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Arte-Doku: Wie Mambo und Salsa nach New York kamen

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„Nueva York – Das New York der Latinos“
Willie Colón (r) und Rubén Blades: Ihre gemeinsame Platte „Siembra“ von 1978 war ein großer Erfolg und gilt als Meilenstein der Geschichte des Salsa. © Izzy Sanabria/ARTE France/dpa

Lateinamerikanische, karibische Klänge prägen seit den 1950er Jahren die Musik in den USA. Die Arte-Doku „Nueva York - Das New York der Latinos“ zeigt die Erfolgsstory von Mambo, Cha Cha Cha und Salsa.

New York - Die Neuverfilmung der „West Side Story“ von Hollywood-Regisseur Steven Spielberg ist dieser Tage in den deutschen Kinos angelaufen. Die Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria - Mitgliedern rivalisierender Jugendbanden - ist legendär.

Auch, weil sie den Konflikt zwischen US-Amerikanern und lateinamerikanischen Einwanderern beleuchtet. Arte nimmt anlässlich des Kinofilms die französische Dokumentation „Nueva York - Das New York der Latinos“ ins Programm. Zu sehen ist sie am Freitag um 21.50 Uhr.

Die Einwanderer galten als Menschen zweiter Klasse, sie lebten in den Stadtteilen Bronx und Harlem Seite an Seite mit der Black Community. Tanz und Musik sind Möglichkeiten, auf eigene Traditionen zurückzugreifen und sich dennoch in der neuen Heimat einzugliedern. Ihre eigene Kultur wollen die Latinos, die vor allem aus Puerto Rico und Kuba stammen, nicht ganz aufgeben. Es gelingt ihnen im Gegenteil, ihre Musik und ihren Tanz in der US-Popkultur zu etablieren.

Die Salsa wird geboren, eine temperamentvolle Mischung verschiedener musikalischer Stilrichtigungen. Salsa-Bands wie die Fania All-Stars mit Celia Cruz, Héctor Lavoe, Ray Barretto und Willie Colón erlebten ihre große Zeit. Die Salsa-Musik löste eine musikalische Revolution aus, Salsa-Bands schufen eine eigenständige Gegenkultur zum Rock 'n' Roll der weißen Arbeiterklasse und zum Soul der Afroamerikaner.

Der Komponist Leonard Bernstein verarbeitete die Geschichte der Hispanics 1957 in seinem Broadway-Musical „West Side Story“, dessen erste und bislang einzige Verfilmung aus dem Jahr 1961 mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde. Bis heute prägt das Musical das Bild, das viele Menschen von lateinamerikanischer Kultur in den USA haben.

Der Regisseur Sergio G. Mondelo lässt in seiner Dokumentation von 2020 Musiker und Journalisten zu Wort kommen und zeigt bislang kaum bekanntes Archivmaterial. „Nueva York - Das New York der Latinos“ zeigt, wie sich die Musik in der Diaspora entwickelt, welche soziale Kraft sie entfaltet hat und wie sie Teil der zeitgenössischen Popkultur wurde - bis hin zu Stars wie Shakira und Jennifer Lopez. dpa

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