1. tz
  2. TV

„Ich muss“: Andrea Kiewel entschuldigt sich im ZDF-Fernsehgarten fürs Gendern

Erstellt:

Von: Claire Weiss

Kommentare

Drei Screenshots von Andrea Kiewel im Fernsehgarten, sie spricht und gestikuliert dabei.
Andrea Kiewel polarisiert im Fernsehgarten: Viele lieben die Moderatorin - andere wünschen sich ein neues Gesicht für die ZDF-Show. © Screenshots/ZDF

Im ZDF-Fernsehgarten kündigt Andrea Kiewel einen deutschen Musiker an. Dabei achtet sie genau darauf, gendergerecht zu sprechen und erklärt, sie müsse das tun. Später äußert sich das ZDF zur Wortwahl der Moderatorin.

„Wir als Fernsehgarten-Team haben aktuell den Eindruck, dass jede Menge Positives los ist in der deutschen Singer- Songwriter*innen-Szene“, sagt Andrea Kiewel am Sonntagmittag im ZDF-Fernsehgarten. Das Gendersternchen spricht sie dabei nicht etwa aus, sondern macht an dieser Stelle eine kurze Pause. Die Moderatorin dreht sich daraufhin zu einer Zuschauerin neben ihr und erklärt: „Nicht das Gesicht verziehen, ich muss!“

ZDF weist Vorwürfe ab: Es gibt im Fernsehgarten keinen Gender-Zwang

Die Gender-Diskussion sorgt schon seit einigen Monaten für erhitzte Gemüter. Die einen finden es wichtig, inklusiv zu sein und alle Menschen anzusprechen - ganz unabhängig vom Geschlecht. Andere, so zum Beispiel Didi Hallervorden, sehen das Gendern als „Vergewaltigung der deutschen Sprache“ und wehren sich gegen jegliche Veränderung.

Andrea Kiewel scheint das Thema allerdings sehr am Herzen zu liegen. Denn das ZDF erklärte nach der Sendung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Es gibt definitiv keine Anweisung zum Gendern im ‚ZDF-Fernsehgarten‘. Andrea Kiewel ist es ein persönliches Anliegen alle anzusprechen, daher verwendete sie diese Formulierung im Zusammenhang mit ‚muss‘.“

Andrea Kiewel gendert aus freier Entscheidung

Weiter heißt es in dem Statement: „Das ZDF möchte diskriminierungsfrei kommunizieren. Redaktionen, Moderatorinnen und Moderatoren entscheiden selbst, welche Form der Ansprache für das jeweilige Format am besten geeignet ist.“ Kiwi selbst bestätigt diese Aussage laut Bild.de: „Ich benutze den männlichen und weiblichen Plural schon seit langer Zeit, weil ich es unbedingt will und es mir sehr wichtig ist!“

Nicht nur Didi Hallervorden: Auch Til Schweiger ist ein Gegner der geschlechtsneutralen Sprache. „Hört mir auf mit dem Gender-Wahnsinn!“, fordert der Schauspieler. Verwendete Quellen: ZDF-Mediathek, dpa, Bild.de

Auch interessant

Kommentare