TV-Star verrät in Interview

ZDF glaubte wohl erst nicht an „Bares für Rares“ - auch Lichters eigene Prognose wirkt heute lachhaft

„Bares für Rares“ ist mittlerweile Kult. Zum Start der Sendung vor acht Jahren war das ZDF allerdings offensichtlich noch sehr skeptisch - und auch Horst Lichters eigene erste Prognose ging weit daneben.

Pulheim - Sie begeistern ein Millionenpublikum. Und das mit altem Krempel, wie sich so manch einer denken wird. Was immer noch kurios klingt, ist aber mittlerweile seit acht Jahren die Erfolgsgeschichte von „Bares für Rares“. Nicht nur die Sendung an sich, auch die Händlerinnen und Händler im Raum, den jede:r Trödelverkäufer:in so gern betreten möchte, sind längst Kult und echte Stars in der deutschen TV-Landschaft.

Liebenswert machen die Show aber nicht nur die Sammlerstücke, Bieterschlachten oder auch die besonderen wie verrückten Momente, die man vor dem TV im Händlerraum miterleben kann, sondern natürlich auch der charmante Gastgeber. Das ist seit Beginn im August 2013 Horst Lichter. Der hat ja bekanntlich ein Faible für Sammelei. Trotz alledem klingt das Konzept an sich - wenn man ganz ehrlich ist - auf den ersten Blick nicht nach Kult-Hit-Potenzial. Das dachte man übrigens wohl auch beim ZDF zu Beginn, wie Lichter nun verriet.

„Bares für Rares“: ZDF zeigte zuerst wenig Vertrauen in Show - auch Lichter-Prognose wirkt heute skurril

Der 59-Jährige gestand nämlich in Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau, dass das ZDF erstmal lediglich acht Sendungen der Show produzieren wollte. Zweifelte man etwa am Erfolg? Großer Glaube an das Format klingt jedenfalls anders. Lichter selber war aber direkt überzeugt, „dass die das fortführen werden. Ich habe zu 100 Prozent an das Format geglaubt“. Er sollte Recht behalten, wie wir heute wissen.

Allerdings ließ Lichter sich zum Start von „Bares für Rares“ wohl ebenfalls zu einer Prognose hinreißen. Die wirkt vor dem Kontext heutiger täglicher Ausstrahlungen und regelmäßiger Abendshows zur besten Sendezeit, deren Quoten sogar schon ein DFB-Länderspiel geschlagen haben, allerdings geradezu lachhaft. „Wenn wir‘s richtig gut machen, dann schaffen wir bestimmt drei Jahre“, erzählt Lichter, habe er damals gedacht und als Einstellung an das Team weitergegeben. „Dass es dann acht Jahre werden, dass es Wochenendausgaben und sogar Primetime-Shows geben wird, das konnte auch ich nicht ahnen.“

Seit 2013 moderiert Horst Lichter bereits „Bares für Rares“.

„Bares für Rares“ mit Horst Lichter: So steht es um seine eigene Zukunft in der Show

Vielleicht auch wegen seiner ersten Prognose, die ja nun mal weit übertroffen wurde, hielt Lichter sich jetzt aber mit Vorhersagen über die Zukunft der Sendung erstmal bedeckt. Er sagte lediglich, er wisse, dass jede Beständigkeit schnell vorbei sein kann. Sorgen um einen frühzeitigen Abgang des 59-Jährigen aus seiner Herzenssendung müssen sich die Fans aber nicht machen. „Ich mach auf jeden Fall weiter, solange es mir Freude macht - oder bis sie mich rauskicken. Kann ja sein, dass ich denen irgendwann zu alt bin. Dann bin ich aber auch keinem böse - ich nehme es, wie‘s kommt“, macht Lichter pragmatisch klar.

Die „Bares für Rares“-Fans lieben Horst Lichter für seine fröhliche, lockere, positive Art. Der ehemalige TV-Koch kann aber auch ruhig und emotional. Im WDR-Talk „Kölner Treff“ legte er kürzlich ein trauriges Geständnis ab. (han)

Rubriklistenbild: © Frank W. Hempel

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