Neue Gastgeber für die Schunklshow

Musikantstadl-Nachfolger "Stadlshow" mit Jordi und Mazza

Musikantenstadl Stadlshow 2015 Mazza Jordi
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Francine Jordi und Alexander Mazza empfangen in ihrer Stadlshow zahlreiche Gäste, zu denen auch Marc Marshall gehört.

München - Der Musikantenstadl ist Geschichte, doch es wird weiter geschunkelt! Nach monatelangem Planen präsentiert die ARD am Samstag die Stadlshow. Wir sprachen mit den Moderatoren.

Update vom 13. September: Auch wenn die mit Abstand absolute Mehrheit der Musikantenstadl-Fans die erste Stadlshow verriss: Einen Fan hat Moderator Alexander Mazza. Für seinen ersten Auftritt in der "Stadlshow" erhält der Fürstenfeldbrucker Moderator von seinem ehemaligen Lehrer Wolfgang Rau eine glatte Eins.

Update vom 13. September: Was für ein Reinfall: Die erste Stadlshow wollten am Samstagabend nur halb so viele Zuschauer sehen, wie beim letzten Musikantenstadl mit Andy Borg einschalteten. Auf der Facebook-Seite der Sendung gibt es einen regelrechten Shitstorm. Eine TV-Kritik und eine Übersicht über die Reaktionen der Fans zur ersten Stadlshow haben wir bereits zusammengefasst

Musikantstadl-Nachfolger "Stadlshow" mit Jordi und Mazza

Das Nachfolgeformat des Musikantenstadls, der in diesem Jahr samt Moderator Andy Borg (54) gekippt wurde, wird von Alexander Mazza (42) und Francine Jordi (38) präsentiert – live, versteht sich. Ihre Bühne kommt im Stil eines modernen Berghotels daher, die musikalische Palette reicht von altgedienten Volksmusikstars über Schlagergrößen wie Peter Kraus bis zu den rockenden Chiemgau-Desperados Django 3000. Live soll gespielt werden: Mundartmusik, Volksrock und Schlager. Die wichtigsten Fragen zur Stadlshow haben wir bereits beantwortet.  Die tz sprach mit den neuen Gastgebern über Lampenfieber und ihr schweres Erbe.

Herr Mazza, Frau Jordi, am Samstag ist es so weit: Die erste „Stadlshow“ meldet sich aus Offenburg. Aufgeregt?

Alexander Mazza: Es geht noch, aber ich bin mir sicher, dass spätestens am Samstagmittag das Lampenfieber einsetzt.

Francine Jordi: Also ich hab schon jetzt so ein freudiges Kribbeln in mir. Es wird Zeit, dass es losgeht. Bisher haben wir immer nur von der Sendung geredet …

Worauf können sich die Zuschauer freuen?

Jordi: Auf einen unterhaltsamen Abend mit ganz viel Musik. Musik, die die Leute kennen, aber auch auf die neue Volksmusik. Dann haben wir auch Einspieler, kleine Filme aus der Region, in denen die Zuschauer Land und Leute kennenlernen können.

Mazza: Außerdem haben wir eine neue Bühne, die Technik und auch den Wunsch, dass unsere Künstler live singen.

Macht für Sie der Live-Charakter den besonderen Reiz aus?

Mazza: Ja, eine Live-Sendung liegt mir mehr, weil ich eher auf dem Punkt bin. Bei einer Aufzeichnung hat man schon im Unterbewusstsein: Wenn was danebengeht, kann man’s noch mal machen.

Jordi: Ich kann das noch gar nicht so einschätzen. Ich hatte bisher nur eine Live-Show von diesem Format, und das war das Finale vom Grand Prix der Volksmusik. Ich glaube, die Zuschauer und die Stimmung in der Halle sind eine andere bei einer Live-Show. Da ist die Atmosphäre einfach gigantischer und ich hoffe natürlich, dass uns diese Stimmung durch die Sendung tragen wird.

Stadlshow: Francine Jordi trat selbst im Musikantenstadl auf

Frau Jordi, Sie sind früher im „Musikantenstadl“ aufgetreten. Was ist das für ein Gefühl, die Show jetzt selbst zu moderieren? 

Jordi: Das ist eine unglaubliche Ehre, weil noch früher habe ich den Musikantenstadl ja nur geguckt. Als kleines Kind war Karl Moik unser Samstagabendstar. Da saß ich frisch geduscht mit Chips und meiner Familie vor dem Fernseher und hab mich an der Sendung erfreut. 1998 war ich das erste Mal selbst zu Gast als Sängerin. Und am Samstag stehe ich als Gastgeberin auf der Bühne – das ist schon ein tolles Gefühl.

Sie wurden unabhängig voneinander gecastet und konnten sich bei den Vorbereitungen näher kennenlernen. Was schätzen Sie aneinander?

Mazza: Ich schätze an Francine ihre Professionalität, ihren Ehrgeiz und ihre Spontaneität. Sie ist natürlich und sagt, was sie denkt. Das finde ich sehr erfrischend. Bei einer Live-Sendung ist es einfach enorm wichtig, dass man spontan und schlagfertig ist.

Jordi: Und ich kann von Alexander extrem viel lernen. Er ist einfach ein erfahrener Moderator und bereitet sich gut vor. Schön ist, dass wir die gleiche Arbeitsauffassung und einen ähnlichen Humor haben. Gut, ein bisschen groß ist er für meinen Geschmack gewachsen (lacht). Im Ernst: Wir ergänzen uns toll.

Sind Doppelmoderationen schwerer oder einfacher als Alleingänge?

Mazza: Also ich bin sehr froh, dass ich Francine an meiner Seite habe. Für mich ist eine Doppelmoderation immer eine Bereicherung, gerade weil wir uns so gut verstehen. So wie wir uns auf der Bühne kabbeln, necken wir uns auch hinter den Kulissen.

Jordi: Das stimmt. Da müssen wir uns nicht verstellen (lacht).

Sie treten ein schweres Erbe an. Ihr Vorgänger Andy Borg hatte eine große Fangemeinde. Viele seiner Anhänger haben ablehnend reagiert, als sie von Ihrer Besetzung gelesen haben. Hat Sie das gekränkt?

Mazza: Nein. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Geschäft und hab schon so einiges erlebt. Da wurde einfach ein Kapitel geschlossen, und wir schlagen jetzt ein neues auf. Darauf konzentriere ich mich und freue mich auf das, was da kommt. Alles was wir tun können, ist mit dieser Show respektvoll umzugehen. Und das tun wir auf alle Fälle.

Jordi: In unserem Geschäft gehört Kritik einfach dazu. Worüber die Leute nicht diskutieren, das beschäftigt sie auch nicht. Insofern kann man sich über Aufmerksamkeit freuen. Und so lange das Positive überwiegt, sollte einen das auch nicht belasten.

Welchen Satz würden Sie gern aus dem Mund Ihrer Zuschauer nach der Show am Samstag hören?

Jordi: Wir hatten einen schönen unterhaltsamen Abend.

Mazza: Genau – das wünsche ich uns natürlich auch.

„Die Stadlshow“, Samstag, 20.15 Uhr, ARD

Astrid Kistner

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