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Coronafreie Zone: „Bergdoktor“ erklärt, warum das Virus keinen Platz in der Serie hat

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Der "Bergdoktor" Hans Sigl und Schauspielerin Monika Baumgartner beim "Bergdoktor"-Fantag 2019 in Going am Wilden Kaiser.
Der "Bergdoktor" Hans Sigl und Schauspielerin Monika Baumgartner beim "Bergdoktor"-Fantag 2019 in Going am Wilden Kaiser. © Jessica Kassner

Der „Bergdoktor“ startet in die 15. Runde, vorab sprach Schauspieler Hans Siegl über die Entwicklung der Serie und erklärte diese kurzerhand zur coronafreien Zone.

München - Seit 15 Jahren flimmert der Bergdoktor Dr. Martin Gruber über die deutschen Fernseher. Die Serie hat sich zum Dauerbrenner entwickelt und erreicht regelmäßig Top-Einschaltquoten. Von Anfang an ist der österreichische Schauspieler Hans Sigl dabei, der dem Bergdoktor Gesicht und Stimme leiht. Am 13. Januar (20.15 Uhr) begann die neue „Bergdoktor“-Saison mit dem traditionellen Winterspecial. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur blickt der 52-Jährige auf die Entwicklung der Serie zurück und erklärt, warum der „Bergdoktor“ eine coronafreie Zone ist.

Hans Sigl fühlt sich nicht in die „Bergdoktor“-Schublade

Hans Siegl spielt seit 15 Jahren die Rolle des Dr. Gruber, in die „Bergdoktor“-Schublade fühlt er sich dennoch nicht. Der Schauspieler habe dieses Jahr noch den zweiten Teil von „Flucht durchs Höllental“ gedreht und daneben auch andere Betätigungsfelder wie Lesungen, Live-Programme. Vielleicht, sagt er im Gespräch, hat er bald schon noch ganz was anderes. „Wir haben in diesen 15 Jahren ja auch nicht immer die gleichen Geschichten gehabt, so dass es nicht langweilig wurde. Das Schöne war auch, dass ich mit der Redaktion und mit der Produktion meine Figur weiterentwickeln konnte. Das ist der Unterschied zu einer Krimiserie“, schwärmt der Österreicher.

„Bergdoktor“-Darsteller Hans Sigl: „Es hat sich alles verändert“

Nicht nur die Figur des Bergdoktors ist im ständigen Wandel, auch die gesamte Serienfamilie Gruber entwickelt sich weiter. Das sei wichtig, um die Familiengeschichte erzählen zu können und „dass jedes Jahr eine neue Situation da ist“, so Sigl. „Wir müssen jetzt nicht wie im Krimi wieder irgendwen verhaften, sondern wir haben ein anderes Setting der Figuren. Die Tochter wird älter, es gibt andere Probleme, der Dr. Gruber ist älter geworden. Es hat sich alles verändert. Und das ist das Spannende bei einer Familie in Serie.“

Coronafreie Zone: „Bergdoktor“ hat keinen Platz für das Virus

Seit zwei Jahren beherrscht die Corona-Pandemie den Alltag der Menschen, genauso lang musste auch die Crew des „Bergdoktors“ mit dem Virus kämpfen. Trotzdem kam das Thema in der Serie nicht vor und so soll es auch bleiben, wenn es nach Hans Sigl geht. „Man wusste ja zu Beginn auch nicht, wie sich die Pandemie entwickeln würde und wie die Situation dann ist, wenn die Serie ausgestrahlt wird. Ist es dann vorbei? Was für einen Lösungsansatz müssten wir dann bieten? Außerdem wollten wir getreu unserem Feelgood-Movie-Motto den Menschen einfach Unterhaltung bieten und Erholung von dem ganzen Corona-Thema. Wir sind ja nicht als kritisches Documentary-Format am Start, sondern als Familienserie. Und das wollen wir auch bleiben“, findet der 52-Jährige.

Hans Sigl über Querdenker und Corona-Leugner: „Das ist mir ein persönliches Anliegen“

Hans Sigl bezieht klare Stellung zum Thema Corona-Leugner und Querdenker, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung verriet er, dass er offen im Internet den Austausch und die Diskussion suche. „Das ist mir ein persönliches Anliegen - und auch Sinn und Zweck dieser Kanäle“, sagte der 52-Jährige. „Ich habe das nicht angefangen, um meine Wurstbrote zu posten.“ Dafür wird er auf Social Media wüst beschimpft. Gegen so etwas müsse man aber einfach dagegenhalten, findet Sigl. Auch Fans der Serie „Der Bergdoktor“ würden ihn für seine Haltung bemängeln, schließlich sei er der Bergdoktor. Dazu sagte der Seriendarsteller: „Wer jetzt Fiktion und Realität nicht auseinander halten kann, dem ist ohnehin nicht zu helfen.“ Als Bergdoktor würde er ohnehin rund um die Uhr impfen.

„Bergdoktor“-Staffel 15 startete mit Winterspecial am 13. Januar

Seit dem Winterspecial am 13. Januar ist Dr. Martin Gruber wieder in seiner Praxis in Ellmau vertreten, nachdem die Serie in der Ruhepause war. Auch in der 15. Staffel warten wieder emotionale und spannende Geschichten auf den charmanten Arzt. Nicht nur Patienten kommen mit ihren Wehwehchen zum Bergdoktor, denn privat steht der Bergdoktor ebenfalls wieder vor einigen Herausforderungen. Die Welt des Wilden Kaisers steht schließlich niemals still.

Jeden Donnerstag strahlt das ZDF pünktlich um 20:15 Uhr eine neue Episode der Serie aus. Die erste Folge „Scheinwelten“ wird am 20. Januar 2022 gesendet und kann schon jetzt in der ZDF-Mediathek gestreamt werden. Dort wird immer eine Woche vor TV-Ausstrahlung die neueste Folge kostenlos zur Verfügung gestellt. (ale)

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