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Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement verstorben

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Fernsehen, Radio und Internet

ARD: Geschichte, Marktanteil, Programm – alle Infos

Ein Infocenter der ARD auf der Internationalen Funkausstellung (IFA).
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Die ARD erfreut sich einer Umfrage zufolge großen Zuspruchs in der Bevölkerung.

Die ARD wurde in der Nachkriegszeit gegründet. Sie umfasst mehrere Sender verschiedener Landesrundfunkanstalten, die Nachrichten, Shows und Serien zeigen.

  • Die ARD sendet aus neun Landesrundfunkanstalten.
  • Zum Programm der ARD gehören Fernseh-, Radio- und Internetangebote.
  • Die ARD wird hauptsächlich aus den Rundfunkgebühren finanziert.

Berlin – Die ARD ist ein deutscher Rundfunkverbund mit Hauptsitz in Berlin. ARD ist die Abkürzung für „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“. Der Verbund setzt sich aus den Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle zusammen und wurde im Jahr 1950 gegründet. Gemeinsam mit dem Deutschlandradio sowie dem ZDF stellt die ARD den öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Bundesrepublik Deutschland dar. Programme wie der Fernsehsender Das Erste, die ARD Mediathek und die ARD Audiothek machen das Angebot der ARD aus. Finanziert wird sie überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag der Bürger.

Das Programm der ARD wird auf mehreren Kanälen angeboten: Radio, Streaming, App und Fernsehen. Diese Vielfalt wird dem Anspruch der Arbeitsgemeinschaft gerecht, ihr Publikum durch den Alltag zu begleiten. Gemeinschaftsangebote sind dabei Das Erste, One, ARD-alpha und tagesschau24. Hinzu kommen Kooperationsprogramme in Zusammenarbeit mit anderen öffentlich-rechtlichen Sendern aus Deutschland sowie Europa. Diese sind KiKA, das Content-Netzwerk funk, ARTE, Phoenix und 3sat. Das publizistische Angebot der ARD ist somit breit aufgestellt.

Derzeit gehören neun Landesrundfunkanstalten und die Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle zu der Arbeitsgemeinschaft:

  • Bayerischer Rundfunk (BR)
  • Hessischer Rundfunk (hr)
  • Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
  • Norddeutscher Rundfunk (NDR)
  • Radio Bremen (RB)
  • Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
  • Saarländischer Rundfunk (SR)
  • Südwestrundfunk (SWR)
  • Westdeutscher Rundfunk (WDR) und
  • Deutsche Welle (DW)

Die ARD bietet mit dem Fernsehsender Das Erste ein gemischtes Programm

Auf ihrem Fernsehsender Das Erste bietet die ARD ihrem Publikum ein vielfältiges Angebot an Sendungen. Mehrere Serien sind laufend oder wiederkehrend im Fernsehen anzuschauen. Sehr bekannt ist zum Beispiel die langjährige Serie „Lindenstraße“. Sie war seit 1985 ein fester Bestandteil des Programms. Im März 2020 wurde die letzte Folge der Erfolgsserie ausgestrahlt.

Weitere Serien des Senders sind unter anderem:

  • Charité
  • Die Heiland – Wir sind Anwalt
  • Die Kanzlei
  • Falk
  • Familie Dr. Kleist
  • Großstadtrevier
  • In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte
  • Rote Rosen
  • Sturm der Liebe
  • Um Himmels Willen

Neben den Serien bieten verschiedene Shows ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für die Zuschauer der ARD. Die Shows sind teilweise an die Berichterstattung zu einem Ereignis gekoppelt. Eine von ihnen berichtet zum Beispiel live von der Verleihung des Filmpreises „Bambi“. Eine weitere ist dem internationalen Musikwettbewerb „Eurovision Song Contest“ gewidmet. Außerdem strahlt Das Erste regelmäßige Quizshows aus, etwa „Gefragt – Gejagt“, „Quizduell“ oder „Wer weiß denn sowas?“ Sehr bekannt ist zudem die Krimireihe „Tatort“.

Neben Unterhaltungssendungen haben bei der ARD vor allem Nachrichten eine besondere Bedeutung. Sie werden in verschiedenen Formaten ausgestrahlt. Die bekannteste Nachrichtensendung im Ersten ist die „Tagesschau“ mit einem Marktanteil von 35,5 Prozent (2019). Sie wird flankiert von den „Tagesthemen“, „ARD Extra“ und der „Sportschau“.

Die ARD: modernes Angebot mit Stream und Mediatheken

Das Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit Hauptsitz in Berlin ist zusätzlich im Stream zu sehen.

Auf ardmediathek.de steht Zuschauern in Echtzeit das Programm von Das Erste, tagesschau24, Phoenix, ARD-alpha, ARTE und 3sat zur freien Verfügung. Wer Sendungen verpasst hat, kann sie auch später noch online ansehen. In der Mediathek sind die zahlreichen Angebote nach Themen oder Genres gegliedert. Zudem werden besonders sehenswerte Sendungen als Tipps empfohlen.

Der Zugriff auf die ARD Mediathek ist ebenfalls via Fernsehgerät möglich. Fernsehgeräte, die diese Funktion aus technischen Gründen nicht besitzen, können alternativ über den Teletext „ARD Text“ Informationen in Schriftform abrufen. Über den Teletext ist zudem das Einblenden von Untertiteln zum Fernsehprogramm möglich. Informationen zu ihrem Programm stellt die ARD überdies auf ihrem Instagram-Account bereit.

ARD: etabliert und mit verlässlich hohem Marktanteil

Der Marktanteil der ARD (Das Erste) ist stets hoch. Laut Statista lag er im Jahr 2019 bei 11,3 Prozent. Dies war der dritthöchste Marktanteil aller deutschen Fernsehsender beim Gesamtpublikum. Dennoch ist der Marktanteil seit dem Jahr 2002 gesunken: Damals lag er noch bei 14,3 Prozent. Ein Auftrieb ist jeweils in den Jahren der Fußballweltmeisterschaft zu verzeichnen.

Weil die ARD schon sehr lange besteht, ist sie in der Bevölkerung etabliert, was ihren stabilen Marktanteil erklärt. Ihre Gestaltung basiert dabei auf der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland. Demnach hat jedes Bundesland das Anrecht auf einen eigenen Sender. Daraus resultierte die föderale Rundfunkstruktur aus den Anfängen des Rundfunks in den 1920er-Jahren in Deutschland. Zu jener Zeit etablierten sich einzelne Rundfunkanstalten in Württemberg, Bayern, Sachsen und Preußen. Sie waren lose in dem Dachverband Reichs-Rundfunk-Gesellschaft mbH (RRG) organisiert. Dieser wurde 1925 in Berlin gegründet. Die föderale Rundfunkstruktur zerstörten die Nationalsozialisten 1933, um den Rundfunk stattdessen in weiten Teilen zu zentralisieren.

ARD – Gründung und Entwicklung

Am 09. Juni 1950 wurde die ARD von den damaligen sechs Landesrundfunkanstalten gegründet:

  • Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR)
  • Südwestfunk (SWF)
  • Süddeutscher Rundfunk (SDR)
  • Radio Bremen (RB)
  • Hessischer Rundfunk (HR)
  • Bayerischer Rundfunk (BR)

In beratender Funktion war auch der RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) beteiligt. Ziel der Gründung war es, in verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten und der Gefahr eines erneuten Zusammenschlusses vorzubeugen. Alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft arbeiteten unabhängig.

Das Hörfunkprogramm der ARD war in weiten Teilen der DDR ebenfalls zu empfangen. In den Fünfzigerjahren begann derweil in der Bundesrepublik Deutschland die Entwicklung eines gemeinsamen Fernsehprogramms. Im Jahr 1959 hatte die ARD neun Mitglieder. Gemeinsam gestalteten sie das bundesweit ausgestrahlte Fernsehgemeinschaftsprogramm namens „Deutsches Fernsehen“. Die Mitgliederstruktur der ARD änderte sich über die folgenden Jahrzehnte mehrmals. So kamen nach der deutschen Wiedervereinigung weitere Landesrundfunkanstalten hinzu. Heute sind neun Rundfunkanstalten zur ARD zusammengeschlossen. Sie betreiben anstaltseigene Fernseh- und Hörfunkprogramme und die Fernsehgemeinschaft Das Erste.

Moderatoren der ARD im Überblick

In der ARD und ihrem Fernsehsender Das Erste sind mehrere Moderatoren im Einsatz. Sie sind in den meisten Fällen an bestimmte Sendungen gebunden. Einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen zum Beispiel die Sprecher der Hauptausgabe der „Tagesschau“, die um 20 Uhr ausgestrahlt wird. Aktuell sind dies:

  • Jan Hofer
  • Jens Riewa
  • Susanne Daubner
  • Thorsten Schröder
  • Judith Rakers
  • Linda Zervakis

Wer sich für Sport interessiert und regelmäßig am Wochenende die „Sportschau“ in der ARD sieht, dürfte auch die derzeitigen Moderatoren kennen. Sie sind auf unterschiedlichen Sendern tätig.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

NameSenderBeginn
Claus LufenWDR1997
Michael AntwerpesSWR1998
Okka GundelWDR2008
Alexander BommesNDR2011
René KindermannMDR2011
Matthias OpdenhövelWDR2011
Jessy Wellmerrbb2014
Julia ScharfBR2014
Stephanie Müller-SpirraMDR2018

Gebühren: die Einnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender

Die Landesrundfunkanstalten der ARD und die Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle finanzieren sich aus Rundfunkgebühren. Aus diesen bestreitet die ARD die Ausgaben für rund 23.000 festangestellte Mitarbeiter, elf Fernsehprogramme, 55 Hörfunkprogramme, 16 Orchester und acht Chöre. Des Weiteren ist die ARD mit etwa 100 Korrespondenten an 30 Orten weltweit im Einsatz.

Die Rundfunkgebühren werden durch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eingezogen. Der Rundfunkbeitrag wird einmalig pro Wohnung erhoben und beträgt seit 2015 17,50 Euro im Monat. Neben Privatpersonen müssen auch Institutionen und Unternehmen diese Gebühren zahlen. Die ARD legt auf ihrem Internetauftritt offen, wofür das Geld verwendet wird. Der Anteil, den die ARD von den Gebühren für ihre verschiedenen Aufgaben erhält, beträgt 12,31 Euro. Die übrigen 5,19 Euro werden auf das ZDF (4,36 Euro), Deutschlandradio (0,50 Euro) und die Landesmedienanstalt (0,33 Euro) aufgeteilt.

Die ARD bietet ihr Fernsehprogramm, das mit den Rundfunkgebühren abgegolten ist, auf diesen Sendern an:

  • Das Erste
  • 3sat
  • ARTE
  • BR Fernsehen
  • hr-fernsehen
  • MDR-Fernsehen
  • NDR Fernsehen
  • Radio Bremen TV
  • rbb Fernsehen
  • SR Fernsehen
  • SWR Fernsehen BW
  • SWR Fernsehen RP
  • WDR Fernsehen
  • ARD-alpha
  • tagesschau24
  • ONE
  • KiKA
  • phoenix

Hinzu kommen zahlreiche Radiosender, die von den neun Landesrundfunkanstalten und der Auslandsrundfunkanstalt Deutsche Welle ausgestrahlt werden.

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