Münchner hat ihn entdeckt

Sehen Sie‘s auch? Kreativer Hack von TV-Sender bei Bahnstreik-Statement sorgt für Lacher

Bahnstreik Claus Weselsky
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Der HR behalf sich vor Ort, um Claus Weselsky das Mikro vor den Körper zu halten.

Während angesichts des Bahnstreiks die TV-Zuschauer den Worten von GDL-Chef Claus Weselsky lauschten, fiel einem ein genialer Hack auf. Sehen Sie es auch?

Frankfurt/Main - Bahnkunden müssen sich auch in den nächsten Tagen auf Behinderungen durch den Lokführerstreik einrichten. Die Deutsche Bahn scheiterte am Freitag auch im zweiten Anlauf, den Arbeitskampf mit juristischen Mitteln zu unterbinden.

Immerhin sorgt eine kleine Beobachtung am Rande eines öffentlichen Statements von GDL-Chef Claus Weselsky für Schmunzler. Während die meisten wohl eher darauf geachtet haben, was er zu sagen hatte, blickte ein Nutzer der App Jodel genau hin - und bemerkte einen Hack des Hessischen Rundfunks.

Bahnstreik-Statement: HR behilft sich mit Stab oder Rohr

Denn vor Weselsky waren zahlreiche Mikrofone zu sehen. Was aber tun, wenn man nicht nah genug rankommt, aber kein Teleskop-Equipment dabei hat? Und trotzdem wegen Corona auch noch den größtmöglichen Abstand halten möchte? Findige HR-Köpfe hatten da eine Idee: Sie befestigten das Mikro mit Klettverschluss an einem langen Stiel. Einem Besen? Oder einem einfachen Rohr aus dem Baumarkt? Das ist nicht eindeutig zu erkennen. Wohl aber, dass der Stab womöglich ordentlich Rost angesetzt hat. Geplant sieht das nicht aus. Aber es erfüllt seinen Zweck.

Bei obigem Mitschnitt von Phoenix ist (etwa nach 3:19 Minuten) zu sehen, dass diverse Kollegen mit professionellen Teleskop-Mikrofonhaltern unterwegs waren. Die Stab-Konstruktion tut‘s aber genauso. „Kreativ. Das muss man lassen“, zieht der Münchner Jodel-User, der es entdeckt hat, seinen Hut. Das Posting bekam in den ersten 16 Stunden immerhin knapp 60 Reaktionen und mehrere Kommentare. So ist der Bahnstreik-Ärger wenigstens für einen kleinen Lacher gut.

Der Münchner TV-Zuschauer postete seine Beobachtung bei der App Jodel.

Bahnstreik geht weiter - Leichte Ausweitung des Fahrplanangebots im Fernverkehr angestrebt

Für das Wochenende strebte die Bahn eine leichte Ausweitung des Fahrplanangebots im Fernverkehr an - von 25 auf 30 Prozent. Am Samstag und Sonntag sollen so auch Fernzüge zwischen Rostock, Berlin und Dresden unterwegs sein. Fest steht: Reisende müssen mit Einschränkungen und vollen Zügen rechnen. Kunden seien daher gut beraten, Reisen zu verschieben.

Ein verbessertes Angebot der Konzernleitung vom Mittwoch hatte die GDL zurückgewiesen, Verhandlungen abgelehnt und ihre dritte Streikrunde fortgesetzt. Die Gewerkschaft will, dass sämtliche Forderungen aus dem Mai erfüllt werden.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky wies das Bahn-Tarifangebot zurück, weil es nicht für alle GDL-Mitglieder gelten solle. Nach seiner Darstellung verlangt der Staatskonzern, den Geltungsbereich eines neuen Tarifvertrags wie bislang auf das Fahrpersonal zu begrenzen. „Damit wird klar erkennbar, dass die DB einem Teil der GDL-Mitglieder ihre verfassungsgemäßen Rechte entziehen will“, sagte der Gewerkschafter dem „Spiegel“. Damit drohe eine Spaltung der Gewerkschaft mit Mitgliedern erster und zweiter Klasse. Ebenfalls für Jodel-Verwunderung sorgt ein DHL-Zettel. (lin mit dpa)

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