1. tz
  2. TV

„Bares für Rares“-Verkäuferin zahlte für Flohmarkt-Fund fünf Euro - Expertise gipfelt in irrem Preis

Erstellt:

Von: Hannes Niemeyer

Kommentare

Dieses Objekt kaufte eine Trödlerin für fünf Euro - es hat einen absoluten Fabel-Wert.
Dieses Objekt kaufte eine Trödlerin für fünf Euro - es hat einen absoluten Fabel-Wert. © Screenshot / ZDF-Mediathek

Sensation bei „Bares für Rares“. In der XXL-Ausgabe präsentierte eine Verkäuferin einen Flohmarkt-Fund. Die Expertise sorgte dann aber für ungläubiges Staunen.

Geisenheim - Der klassische Flohmarkt-Gänger hofft bei seinen Streifzügen natürlich immer darauf, das eine oder andere besondere Schnäppchen zu schießen. Einige ganz besondere Trödel-Stücke landen später dann auch mal im ZDF. Genauer gesagt bei „Bares für Rares“. Und besonders die großen Prime-Time-Shows, die Moderator Horst Lichter gerne in exquisiten Lokalitäten wie alten Schlössern veranstalten lässt, versprechen gut und gerne mal üppige Summen an Bargeld für ganz besondere Stücke. Mit dem Wert, der dem Flohmarkt-Fund einer Trödlerin aus Hattingen am Mittwochabend in der Sendung prognostiziert wurde, hätte aber wohl kaum einer rechnen können.

Die Verkäfuerin hatte ihr silbernes Gefäß bei „Bares für Rares XXL“ auf Schloss Johannisberg im Rheingau präsentiert. Gerade einmal fünf Euro habe sie für das Objekt auf dem Flohmarkt ausgegeben. Und bei der Aussage entwich Expertin Heide Rezepa-Zabel direkt ein ungläubiges Lachen. Was dann folgte, stellte auch das Fundstück von Promi-Gast Jörg Pilawa in den Schatten und hat die Bezeichnung „Sensations-Fund“ oder „Glücksgriff“ mehr als verdient.

Bares für Rares: Fünf-Euro-Fund ist ein kleines Vermögen wert

„Das ist ein sogenannter Kovsh. Ein traditionelles russisches Trinkgefäß“, erklärte Rezepa-Zabel im Anschluss über das Objekt mit der komischen Form. Es sei aus 875er Silber und innen vergoldet. Zum Trinken sei das Gefäß aber nie verwendet worden. Vielmehr sei es „ein Ehrengeschenk des kaiserlichen Hofes“ gewesen und wohl für besondere Auszeichnungen verliehen worden. „Ausgegeben hatte dieses Stück Katharina die Große.“ Sogar eine Widmung sei enthalten. Ein Stempel weise auf das Jahr 1763 hin. Da kann auch die Verkäuferin nur noch staunen. Die Augen wurden beim Expertisen-Preis aber noch ein Stückchen größer.

Was direkt klar war: Die Verkäuferin hatte sich schon vorab einiges an Kohle von dem bezaubernden Stück versprochen. Ihr Wunsch-Preis lag bei 15.000 Euro. Rezepa-Zabel korrigierte die Summe aber gleich mal ein ordentliches Stück nach oben und nannte als Schätzung „40.000 bis 60.000 Euro. Und der Markt hat sich noch nicht stabilisiert, das ist durchaus ein vorsichtiger Preis“. Logisch gab‘s da von Horst Lichter das Händlerkärtchen überreicht.

Bares für Rares: Irre Summe für Flohmarkt-Stück - Bieter-Duell im Händlerraum

Die Begeisterung über das gute Stück riss im Händlerraum wenig überraschend natürlich nicht ab. Das Wettbieten gipfelte schließlich in einem Duell zwischen Wolfgang Pauritsch und Daniel Meyer. Letzterer bekam schlussendlich den Zuschlag - wenn auch für weniger Geld, als die Expertise erhoffen ließ. Immerhin 29.000 Euro brachte der Flohmarkt-Fund aber ein und übertraf damit auch den Wunsch-Preis der Verkäuferin bei Weitem.

Show-Moderator Horst Lichter ist bei „Bares für Rares“ immer bestens aufgelegt. Seine tiefgründigen Seiten zeigte er aber in der Talkshow „Kölner Treff“. Bei seinem Markenzeichen, dem Schnauzbart, wagte er sogar kürzlich mal eine Veränderung. (han)

Auch interessant

Kommentare