - Mithilfe der Kult-Sendung „Aktenzeichen XY“ konnten schon viele Kriminelle überführt werden. Vermisste Personen, Banküberfälle oder Mord: die ZDF-Sendung hilft bereits seit 1967 der Polizei deutschlandweit. Seit Januar 2002 präsentiert Moderator Rudi Cerne das beliebte TV-Format. Der 61-Jährige machte vor langer Zeit bereits seine ganz eigene Erfahrung mit einem Terroristen

Aktenzeichen XY (ZDF): Moderator Rudi Cerne startete zunächst mit Sport-Karriere 

Die Karriere des erfolgreichen Moderators startete im Eiskunstlauf. 1978 und 1980 konnte Cerne sogar die Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden, bei den Olympischen Spielen in Sarajevo ging Cerne 1984 für die Republik an den Start. Der Antrieb für seine Karriere auf dem Eis sei sein Vater gewesen, wie der Moderator gegenüber der Lingener Tagespost bestätigte. Nach einer Kriegsverletzung habe dieser selbst nicht mehr seiner Eiskunstleidenschaft nachgehen können. Doch die ganz große Karriere Rudi Cernes blieb aus. Nach seinem Karriereende suchte der Vater einer Tochter dann den Weg ins TV, eine große Karriere nahm ihren Lauf. 

Zunächst berichtete der Sportjournalist für die ARD von Eiskunstlaufveranstaltungen, auch das aktuelle Sportstudio präsentierte Cerne. Im Jahr 2002 dann der Wechsel: der heute 61-Jährige wird das Gesicht der Kult-Sendung „Aktenzeichen XY“. 

Aktenzeichen XY (ZDF): Moderator Rudi Cerne über den bewegendsten Fall 

Im Gespräch mit Focus Online erklärte Cerne einst seine Faszination gegenüber des Formats. „Zwar ist die öffentliche Fahndung nach Straftätern so alt wie das Verbrechen selbst. Doch oft sind wir der letzte Strohhalm für die Beamten, wenn sie mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommen. Erst dann ist die Hilfe der circa fünf Millionen XY-Zuschauer gefragt, um Zeugen zu finden oder Hinweise zu bekommen“, erklärt der 61-Jährige. 

In dem Interview berichtete Cerne auch über den Kriminalfall, der den Moderator selbst nach 18 Jahren bei „Aktenzeichen XY“ noch immer beschäftigt. Der Fall der im Sommer 2009 beim Joggen im Spandauer Forst niedergestochenen Kirsten Sahling. Die damals 39-Jährige wurde von einem Unbekannten im Wald getötet, bis heute fehlt jede Spur von dem Täter.

„Aktenzeichen XY“: Rudi Cerne wurde selbst für einen Verbrecher gehalten 

Doch Cerne machte auch seine ganz persönlichen Erfahrungen mit einem Verbrechen. Im Jahr 1978, also lange vor seiner Zeit bei der ZDF-Sendung, wurde der damalige Eiskunstlaufprofi selbst für einen Verbrecher gehalten. Als Cerne nämlich am Düsseldorfer Flughafen aus der Maschine ausstieg, wurde der damalige Sportler mit dem gesuchten RAF-Mitglied Christian Klar verwechselt. 

„Ich stieg aus dem Flieger, plötzlich sprangen bewaffnete Polizisten hinter einer Säule hervor - ich blickte in den Lauf einer Pistole", erklärte Cerne einst im Gespräch mit Bild. Anschließend sei der Moderator verhaftet worden. Eine halbe Stunde später klärte sich die Verwechslung dann auf, Ermittler entschuldigten sich bei Rudi Cerne für das Versehen. Wie der „Aktenzeichen XY“-Moderator in dem Interview erklärt, habe er Verständnis für die damaligen Fahnder gehabt. 

„Aktenzeichen XY“: In diesen Fällen erhofften sich Ermittler in der Vergangenheit Hinweise 

Wer tötete Anja und Vanessa? Die ZDF-Sendung erhoffte sich im November Hinweise zu einem Phantombild aus dem Jahr 1993.

Knapp elf Jahre liegt das Verschwinden der bildhübschen Mandy Müller zurück, seither fehlt jede Spur von der jungen Frau. 

Bereits im April 2019 konnte im thüringischen Ilm-Kreis am Rande von Geschwenda bei Gotha ein getöteter Säugling entdeckt werden. Von der Mutter fehlt jede Spur. 

Mit der Spezial-Ausgabe der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ warnt das ZDF vor fiesen Betrugsmaschen. Ein Rentner wird dabei Opfer von Identitätsklau. Eine junge alleinerziehende Mutter fällt auf die perfide Masche von „Finn Morris“ rein, dabei wird sie sogar schwanger von dem Betrüger. 

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