Gastrolle bei den "Rosenheim-Cops"

Gabalier als Schauspieler: "Der macht das richtig gut"

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Gruppenbild mit dem Volksmusikstar: Andreas Gabalier und die „Rosenheim-Cops“ ­Joseph Hannesschläger, Karin Thaler und Igor Jeftic (v. li.).

München - Volksmusik-Rocker Andreas Gabalier spielt eine Gastrolle in der ZDF-Serie "Rosenheim-Cops". Und den Kollegen nach zu urteilen, stellt sich der Mega-Star ziemlich gut an.

Pulli, Jeans, Lederjacke, ein wacher Blick und ein freundliches Lächeln – so saß er auf der gemütlichen Holzbank, wie ein Spezl, den man grad auf ein Bier in der Kneipe trifft: Andreas Gabalier! Ein Jahr ist es jetzt her, dass die tz ihm im idyllischen Kloster Reisach in Oberaudorf gegenüber saß. Das altehrwürdige Gebäude dient in der ZDF-Kultserie Die Rosenheim-Cops als Kulisse für das Stadtarchiv Rosenheim – und die tz durfte dort den Volks-Rock-’n’-Roller treffen. Denn er ist der Stargast zur 300. Folge! Einen Tag lang stand er für die Dreharbeiten vor der Kamera. Und am Dienstag ist es endlich so weit: Der Gastauftritt des Mega-Stars ist im Fernsehen zu sehen!

„Die Rosenheim-Cops“,

dienstags, 19.25 Uhr, ZDF

Er hat ja in den letzten Monaten einen Wahnsinnserfolg nach dem anderen gefeiert: Beim vox-Tauschkonzert mit Xavier Naidoo zeigte er nicht nur sein großes Gesangstalent auch mit fremden Hits, sondern auch seine emotionale Seite, als er vom Selbstmord seines Vaters und seiner Schwester erzählte. Seine eigene Volks-Rock-’n’-Roll-Show im Ersten war der absolute Renner und zuletzt stahl er bei Wetten dass, ..? aus Graz nicht nur Moderator Markus Lanz, sondern auch noch so manchem Hollywood-Star die Show.

Umso toller ist es, dass die Macher der Rosenheim-Cops ihn als Stargast zu sich holten! Gabalier, der am vergangenen Freitag seinen 30. Geburtstag feierte, spielt in der Folge ­Mozarts kleiner Bruder den Grazer Popmusiker Fabrizio Frey. Er soll bei einem Festival zu Ehren von Johann-Baptist Knauff, einem klassischen Komponisten aus Rosenheim, auftreten. Tja, aber dann „gabats a Leich“ – wie es Frau Stockl (Marisa Burger) immer so trocken vermeldet: Ein Mitarbeiter des Eventmanagers Hubertus Wallner (Philipp Moog) liegt erschlagen im Stadtarchiv. Ein Fall für die Kommissare Hofer (Joseph Hannesschläger) und Hansen (Igor Jeftic).

Gabalier ist "hochprofessionell"

Letzterer bescheinigt Andreas Gabalier ein echtes Schauspieltalent: „Der macht das echt gut“, sagte der Schauspieler gegenüber der tz. „Ich glaub ihm ja kaum, dass er das zum ersten Mal macht. Er ist einfach ein guter Typ, ruhig, kein Angeber.“ Und auch Produzent Alexander Ollig, der Gabalier zum Mitmachen überredet hatte, schwärmt: „Er ist hochprofessionell!“

Ja, und Gabalier selbst? Der fand den Dreh „lustig, aber auch echt anstrengend“. Denn: „Du sagst zwei Sätze, dann sind wieder fünf Minuten Pause, dann wieder zwei Sätze und so weiter.“ Die lange Umbauzeit für die Kameras, das Licht, Maske, Kostüm, Ton … „Beeindruckend“ fand das Gabalier. Eigentlich hatte der Sänger ja zuerst gedacht: „Was soll ich da?“, aber dann wollte er das Schauspielern einfach mal austesten. „Es war wirklich eine neue Erfahrung für mich, jemand anderen zu spielen.“ Das sei schon was anderes, als ein Musikvideo zu drehen oder bei einem Konzert mal ein paar Stunden Gas zu geben. Aber: Dafür gab’s auch viel Gaudi am Set. Als zum Beispiel die „Leich“ plötzlich anfing zu reden oder gerügt wurde, dass sie „zu deutlich“ atmete. Gabalier verriet der tz zudem, dass er ein großer Krimifan sei – seine Leidenschaft war schon als Kind der Kommissar Rex. Die Rosenheim-Cops mag er besonders gerne, weil sie die „breite Volksmasse“ ansprechen, sagte er. „Es ist ja eher eine Komödie als dieses CSI-Zeug mit all dem vielen Blut und Grausen.“

Ob der Rock-’n’-Roller wieder mal schauspielern will? Nach den Dreharbeiten sagte er noch vorsichtig: „Ich hör mir alles an und probier’s aus.“ Mittlerweile aber sagt er: „Ich bin kein Schauspieler und möchte auch keiner werden.“ Aber er wünscht der Crew der Rosenheim-Cops zum Jubiläum alles Gute und „dass die humorvollen Geschichten nie ausgehen!“

Zahlen & Fakten

  • Von 2002 bis einschließlich 2014 wurden 333 Folgen gedreht. Stars wie Verona Pooth, Rudi Cerne, Dieter Thomas Heck, Simone Thomalla und Elisabeth Lanz wirkten mit. Dabei gab’s 338 Leichen, (273 männliche und 65 weibliche).
  • Über 2 500 000 Drehbuchseiten wurden verteilt. Die beliebteste Todesursache ist: erschlagen mit dem stumpfen Gegenstand. Unter den Opfern waren Bauunternehmer, Dauercamper, Wirtshausbesitzer, Bestatter, Hoteliers, Rechtsanwälte, Makler, Sportler, eine Dirndlschneiderin, Sekretärinnen, Künstler, Landwirte, Bürgermeister, Ärzte, eine Hochzeitsplanerin, Musiker und sogar der Weihnachtsmann.
  • Die beste Quote in der Geschichte der Rosenheim-Cops hatte Folge 200 mit 5,33 Millionen Zuschauern.

Gabalier geht’s wieder gut

Eine Lebensmittelvergiftung hat Andreas Gabalier in der vergangenen Woche außer Gefecht gesetzt – er musste sogar einen Auftritt in Berlin absagen. Inzwischen ist er aus dem Krankenhaus entlassen und erholt sich daheim in Graz. Montag hieß es auf tz-Nachfrage, die Konzerte am kommenden Wochenende in Obertauern und Frankfurt seien nicht in Gefahr.

Andrea Stinglwagner

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