Nach Streiks im September

Verwirrung bei ARD und ZDF: Was passiert mit dem „Morgenmagazin“?

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Ungewohnte Situation - das „Morgenmagazin“ wurde am Montag bei ARD und ZDF nicht live gesendet.

Was war am Montagmorgen los bei ARD und ZDF? Das „Morgenmagazin“ wurde nicht - wie sonst üblich - live gesendet. Die Gründe dürften den Fans bekannt vorkommen.

Update vom 14. Oktober 2019: Wegen eines Warnstreiks beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) haben ARD und ZDF das „Morgenmagazin“ am Montagmorgen nicht live senden können. „Um unseren Zuschauer:innen trotzdem ihr MOMA anbieten zu können, haben wir Teile der Sendung aufgezeichnet, die wir während der Dauer des Streiks zeigen“, teilte das ARD-„Morgenmagazin“ auf Twitter mit.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in dem Tarifstreit alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter des WDR zu einem dreitägigen, bis Dienstagmorgen andauernden, Warnstreik aufgerufen.

Bereits Mitte September hatte es einen 24-stündigen Warnstreik bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gegeben. Neben dem WDR war auch der Bayerische Rundfunk (BR) betroffen.

Die Gewerkschaft Ufo hat dazu aufgerufen die Lufthansa zu bestreiken. Am Wochenende droht ein Flug-Chaos.

WDR: Immer noch keine Einigung mit Ver.di - kommen neue Streiks? 

Update vom 17. September 2019: Wenige Wochen nach der ersten Warnstreik-Welle drohen den öffentlich-rechtlichen Sendern wieder Probleme: ver.di ruft erneut zu befristeten Arbeitsniederlegungen auf. Beim Bayerischen Rundfunk könnten diesmal Auswirkungen für die Zuschauer erkennbar werden, wie Merkur.de* berichtet.

Update vom 23. August 2019: Mehrere Sendungen sind bereits entfallen - und ein Ende scheint zunächst nicht in Sicht. Nachdem der WDR zahlreiche Sendungen wegen eines Warnstreiks einiger seiner Mitarbeiter bereits streichen musste, scheinen die Fronten in den Tarifverhandlungen nach wie vor verhärtet. Denn auch die vierte Gesprächsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem WDR hat heute zu keinem Ergebnis geführt, melden die beteiligten Parteien. 

Warnstreik beim WDR: Mehr Geld oder mehr Urlaub?

Während die Arbeitnehmerseite sechs Prozent mehr Geld fordert, möchte die Arbeitgeber das Gehaltsplus lieber in freie Tage umwandeln, solange dies „im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen“ bleibe. 

Warnstreik beim WDR: Debatte wird fortgeführt

Nun sollen die Verhandlungen am 26. September fortgesetzt werden. Bereits seit Anfang Juli sind die Konsequenzen der Tarifdebatte für die Zuschauer spürbar - oder besser sehbar - gewesen. So saßen letztens zum Beispiel auch die Moderatoren des ARD-Morgenmagazins im Dunkeln (siehe unten). 

Update vom 22. August 2019: In den Landesstudios des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Nordrhein-Westfalen befanden sich am Donnerstag über 600 Mitarbeiter im Streik. So sind sie den Aufrufen des Deutschen Journalisten-Verbandes gefolgt und haben ihre Arbeit niedergelegt. Das berichtet meedia.de.

In Düsseldorf musste aus diesem Grund die ARD-Sendung „Live nach Neun“ entfallen. Ersetzt wurde sie durch ein Best-of. Auch die Sendungen „Westblick“ und die „WDR Lokalzeit Ruhr“ konnten nicht gesendet werden. Bei anderen Lokalzeiten kam es ebenfalls zu Einschränkungen. 

Die Gewerkschaft kritisiert ein „völlig unzureichende Angebot“ der Sendeanstalt. Am Freitag soll in Köln eine vierte Verhandlungsrunde stattfinden. „Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in WDR gerecht wird“, so die WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau. 

Ein anderer TV-Sender hat sich nun ein ganz besonderes Programm für einen deutschen Kultfilm ausgedacht. Die Komödie soll jeden Freitag zur gleichen Sendezeit laufen

Zappenduster beim ARD-Morgenmagazin - darum ging plötzlich das Licht aus

Update vom 20. August 2019: Der Erste macht das Licht aus - das scheint zumindest beim gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF zu gelten. Denn statt die Zuschauer wie gewöhnlich im hell erleuchteten Studio zu wecken, war es in der heutigen Moma-Sendung zappenduster. So saßen die Moderatoren tatsächlich im Finsteren, als Jan Hofer nach der Tagesschau heute früh zu ihnen überleitete. Die irritierende Szene hielt der Journalist Daniel Bouhs mit einem Tweet fest. 

Warum musste das Morgenmagazin plötzlich aus dem Finsteren senden?

Grund für das finstere Studio war allerdings kein Stromausfall, sondern ein erneuter Warnstreik beim WDR, zudem die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband aufgerufen hatten. Da das Morgenmagazin in Köln produziert wird, war es davon auch betroffen und musste zwischen 8.30 und 9 Uhr sogar eine Wiederholung senden, nachdem die Beleuchter kurz zuvor bereits das Studio-Licht abgeschaltet hatten. Bereits vor einem Monat war es bereits zu ähnlichen Szenen gekommen, da nicht live gesendet werden konnte (s.unten).

Ihr Ziel ist es, dass sich die Tarifsteigerungen beim WDR weiter am Öffentlichen Dienst orientieren. 

WDR-Warnstreik geht in die nächste Runde

„Um einen erfolgreichen Abschluss zu erzielen, müssen sich beide Seiten aufeinander zu bewegen“, sagte WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau und macht klar, sie seien zu einer Lösung bereit. 

Wie der Vertreter des Deutschen Journalistenverbandes Volkmar Kah jedoch gegenüber der dpa erklärte, habe sich der WDR auch nach der dritten Verhandlungsrunde nicht bewegt. Ein nächster Termin ist nun für kommenden Freitag geplant. 

Der aktuelle Warnstreik gilt laut des Streikaufrufs der Gewerkschaften noch bis Mittwoch um ein Uhr morgens, was mehrere Ausfälle verschiedener WDR-Sendungen bedeute, wie ein Verdi-Sprecher ankündigte. 

Erstmeldung vom 09. Juli 2019:

Was war denn da los? ARD-Zuschauer wundern sich über Morgenmagazin: „Ich glaub‘ es hackt“

Köln - Die Zuschauer des ARD-Morgenmagazins (kurz Moma) wunderten sich am Dienstagmorgen über eine ungewöhnliche Einblendung. „Dies ist eine Aufzeichnung der Stunde zwischen 6 und 7 Uhr“, war am Bildschirmrand zu lesen. Statt wie gewohnt eine Live-Sendung bekam das TV-Publikum zwischen 7 und 8 Uhr eine Aufzeichnung zu sehen. 

Zuschauer wundern sich über Aufzeichnung des ARD-Morgenmagazin 

„Warum ist @DasErste #moma heute zwischen 7-8 Uhr nicht live?“, fragten sich auch so manche User auf Twitter. 

Premiere im ARD-Morgenmagazin

Die Antwort gaben die Moderatoren schon vorab um 6.59 Uhr: „Und wir kommen jetzt zu einer Premiere im ARD-Morgenmagazin“ kündigte Sven Lorig an. Denn eine Aufzeichnung des Moma gab es tatsächlich noch nie. Anja Bröker erklärte dann, dass die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks zu einem Streik aufgerufen hätten und deshalb in der kommenden Stunde nicht live gesendet werden könnte.

Nicht jeder Zuschauer hatte Verständnis für den Streik. „Streik beim Staatsfunk, ich glaub‘ es hackt“ oder „Bei den Gebühren sollte man schon eine Live Sendung erwarten“, hieß es in mehreren Twitter-Kommentaren.

Gewerkschaften haben WDR-Mitarbeiter zu Streik aufgerufen

Um kurz vor 8 Uhr konnte dann wieder zum gewohnten Sendebetrieb übergangen werden. „Die letzte Stunde mussten wir wiederholen, weil im Westdeutschen Rundfunk gestreikt wird“, erklärte Sven Lorig und Anja Bröker fügte hinzu: „Die Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen. Jetzt sind wir aber wieder live auf Sendung hier aus Köln. Das ARD-Morgenmagazin ist zurück.“

Mit der Aktion wollen Verdi und der DJV den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen.

Zu einem peinlichen Fehler kam es im vergangenen Jahr ARD-“Morgenmagazin”, als die Sendungsmacher auf einen offensichtlichen Satire-Tweet einer falschen Andrea Nahles hereingefallen waren.

„Verstehen Sie Spaß?“ gehört zu den Kult-Shows im TV. Die ARD hat Zuschauer befragt - das Ergebnis ist ein Schock. Es hagelt Kritik an Moderator Guido Cantz.

Für Schlagzeilen sorgte auch der Auftritt eines Vaters im Sat.1-Frühstücksfernsehen, der keinen Unterhalt für seine Kinder zahlt

va

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